Enfortumab Vedotin
Padcev · ATC-Code L01FX13
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Enfortumab Vedotin
- ATC-Code
- L01FX13
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Padcev 20 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung / Padcev 30 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Astellas Pharma Europe B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Enfortumab Vedotin ist ein gegen Nectin-4 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat zur Behandlung des Urothelkarzinoms und des muskelinvasiven Blasenkarzinoms bei Erwachsenen.
Anwendung
- Resezierbares muskelinvasives Blasenkarzinom: mit Pembrolizumab neoadjuvant und nach radikaler Zystektomie adjuvant
- Nicht resezierbares oder metastasiertes Urothelkarzinom, Erstlinie mit Pembrolizumab bei Eignung für platinhaltige Chemotherapie
- Lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes Urothelkarzinom als Monotherapie nach Platin-Chemotherapie und PD-1/PD-L1-Inhibitor
Dosierung
- Mit Pembrolizumab: 1,25 mg/kg (höchstens 125 mg bei ≥ 100 kg) an Tag 1 und 8 eines 21-Tage-Zyklus.
- Blasenkarzinom: Zahl der neoadjuvanten und adjuvanten Zyklen hängt von der Cisplatin-Eignung ab (siehe Fachinformation).
- Monotherapie: 1,25 mg/kg (höchstens 125 mg) an Tag 1, 8 und 15 eines 28-Tage-Zyklus bis Progression oder inakzeptabler Toxizität.
- Dosisreduktion stufenweise auf 1,0 mg/kg, 0,75 mg/kg und 0,5 mg/kg bei Nebenwirkungen.
- Bei SJS/TEN, Pneumonitis Grad ≥ 3 oder Neuropathie Grad ≥ 3 dauerhaft absetzen; keine Anpassung ab 65 Jahren.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Wichtige Warnhinweise
- Hautreaktionen bis zu SJS und TEN mit tödlichem Ausgang, vor allem im ersten Zyklus; ab dem ersten Zyklus überwachen
- Pneumonitis/interstitielle Lungenerkrankung
- Hyperglykämie und diabetische Ketoazidose, auch tödlich; Blutzucker vor jeder Gabe kontrollieren
- Periphere Neuropathie
- Augenerkrankungen, vor allem trockenes Auge; Extravasation an der Infusionsstelle
Nebenwirkungen
- Mit Pembrolizumab: Juckreiz (44,2 %), Durchfall (37,1 %), Haarausfall (35,4 %), Müdigkeit (35 %), periphere sensorische Neuropathie (34 %)
- Mit Pembrolizumab: verminderter Appetit (31,5 %), Anämie (29,1 %), Gewichtsabnahme (29,1 %), Übelkeit (28,5 %)
- Monotherapie: Haarausfall (47,7 %), verminderter Appetit (47,2 %), Müdigkeit (46,8 %), Durchfall (39,1 %)
- Hyperglykämie, Geschmacksstörung, trockene Haut, trockenes Auge
Wechselwirkungen
- Keine formalen Interaktionsstudien
- Gleichzeitige Gabe starker CYP3A4-Hemmer kann die Exposition gegenüber dem Wirkstoffanteil MMAE erhöhen
Schwangerschaft und Stillzeit
- Kann den Fötus schädigen; nicht empfohlen in der Schwangerschaft; Verhütung während und mindestens 6 Monate nach der Behandlung, Männer 4 Monate.
- Stillen während der Behandlung und mindestens 6 Monate nach der letzten Dosis unterbrechen.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- PadcevAstellas Pharma Europe B.V. · EMEA/H/C/005392
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- PadcevASTELLAS PHARMA İLAÇ TİC. VE SAN. A.Ş. · 2 Registereinträge
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Padcev
- Liechtenstein
- Padcev
- Norwegen
- Padcev
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Padcev – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/padcev-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.