Eculizumab
Soliris · ATC-Code L04AA25
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Eculizumab
- Wirkstoffgruppe
- Immunsuppressivum
- ATC-Code
- L04AA25
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Soliris 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Alexion Europe SAS
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Eculizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der das Komplementprotein C5 hemmt; er wird bei PNH, aHUS, refraktärer generalisierter Myasthenia gravis und NMOSD eingesetzt.
Anwendung
- Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) bei Erwachsenen und Kindern
- Atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom (aHUS) bei Erwachsenen und Kindern
- Refraktäre generalisierte Myasthenia gravis bei AChR-Antikörper-positiven Patienten ab 6 Jahren
- Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) bei AQP4-Antikörper-positiven Erwachsenen mit schubförmigem Verlauf
Dosierung
- Intravenöse Infusion über 25–45 Minuten durch Fachpersonal; Heiminfusion nach guter Verträglichkeit möglich
- PNH (Erwachsene): 600 mg wöchentlich für 4 Wochen, dann 900 mg in Woche 5 und danach alle 14 ± 2 Tage
- aHUS, gMG, NMOSD (Erwachsene): 900 mg wöchentlich für 4 Wochen, dann 1.200 mg in Woche 5 und danach alle 14 ± 2 Tage
- Kinder ≥ 40 kg: Erwachsenendosis; unter 40 kg gewichtsabhängiges Schema (siehe Fachinformation)
- Plasmaaustausch, Plasmapherese, Plasmainfusion oder IVIg erfordern eine Zusatzdosis
- gMG: ohne Nutzen nach 12 Wochen Absetzen erwägen
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Eculizumab, Mausproteine oder sonstige Bestandteile
- Nicht ausgeheilte Infektion mit Neisseria meningitidis
- Fehlende Meningokokken-Impfung, außer mit prophylaktischer Antibiotikagabe bis 2 Wochen nach der Impfung
Wichtige Warnhinweise
- Erhöhte Anfälligkeit für Meningokokken-Infektionen jeder Serogruppe; Impfung mindestens 2 Wochen vor Therapiebeginn
- Impfung und Wiederimpfung nach nationalen Leitlinien; Impfung kann die Grunderkrankung vorübergehend verstärken
- Keine Wirkung auf die aplastische Komponente der Anämie bei PNH erwartet
- Zur Rückverfolgbarkeit Name und Chargennummer dokumentieren
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Kopfschmerzen, vor allem in der Initialphase
- Schwerwiegendste Nebenwirkung: Meningokokken-Infektion
Wechselwirkungen
- Kann die pharmakodynamische Wirkung von Rituximab vermindern
- IVIg und FcRn-Blocker können die Wirksamkeit von Eculizumab verringern; engmaschige Überwachung
Schwangerschaft und Stillzeit
- Verhütung während und mindestens 5 Monate nach der letzten Dosis erwägen
- Begrenzte Daten zeigen kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen oder fetale/neonatale Toxizität
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- Bekemv · BiosimilarAmgen Europe B.V. · EMEA/H/C/005652
- Epysqli · BiosimilarSamsung Bioepis NL B.V. · EMEA/H/C/006036
- SolirisAlexion Europe SAS · EMEA/H/C/000791
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- BekemvAMGEN İLAÇ TİC. LTD. ŞTİ. · 1 Registereintrag
- ElizariaSALUTE HC İLAÇ PAZARLAMA A.Ş. · 1 Registereintrag
- SolirisALEXİON İLAÇ TİC. LTD. ŞTİ. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Bekemv, Soliris
- Liechtenstein
- Soliris
- Norwegen
- Bekemv, Soliris
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Soliris – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/soliris-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
- Wikidata (CC0): ATC L04AA.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.