Zolbetuximab

Vyloy · ATC-Code L01FX31

Auch bekannt als: Zolbetuksimab

Steckbrief
Wirkstoff
Zolbetuximab
ATC-Code
L01FX31
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Vyloy 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. / Vyloy 300 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Zulassungsinhaber
Astellas Pharma Europe B.V.
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Zolbetuximab (Vyloy) ist ein monoklonaler Antikörper gegen Claudin 18.2, der zusammen mit Chemotherapie bei fortgeschrittenem Magenkrebs als Infusion gegeben wird.

Anwendung

  • Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen inoperablen oder metastasierten HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs bei Erwachsenen mit Claudin-18.2-positivem Tumor, in Kombination mit fluoropyrimidin- und platinhaltiger Chemotherapie.

Dosierung

  • Einmalige Aufsättigungsdosis 800 mg/m² intravenös an Tag 1 von Zyklus 1.
  • Erhaltung: ab 3 Wochen nach der Aufsättigungsdosis 600 mg/m² alle 3 Wochen oder ab 2 Wochen danach 400 mg/m² alle 2 Wochen, jeweils mit Chemotherapie, bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität.
  • Vor jeder Infusion Prämedikation mit einer Kombination von Antiemetika (z. B. NK-1- und 5-HT3-Rezeptorblocker); Kortikosteroide können erwogen werden.
  • Keine Dosisreduktion; Nebenwirkungen werden durch langsamere Infusion, Unterbrechung oder Abbruch behandelt.
  • Voraussetzung: CLDN18.2-positiver Tumor (≥ 75 % der Tumorzellen mit mäßiger bis starker Färbung).

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie: während und mindestens 2 Stunden nach der Infusion überwachen; bei Anaphylaxie oder Grad 3/4 sofort und dauerhaft absetzen.
  • Infusionsbedingte Reaktionen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, vermehrter Speichelfluss, Fieber, Schüttelfrost, Hypertonie).
  • Übelkeit und Erbrechen sind sehr häufig, besonders im ersten Zyklus; Prämedikation ist wichtig, ggf. Flüssigkeitsersatz.
  • Patienten mit Magenausgangssyndrom wurden nicht untersucht.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Übelkeit (77,2 %), Erbrechen (66,9 %), verminderter Appetit (42 %), Neutropenie (30,7 %), Gewichtsabnahme (21,9 %), Fieber (17,4 %), Hypoalbuminämie (17,1 %) und periphere Ödeme (13,9 %).
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen bei 45 % der Patienten, am häufigsten Erbrechen (6,8 %) und Übelkeit (4,9 %).

Wechselwirkungen

  • Keine formalen Wechselwirkungsstudien; metabolische Wechselwirkungen werden nicht erwartet.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • In der Schwangerschaft nur, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt; Frauen im gebärfähigen Alter sollen vorsorglich verhüten.
  • Stillen während der Behandlung wird nicht empfohlen.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • VyloyAstellas Pharma Europe B.V. · EMEA/H/C/005868

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Vyloy
Liechtenstein
Vyloy
Norwegen
Vyloy

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Vyloy – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/vyloy-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.