Vismodegib
Erivedge · ATC-Code L01XX43
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Vismodegib
- ATC-Code
- L01XX43
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Erivedge 150 mg Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- Roche Registration GmbH
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Vismodegib ist ein Hemmer des Hedgehog-Signalwegs. Es wird bei Erwachsenen mit metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom angewendet, wenn Operation oder Strahlentherapie nicht geeignet sind.
Anwendung
- Erwachsene mit symptomatischem metastasiertem Basalzellkarzinom (Erivedge).
- Erwachsene mit lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom, für das eine Operation oder Strahlentherapie nicht geeignet ist.
Dosierung
- Erivedge 150 mg Hartkapseln: eine Kapsel einmal täglich, unzerkaut mit Wasser, mit oder ohne Nahrung; Kapseln nicht öffnen.
- Vergessene Dosis nicht nachholen, sondern mit der nächsten geplanten Dosis fortfahren.
- In Studien Behandlung bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität; Unterbrechungen bis zu 4 Wochen waren erlaubt.
- Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten, leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung oder Leberfunktionsstörung; bei schwerer Nierenfunktionsstörung sorgfältig überwachen.
- Nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren anwenden.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Schwangere oder stillende Frauen.
- Frauen im gebärfähigen Alter, die das Schwangerschaftsverhütungsprogramm nicht einhalten.
- Gleichzeitige Anwendung von Johanniskraut.
Wichtige Warnhinweise
- Kann Tod des Embryos/Fötus oder schwere Geburtsfehler verursachen; strenges Schwangerschaftsverhütungsprogramm.
- Frauen im gebärfähigen Alter: zwei Verhütungsmethoden (eine hochwirksame plus Barrieremethode) während und 24 Monate nach der letzten Dosis.
- Männer: immer Kondom während und 2 Monate nach der letzten Dosis; kein Samenspenden für 2 Monate.
- Kein Blutspenden während und 24 Monate nach der letzten Dosis.
- Schwere Hautreaktionen (SJS/TEN, DRESS, AGEP) möglich; vorzeitiger Schluss der Wachstumsfugen bei Kindern.
Nebenwirkungen
- Bei ≥ 30 % der Patienten: Muskelkrämpfe (74,6 %), Haarausfall (65,9 %), Geschmacksstörung (58,7 %), Gewichtsverlust (50,0 %), Müdigkeit (47,1 %), Übelkeit (34,8 %) und Durchfall (33,3 %).
Wechselwirkungen
- Starke CYP-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin) vermeiden; Johanniskraut ist kontraindiziert.
- Klinisch relevante Wechselwirkungen mit pH-erhöhenden Mitteln oder CYP450-Hemmern werden nicht erwartet.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert; Frauen dürfen während und 24 Monate nach der letzten Dosis nicht schwanger werden.
- Bei ausbleibender Regel oder Verdacht auf Schwangerschaft sofort den Arzt informieren.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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Zulassung und Handelsnamen nach Land
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ErivedgeRoche Registration GmbH · EMEA/H/C/002602
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- ErigibDEVA HOLDİNG A.Ş. · 1 Registereintrag
- ErivedgeROCHE MÜSTAHZARLARI SAN.A.Ş. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Erivedge
- Liechtenstein
- Erivedge
- Norwegen
- Erivedge
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Erivedge – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/erivedge-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.