Tarlatamab
Imdylltra · ATC-Code L01FX33
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Tarlatamab
- ATC-Code
- L01FX33
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- IMDYLLTRA 1 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrats und Lösung zur Herstellung einer / Infusionslösung / IMDYLLTRA 10 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrats und Lösung zur Herstellung einer
- Zulassungsinhaber
- Amgen Europe B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Tarlatamab ist ein bispezifischer T-Zell-Engager-Antikörper (Imdylltra, Infusion). Er wird als Monotherapie bei Erwachsenen mit kleinzelligem Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium nach platinbasierter Chemotherapie eingesetzt.
Anwendung
- Kleinzelliges Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (ES-SCLC) bei Erwachsenen mit Progression unter oder nach platinbasierter Erstlinien-Chemotherapie
Dosierung
- Tag 1: 1 mg; Tag 8 und Tag 15: 10 mg; danach 10 mg alle 2 Wochen bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität
- Tag 1 und Tag 8: 8 mg Dexamethason i. v. innerhalb 1 Stunde vor der Infusion, danach 1 Liter Natriumchloridlösung
- Überwachung 6 bis 8 Stunden ab Infusionsbeginn an Tag 1 und Tag 8; danach 24 Stunden in der Nähe einer Klinik mit Begleitperson
- Nach Therapieverzögerung Wiederbeginn gemäß Tabelle in der Fachinformation (ggf. erneut mit 1 mg)
- Keine Dosisempfehlung bei mittelschwerer/schwerer Leberinsuffizienz oder schwerer Niereninsuffizienz
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Wichtige Warnhinweise
- Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS), auch lebensbedrohlich oder tödlich; Gabe nur in dafür ausgestatteten Einrichtungen
- Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS), auch noch Wochen nach der Gabe
- Schwere Infektionen einschließlich lebensbedrohlicher und tödlicher Verläufe
- Neutropenie; Behandlungsunterbrechung je nach Schweregrad
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: CRS (56,7 %), Appetitminderung (36,4 %), Fieber (31,9 %), Geschmacksstörung (31,3 %), Obstipation (30,4 %), Anämie (30,0 %), Müdigkeit (29,8 %)
- Weiter: Übelkeit, Asthenie, Neutropenie, Hyponatriämie, Kopfschmerzen, Lymphopenie
- Häufigste schwerwiegende Nebenwirkungen: CRS (19,7 %) und Fieber (4,7 %)
Wechselwirkungen
- Keine Interaktionsstudien; Zytokinfreisetzung zu Behandlungsbeginn kann CYP450-Enzyme unterdrücken
- CYP450-Substrate mit enger therapeutischer Breite überwachen und ggf. Dosis anpassen
Schwangerschaft und Stillzeit
- Schwangerschaft: kann den Fötus schädigen; nicht empfohlen; wirksame Verhütung während und 2 Monate nach der Behandlung
- Stillzeit: während der Behandlung und mindestens 2 Monate nach der letzten Dosis nicht stillen
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ImdylltraAmgen Europe B.V. · EMEA/H/C/006451
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 2 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Imdylltra
- Norwegen
- Imdylltra
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Imdylltra – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/imdylltra-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.