Adagrasib
Krazati · ATC-Code L01XX77
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Adagrasib
- ATC-Code
- L01XX77
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- KRAZATI 200 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Bristol-Myers Squibb Pharma EEIG
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Adagrasib ist ein gegen KRAS G12C gerichteter Krebswirkstoff (Krazati, Filmtabletten). Er wird bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit KRAS-G12C-Mutation eingesetzt.
Anwendung
- Monotherapie bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit KRAS-G12C-Mutation und Krankheitsprogression nach mindestens einer vorherigen systemischen Therapie.
- Die KRAS-G12C-Mutation muss vor Therapiebeginn mit einem validierten Test bestätigt werden.
Dosierung
- Empfohlene Dosis: 600 mg (drei Tabletten zu 200 mg) zweimal täglich, bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität.
- Dosisreduktion bei Nebenwirkungen: erste Stufe 400 mg zweimal täglich, zweite Stufe 600 mg einmal täglich.
- Vergessene Dosis: Liegt der Einnahmezeitpunkt weniger als 4 Stunden zurück, die Dosis normal einnehmen; bei mehr als 4 Stunden auslassen. Nach Erbrechen keine zusätzliche Dosis.
- Bei schweren Nebenwirkungen (z. B. Grad 3) Unterbrechung und Wiederaufnahme auf niedrigerer Stufe; Einzelheiten siehe Volltext.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Gleichzeitige Anwendung von CYP3A-Substraten mit enger therapeutischer Breite.
Wichtige Warnhinweise
- Gastrointestinale Nebenwirkungen (Durchfall, Übelkeit, Erbrechen) können auftreten; unterstützende Behandlung und je nach Schweregrad Dosisanpassung.
- Hepatotoxizität: Leberwerte vor Behandlungsbeginn und monatlich über 3 Monate sowie bei klinischer Indikation kontrollieren.
- QT-Verlängerung ist möglich; Einzelheiten zur Überwachung siehe Volltext.
- Bei AST oder ALT > 3 × ULN mit Gesamtbilirubin > 2 × ULN ohne andere Ursache dauerhaft absetzen.
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Durchfall (65,2 %), Übelkeit (59,9 %), Müdigkeit (54,3 %), Erbrechen (50,3 %), verminderter Appetit, Anämie, erhöhtes Kreatinin im Blut, erhöhte Transaminasen, periphere Ödeme.
- Häufigste schwerwiegende Nebenwirkungen: Erbrechen, Übelkeit, akute Nierenschädigung, Durchfall und ALT-Erhöhung.
- Pneumonitis führte in < 1 % zum Therapieabbruch.
Wechselwirkungen
- Starke CYP3A-Induktoren (z. B. Rifampicin) senken die Adagrasib-Exposition stark und sollten vermieden werden.
- Starke CYP3A-Inhibitoren (z. B. Itraconazol) erhöhen die Adagrasib-Exposition und sollten vermieden werden.
- Adagrasib hemmt CYP3A4 und weitere Enzyme und Transporter (u. a. P-gp, BCRP) und kann die Spiegel anderer Arzneimittel erhöhen.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft nicht empfohlen; keine Daten bei Schwangeren.
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und mindestens 5 Tage nach der letzten Dosis wirksam verhüten.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- KrazatiBristol-Myers Squibb Pharma EEIG · EMEA/H/C/006013
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Krazati
- Liechtenstein
- Krazati
- Norwegen
- Krazati
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Krazati – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/krazati-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.