Ipilimumab

Yervoy · ATC-Code L01FX04

Steckbrief
Wirkstoff
Ipilimumab
ATC-Code
L01FX04
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
YERVOY 5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zulassungsinhaber
Bristol-Myers Squibb Pharma EEIG
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Ipilimumab (Yervoy) ist ein gegen CTLA-4 gerichteter humaner monoklonaler Antikörper (Checkpoint-Inhibitor), der allein oder meist in Kombination mit Nivolumab bei mehreren fortgeschrittenen Krebserkrankungen eingesetzt wird.

Anwendung

  • Fortgeschrittenes Melanom bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren (Monotherapie oder mit Nivolumab)
  • Erstlinie mit Nivolumab: fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom (intermediäres/ungünstiges Risiko), malignes Pleuramesotheliom
  • Erstlinie metastasiertes NSCLC ohne EGFR-Mutation oder ALK-Translokation, mit Nivolumab und 2 Zyklen platinbasierter Chemotherapie
  • Kolorektalkarzinom mit dMMR oder MSI-H, mit Nivolumab (weitere Indikationen im Volltext)

Dosierung

  • Melanom, Monotherapie: 3 mg/kg intravenös über 30 Minuten alle 3 Wochen, insgesamt 4 Dosen
  • Melanom mit Nivolumab (ab 50 kg): 3 mg/kg Ipilimumab plus 1 mg/kg Nivolumab alle 3 Wochen für 4 Dosen, danach Nivolumab-Monotherapie
  • Nierenzellkarzinom: 1 mg/kg Ipilimumab plus 3 mg/kg Nivolumab alle 3 Wochen für 4 Dosen, danach Nivolumab allein
  • Weitere Schemata sowie Aussetzen oder Abbruch bei immunvermittelten Nebenwirkungen siehe Volltext

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile

Wichtige Warnhinweise

  • Immunvermittelte Nebenwirkungen, teils schwer oder tödlich; in Kombination mit Nivolumab häufiger
  • Immunvermittelte gastrointestinale Reaktionen (Durchfall, Kolitis), Todesfälle durch Darmperforation berichtet
  • Immunvermittelte Hepatitis, Endokrinopathien (z. B. Hypophysitis, Schilddrüsenstörungen, Nebenniereninsuffizienz), Hautreaktionen
  • PD-L1- und MSI/MMR-Status mit validierten Tests bestimmen
  • Chargenbezeichnung zur Rückverfolgbarkeit dokumentieren

Nebenwirkungen

  • Monotherapie, am häufigsten: Durchfall, Hautausschlag, Juckreiz, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Appetitminderung, Bauchschmerzen
  • Überwiegend leicht bis mittelschwer; die meisten immunvermittelten Reaktionen bildeten sich unter Behandlung zurück

Wechselwirkungen

  • Keine Metabolisierung über CYP-Enzyme
  • Systemische Kortikosteroide vor Therapiebeginn vermeiden (mögliche Wirkungsminderung)
  • Antikoagulanzien: erhöhtes Risiko gastrointestinaler Blutungen, engmaschig überwachen

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Nicht empfohlen in der Schwangerschaft oder bei Frauen im gebärfähigen Alter ohne wirksame Verhütung, außer der Nutzen überwiegt

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

Vollständige Fachinformation im Wortlaut →

Häufige Fragen – direkt an Medelix

Für Patientinnen und Patienten

Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut

Packungsbeilage für Patientinnen und Patienten →

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • YervoyBristol-Myers Squibb Pharma EEIG · EMEA/H/C/002213

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • YervoyBRISTOL-MYERS SQUIBB İLAÇLARI INC. İSTANBUL ŞUBESİ · 2 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Yervoy
Liechtenstein
Yervoy
Norwegen
Yervoy

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.

Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe

Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.

Quellen

  1. European Medicines Agency. Yervoy – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/yervoy-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.