Brentuximab vedotin

Adcetris · ATC-Code L01FX05

Steckbrief
Wirkstoff
Brentuximab vedotin
ATC-Code
L01FX05
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
ADCETRIS 50 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Zulassungsinhaber
Takeda Pharma A/S
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Brentuximab vedotin (Adcetris) ist ein gegen CD30 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat zur Behandlung von CD30-positivem Hodgkin-Lymphom, systemischem anaplastischem großzelligem Lymphom und kutanem T-Zell-Lymphom bei Erwachsenen.

Anwendung

  • Unbehandeltes CD30+ Hodgkin-Lymphom Stadium III oder IV in Kombination mit AVD
  • Unbehandeltes CD30+ Hodgkin-Lymphom (Stadium IIB mit Risikofaktoren, III oder IV) in Kombination mit BrECADD
  • CD30+ Hodgkin-Lymphom mit erhöhtem Rezidivrisiko nach autologer Stammzelltransplantation sowie rezidiviert/refraktär
  • Unbehandeltes systemisches anaplastisches großzelliges Lymphom (sALCL) mit CHP sowie rezidiviertes/refraktäres sALCL
  • CD30+ kutanes T-Zell-Lymphom nach mindestens 1 systemischen Vortherapie

Dosierung

  • Mit AVD: 1,2 mg/kg als Infusion über 30 Minuten an Tag 1 und 15 jedes 28-Tage-Zyklus für 6 Zyklen; G-CSF-Primärprophylaxe empfohlen
  • Mit BrECADD: 1,8 mg/kg alle 3 Wochen für bis zu 6 Zyklen; G-CSF ab Tag 5 jedes Zyklus und Antibiotikaprophylaxe
  • Erhöhtes Rezidivrisiko nach Transplantation: 1,8 mg/kg alle 3 Wochen, bis zu 16 Zyklen
  • Rezidiviertes/refraktäres HL: 1,8 mg/kg alle 3 Wochen bis Progression oder inakzeptable Toxizität
  • sALCL mit CHP: 1,8 mg/kg alle 3 Wochen für 6 bis 8 Zyklen
  • Weitere Schemata und Dosisanpassungen (z. B. bei Neutropenie) im Volltext

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen Bestandteil
  • Kombination mit Bleomycin (pulmonale Toxizität)

Wichtige Warnhinweise

  • Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) durch JCV-Reaktivierung, auch mit Todesfolge; bei Verdacht Therapie aussetzen, bei Bestätigung dauerhaft beenden
  • Auf neue neurologische, kognitive oder Verhaltenssymptome achten
  • Pankreatitis möglich (Details im Volltext)
  • Chargenbezeichnung zur Rückverfolgbarkeit dokumentieren

Nebenwirkungen

  • Monotherapie, am häufigsten: Infektionen, periphere sensorische Neuropathie, Übelkeit, Müdigkeit, Durchfall, Fieber, Neutropenie
  • Außerdem häufig: Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Husten, Erbrechen, Juckreiz, motorische Neuropathie, infusionsbedingte Reaktionen

Wechselwirkungen

  • Starke CYP3A4- und P-gp-Hemmer (z. B. Ketoconazol) erhöhen die MMAE-Exposition und können Neutropenien häufiger machen
  • Rifampicin scheint die Konzentration von MMAE-Metaboliten zu senken
  • Bleomycin: kontraindiziert

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter: zwei wirksame Verhütungsmethoden während und bis 6 Monate nach der Behandlung
  • Keine Anwendung in der Schwangerschaft, außer der Nutzen für die Mutter überwiegt das Risiko für den Fötus

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • AdcetrisTakeda Pharma A/S · EMEA/H/C/002455

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • AdcetrisTAKEDA İLAÇ SAĞLIK SAN. TİC. LTD. ŞTİ. · 1 Registereintrag

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Adcetris
Liechtenstein
Adcetris
Norwegen
Adcetris

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Adcetris – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/adcetris-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.