Talimogen laherparepvec
Imlygic · ATC-Code L01XX51
Auch bekannt als: Talimojen laherparepvek, Talimogene Laherparepvec
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Talimogen laherparepvec (INN: talimogene laherparepvec)
- ATC-Code
- L01XX51
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Imlygic 106 Plaque-bildende Einheiten (PFU)/ml Injektionslösung / Imlygic 108 Plaque-bildende Einheiten (PFU)/ml Injektionslösung
- Zulassungsinhaber
- Amgen Europe B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Talimogen laherparepvec (Imlygic) ist ein onkolytisches Herpes-simplex-Virus Typ 1, das direkt in Melanomläsionen injiziert wird, zur Behandlung des nicht resezierbaren metastasierten Melanoms ohne viszerale Beteiligung.
Anwendung
- Behandlung Erwachsener mit nicht resezierbarem, regional oder fernmetastasiertem Melanom (Stadium IIIB, IIIC und IVM1a) ohne Knochen-, Hirn-, Lungen- oder andere viszerale Beteiligung.
Dosierung
- Injektion in kutane, subkutane und/oder nodale Läsionen; insgesamt höchstens 4 ml pro Behandlungstermin.
- Anfangsdosis: bis zu 4 ml mit 10⁶ (1 Million) PFU/ml; zweite Dosis 3 Wochen später und alle weiteren Dosen alle 2 Wochen: bis zu 4 ml mit 10⁸ (100 Millionen) PFU/ml.
- Das Volumen pro Läsion richtet sich nach der Größe, von bis zu 0,1 ml (≤ 0,5 cm) bis zu 4 ml (> 5 cm); größte und neue Läsionen werden bevorzugt.
- Fortsetzung über mindestens 6 Monate, solange injizierbare Läsionen vorhanden sind, außer es besteht kein Nutzen; Wiederaufnahme bei neuen Läsionen nach kompletter Remission möglich.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Talimogen laherparepvec oder einen der sonstigen Bestandteile in der Vorgeschichte.
- Stark immungeschwächte Patienten (z. B. schwere angeborene oder erworbene zelluläre und/oder humorale Immundefizienz).
Wichtige Warnhinweise
- Disseminierte Herpesinfektionen, auch schwere Fälle, wurden berichtet; immungeschwächte Patienten können ein erhöhtes Risiko haben.
- Versehentliche Exposition kann das Virus übertragen; medizinisches Personal und enge Kontaktpersonen sollen direkten Kontakt mit injizierten Läsionen oder Körperflüssigkeiten während der Behandlung und bis 30 Tage nach der letzten Gabe vermeiden.
- Immunvermittelte Ereignisse (Glomerulonephritis, Vaskulitis, Pneumonitis, Verschlechterung einer Psoriasis, Vitiligo) wurden berichtet.
- Plasmozytom nahe der Injektionsstelle und obstruktive Atemwegserkrankung wurden berichtet; Vorsicht bei Injektion von Läsionen nahe großen Atemwegen.
- Wirksamkeitsdaten in der Zweit- oder späteren Linie sind begrenzt.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten (≥ 25 %): Müdigkeit (50,3 %), Schüttelfrost (48,6 %), Pyrexie (42,8 %), Übelkeit (35,6 %), grippeähnliche Erkrankung (30,5 %) und Schmerzen an der Injektionsstelle (27,7 %); 98 % waren leicht oder mittelschwer.
- Häufigste Nebenwirkung ab Grad 3: Zellulitis (2,1 %).
- Häufig: Herpesinfektionen; gelegentlich: Infektion an der Inzisionsstelle.
Wechselwirkungen
- Aciclovir und andere Virostatika können die Wirksamkeit beeinträchtigen, wenn sie systemisch oder lokal an der Injektionsstelle angewendet werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung in der Schwangerschaft vorzugsweise vermieden werden; zuverlässige Verhütung während der Behandlung und Latexkondom beim Geschlechtsverkehr zur Vermeidung einer Übertragung.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ImlygicAmgen Europe B.V. · EMEA/H/C/002771
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 2 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Imlygic
- Norwegen
- Imlygic
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Imlygic – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/imlygic-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.