Belantamab Mafodotin
Blenrep · ATC-Code L01FX15
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Belantamab Mafodotin
- ATC-Code
- L01FX15
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Blenrep 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung / Blenrep 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- GlaxoSmithKline Trading Services Limited
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Belantamab-Mafodotin (Blenrep) ist ein gegen BCMA gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat zur Infusion. Es wird in Kombination bei rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom eingesetzt.
Anwendung
- Erwachsene mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason nach mindestens einer vorherigen Therapie.
- In Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason nach mindestens einer vorherigen Therapie einschließlich Lenalidomid.
Dosierung
- Mit Bortezomib und Dexamethason (Zyklus 3 Wochen): 2,5 mg/kg einmal alle 3 Wochen; Bortezomib und Dexamethason werden in den ersten 8 Zyklen gegeben.
- Mit Pomalidomid und Dexamethason (Zyklus 4 Wochen): Zyklus 1 einmalig 2,5 mg/kg, ab Zyklus 2 1,9 mg/kg alle 4 Wochen.
- Dosisänderungen sind bei fast allen Patienten erforderlich; Reduktionsstufen (z. B. 1,9 mg/kg alle 3 Wochen bzw. alle 8 Wochen) siehe Volltext.
- Behandlung bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Okuläre Nebenwirkungen (verschwommenes Sehen, trockenes Auge, Augenreizung, Lichtscheu) und Hornhautbefunde wie Keratopathie sind häufig.
- Augenärztliche Untersuchung (Sehschärfe, Spaltlampe) vor jeder der ersten 4 Dosen und danach bei klinischer Indikation.
- Konservierungsmittelfreie künstliche Tränen mindestens 4-mal täglich; Kontaktlinsen bis Behandlungsende vermeiden.
- Bei Sehstörungen Autofahren und Bedienen von Maschinen vorübergehend vermeiden.
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Hornhautbefunde einschließlich Keratopathie (84 %), verminderte Sehschärfe (81 %), Thrombozytopenie (62 %), verschwommenes Sehen (52 %), trockenes Auge, Fremdkörpergefühl, Lichtscheu, Neutropenie, Anämie, Durchfall, Neuropathien.
- Häufigste schwerwiegende Nebenwirkungen: Pneumonie (9 %), Fieber, COVID-19 und Thrombozytopenie.
Wechselwirkungen
- Keine Interaktionsstudien; geringes Risiko pharmakokinetischer oder pharmakodynamischer Wechselwirkungen.
- Keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit Bortezomib, Lenalidomid, Pomalidomid oder Dexamethason.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft nicht empfohlen, außer der Nutzen für die Mutter überwiegt die Risiken für den Fötus; Schwangerschaftsstatus vor Therapiebeginn prüfen.
- Wirksame Verhütung: Frauen bis mindestens 4 Monate, Männer mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter bis mindestens 6 Monate nach der letzten Dosis.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- BlenrepGlaxoSmithKline Trading Services Limited · EMEA/H/C/006511
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Blenrep
- Liechtenstein
- Blenrep
- Norwegen
- Blenrep
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Blenrep – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/blenrep-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.