Blinatumomab
Blincyto · ATC-Code L01FX07
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Blinatumomab
- ATC-Code
- L01FX07
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- BLINCYTO 38,5 Mikrogramm Pulver zur Herstellung eines Konzentrats und Lösung zur Herstellung / einer Infusionslösung.
- Zulassungsinhaber
- Amgen Europe B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Blinatumomab ist ein bispezifischer, gegen CD19 und CD3 gerichteter T-Zell-Engager (monoklonaler Antikörper). Es wird als Monotherapie bei CD19-positiver B-Vorläufer-ALL angewendet.
Anwendung
- Erwachsene mit rezidivierter oder refraktärer CD19-positiver B-Vorläufer-ALL (Philadelphia-Chromosom-positiv nur nach Versagen von mindestens 2 TKI und ohne Alternativen)
- Erwachsene mit Philadelphia-Chromosom-negativer B-Vorläufer-ALL in erster oder zweiter kompletter Remission mit MRD ≥ 0,1 %
- Kinder ab 1 Monat mit refraktärer oder rezidivierter Philadelphia-Chromosom-negativer B-Vorläufer-ALL nach mindestens zwei Vortherapien oder nach allogener Stammzelltransplantation
- Kinder ab 1 Monat mit Hochrisiko-Erstrezidiv im Rahmen der Konsolidierung
- Erwachsene mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-negativer B-Vorläufer-ALL als Teil der Konsolidierung
Dosierung
- Kontinuierliche intravenöse Infusion; ein Zyklus umfasst 28 Tage, gefolgt von 14 behandlungsfreien Tagen
- Rezidivierte/refraktäre ALL, ab 45 kg: Zyklus 1 Tage 1–7 9 Mikrogramm/Tag, ab Tag 8 28 Mikrogramm/Tag; Folgezyklen 28 Mikrogramm/Tag
- Unter 45 kg: dosiert nach Körperoberfläche (5 bzw. 15 Mikrogramm/m²/Tag)
- Stationäre Aufnahme zu Beginn empfohlen (z. B. bei rezidivierter/refraktärer ALL mindestens die ersten 9 Tage des ersten Zyklus)
- Prämedikation und Schemata für weitere Indikationen in der Fachinformation
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
- Stillzeit
Wichtige Warnhinweise
- Neurologische Ereignisse einschließlich ICANS, auch mit tödlichem Ausgang (z. B. Enzephalopathie, Krampfanfälle, Sprachstörungen, Verwirrtheit); meist in den ersten 2 Wochen
- Ältere Patienten und Patienten mit neurologischer Vorgeschichte haben ein höheres Risiko für neurologische Ereignisse
- Zytokin-Freisetzungssyndrom
- Schwere Infektionen
- Rückverfolgbarkeit: Name und Chargennummer dokumentieren
Nebenwirkungen
- Schwerwiegend: Infektionen (22,6 %), neurologische Ereignisse (12,2 %), Neutropenie/febrile Neutropenie (9,1 %), Zytokin-Freisetzungssyndrom (2,7 %), Tumorlysesyndrom (0,8 %)
- Am häufigsten: Fieber (70,8 %), Infektionen (41,4 %), infusionsbedingte Reaktionen (33,4 %), Kopfschmerzen (32,7 %), Übelkeit (23,9 %), Anämie (23,3 %)
Wechselwirkungen
- Vorübergehende Zytokinfreisetzung zu Beginn kann CYP450-Enzyme hemmen; bei CYP450-Substraten mit enger therapeutischer Breite (z. B. Warfarin, Ciclosporin) überwachen und ggf. Dosis anpassen
Schwangerschaft und Stillzeit
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während und mindestens 48 Stunden nach der Behandlung wirksam verhüten; keine Daten bei Schwangeren
- Stillen ist kontraindiziert
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- BlincytoAmgen Europe B.V. · EMEA/H/C/003731
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- BlincytoAMGEN İLAÇ TİC. LTD. ŞTİ. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 2 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Blincyto
- Norwegen
- Blincyto
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Blincyto – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/blincyto-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.