Teclistamab

Tecvayli · ATC-Code L01FX24

Auch bekannt als: Teklistamab

Steckbrief
Wirkstoff
Teclistamab
ATC-Code
L01FX24
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
TECVAYLI 10 mg/ml Injektionslösung / TECVAYLI 90 mg/ml Injektionslösung
Zulassungsinhaber
1377
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Teclistamab (Tecvayli) ist ein bispezifischer Antikörper gegen BCMA und CD3, der T-Zellen gegen Myelomzellen lenkt, und wird beim rezidivierten oder refraktären multiplen Myelom eingesetzt.

Anwendung

  • In Kombination mit Daratumumab bei Erwachsenen mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom nach mindestens einer Vortherapie.
  • Als Monotherapie bei Erwachsenen mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom nach mindestens drei Vortherapien (Immunmodulator, Proteasomhemmer, Anti-CD38-Antikörper) mit Progression unter der letzten Therapie.

Dosierung

  • Subkutan, nach tatsächlichem Körpergewicht; Beginn immer mit Step-up-Dosen (0,06 mg/kg, dann 0,3 mg/kg) und Prämedikation (Kortikosteroid, Antihistaminikum, Antipyretikum) vor jeder Step-up-Dosis.
  • Monotherapie: danach 1,5 mg/kg einmal wöchentlich; bei kompletter Remission oder besser über mindestens 6 Monate kann 1,5 mg/kg alle zwei Wochen erwogen werden.
  • Kombination mit Daratumumab: Step-up an Tag 2 und 4, erste Behandlungsdosis 1,5 mg/kg an Tag 8, wöchentlich in Woche 3 bis 8, dann 3 mg/kg alle zwei Wochen (Woche 9 bis 24) und ab Woche 25 alle vier Wochen.
  • Nach jeder Step-up-Dosis 48 Stunden in der Nähe einer medizinischen Einrichtung bleiben und täglich überwachen; nicht bei aktiver Infektion beginnen.
  • Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten und leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung; Vorgehen bei Dosisverzögerung siehe Volltext.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS), auch lebensbedrohlich oder tödlich (Fieber, Hypoxie, Hypotonie, Tachykardie); Step-up-Schema und Prämedikation verringern das Risiko.
  • Neurotoxizität einschließlich ICANS; Behandlung je nach Grad unterbrechen oder absetzen.
  • Schwere und tödliche Infektionen sowie Hypogammaglobulinämie; nicht bei aktiver Infektion beginnen.
  • Neutropenie, auch febrile Neutropenie; Blutbild überwachen.

Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Hypogammaglobulinämie, Neutropenie, CRS, Infektionen der oberen Atemwege, muskuloskelettale Schmerzen, Durchfall, Anämie, Husten, Müdigkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle, Thrombozytopenie, Pneumonie, COVID-19.
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen bei 65 %, u. a. Pneumonie (22 %), COVID-19 (14 %), CRS (11 %), Sepsis (6 %) und febrile Neutropenie (3,1 %).

Wechselwirkungen

  • Die anfängliche Zytokinfreisetzung kann CYP450-Enzyme hemmen; bis 7 Tage nach der ersten Behandlungsdosis und während eines CRS CYP450-Substrate mit enger therapeutischer Breite (z. B. Ciclosporin) überwachen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Schwangerschaftsstatus vor Beginn prüfen; Frauen verhüten während und fünf Monate nach der letzten Dosis wirksam.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Tecvayli
Liechtenstein
Tecvayli
Norwegen
Tecvayli

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Tecvayli – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/tecvayli-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.