Imetelstat

Rytelo · ATC-Code L01XX80

Auch bekannt als: İmetelstat

Steckbrief
Wirkstoff
Imetelstat
ATC-Code
L01XX80
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Rytelo 47 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung / Rytelo 188 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zulassungsinhaber
Geron Netherlands B.V.
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Imetelstat ist ein Telomerase-Hemmer zur Behandlung der transfusionsabhängigen Anämie bei myelodysplastischen Syndromen mit niedrigem Risiko bei Erwachsenen (Rytelo, intravenöse Infusion).

Anwendung

  • Monotherapie bei Erwachsenen mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund myelodysplastischer Syndrome (MDS) mit sehr niedrigem, niedrigem oder intermediärem Risiko ohne isolierte del(5q)-Anomalie, die unzureichend auf eine Erythropoetin-basierte Therapie angesprochen haben oder dafür nicht in Frage kommen.

Dosierung

  • Rytelo: 7,1 mg/kg Körpergewicht als intravenöse Infusion einmal alle 4 Wochen.
  • Absetzen, wenn nach 24 Wochen (6 Dosen) keine Verringerung des Transfusionsbedarfs eintritt oder bei inakzeptabler Toxizität.
  • Prämedikation mindestens 30 Minuten vor jeder Dosis mit Diphenhydramin (25 bis 50 mg) und Hydrocortison (100 bis 200 mg) oder Äquivalent.
  • Dosisreduktion bei Nebenwirkungen Grad 3 oder 4 auf 5,6 mg/kg, dann 4,4 mg/kg; dauerhaft absetzen, wenn 4,4 mg/kg nicht vertragen werden. Gabe verschieben bei Neutrophilen unter 1,0 × 10⁹/l oder Thrombozyten unter 50 × 10⁹/l.
  • Blutbild und Leberwerte vor jeder Dosis, nach den ersten beiden Dosen zusätzlich wöchentliches Blutbild; Schwangerschaftstest vor der ersten Dosis.
  • Keine Dosisanpassung bei leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Thrombozytopenie (auch Grad 3 oder 4): auf Blutungen achten, Bedarf an Thrombozytentransfusionen prüfen.
  • Neutropenie (auch Grad 3 oder 4), febrile Neutropenie möglich: auf Infektionen einschließlich Sepsis achten.
  • Infusionsbedingte Reaktionen (v. a. Kopf- und Rückenschmerzen, auch Hypotonie oder hypertensive Krise); Überwachung mindestens eine Stunde nach der Infusion.
  • Kann den Embryo bzw. Fetus schädigen.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Thrombozytopenie (94%), Leukopenie (93%), Neutropenie (92%), erhöhte AST (48%), erhöhte ALT (42%), erhöhte alkalische Phosphatase (41%), Asthenie (26%) und Kopfschmerzen (16%).
  • Schwer (Grad ≥ 3) am häufigsten: Neutropenie (69%) und Thrombozytopenie (63%).
  • Schwerwiegend u. a.: Sepsis (1,7%), Harnwegsinfektion (1,7%), Vorhofflimmern (1,1%), Ösophagusvarizenblutung (1,1%), Synkope (1,1%).

Wechselwirkungen

  • Keine Interaktionsstudien beim Menschen; in vitro hemmt Imetelstat BCRP, OAT1, OATP1B1 und OATP1B3, ein relevanter Effekt an den Folgetagen ist wahrscheinlich nicht zu erwarten.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • In der Schwangerschaft nicht empfohlen; Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung und mindestens 1 Woche nach der letzten Dosis wirksam verhüten.
  • Nicht stillen während der Behandlung und 1 Woche nach der letzten Dosis.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • RyteloGeron Netherlands B.V. · EMEA/H/C/006105

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Rytelo
Liechtenstein
Rytelo
Norwegen
Rytelo

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Rytelo – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/rytelo-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.