Asparaginase
Spectrila · ATC-Code L01XX02
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Asparaginase
- ATC-Code
- L01XX02
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Spectrila 10.000 E Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Medac Gesellschaft fuer klinische Spezialpraeparate mbH
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Asparaginase (Spectrila) ist ein Enzym aus E. coli, das als Bestandteil einer antineoplastischen Kombinationstherapie bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL) eingesetzt wird.
Anwendung
- Akute lymphatische Leukämie (ALL) als Teil einer Kombinationschemotherapie bei Kindern von Geburt an bis 18 Jahre und bei Erwachsenen
Dosierung
- Erwachsene und Kinder älter als 1 Jahr: 5.000 U/m² Körperoberfläche intravenös jeden dritten Tag
- Säuglinge unter 6 Monaten: 6.700 U/m²; 6–12 Monate: 7.500 U/m² (begrenzte Daten)
- Ausschließlich als intravenöse Infusion über 0,5 bis 2 Stunden, nicht als Bolus
- Keine Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung oder leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung
- Überwachung über die Asparaginase-Talspiegelaktivität drei Tage nach Gabe möglich
- Nur durch in der Tumortherapie erfahrenes Personal im Krankenhaus mit Reanimationsausstattung
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder native (nicht pegylierte) E.-coli-Asparaginase
- Pankreatitis sowie Pankreatitis, schwere Blutung oder schwere Thrombose unter früherer Asparaginase-Therapie
- Schwere Leberfunktionsstörung
- Vorbestehende bekannte Koagulopathie (z. B. Hämophilie)
Wichtige Warnhinweise
- Lebensbedrohliche Situationen möglich: akute Pankreatitis, Hepatotoxizität, Anaphylaxie, Gerinnungsstörungen inkl. Thrombosen, Hyperglykämie
- Vor Therapiebeginn Bilirubin, Transaminasen und Gerinnungsparameter bestimmen
- Nach Gabe engmaschige Kontrolle von Leberwerten, Glukose, Gerinnung, Amylase, Lipase, Triglyceriden und Cholesterin
- Chargenbezeichnung zur Rückverfolgbarkeit dokumentieren
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen, Hyperglykämie, Hypoalbuminämie, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Ödeme, Müdigkeit, veränderte Laborwerte
- Häufig und schwerwiegend: thromboembolische Ereignisse, akute Pankreatitis
- Selten: anaphylaktischer Schock, schwere Hepatotoxizität bis Leberversagen
Wechselwirkungen
- Erhöhte Toxizität lebertoxischer oder in der Leber verstoffwechselter Arzneimittel; Leberwerte überwachen
- Myelosuppressive Arzneimittel: Myelosuppression und Infektionen möglich
- Orale Kontrazeptiva gelten unter der Therapie als nicht ausreichend sicher
Schwangerschaft und Stillzeit
- Frauen im gebärfähigen Alter: wirksame Verhütung (nicht oral) während und 7 Monate nach Therapie; Männer bis 4 Monate nach Therapie
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- SpectrilaMedac Gesellschaft fuer klinische Spezialpraeparate mbH · EMEA/H/C/002661
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- Leunase EnjektablONKO İLAÇ SAN. VE TİC. A.Ş. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Spectrila
- Liechtenstein
- Spectrila
- Norwegen
- Spectrila
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Spectrila – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/spectrila-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.