Sarilumab

Kevzara · ATC-Code L04AC14

Steckbrief
Wirkstoff
Sarilumab
Wirkstoffgruppe
Immunsuppressivum
ATC-Code
L04AC14
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Kevzara 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Kevzara 150 mg Injektionslösung im Fertigpen / Kevzara 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze · Kevzara 175 mg/ml Injektionslösung
Zulassungsinhaber
Sanofi Winthrop Industrie
Stand der Information
2026-10-29

Das Wichtigste in Kürze

Sarilumab (Kevzara) ist ein monoklonaler Antikörper gegen den Interleukin-6-Rezeptor zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis, der Polymyalgia rheumatica und der polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis.

Anwendung

  • Kevzara 150 mg/200 mg: mittelschwere bis schwere aktive rheumatoide Arthritis bei Erwachsenen nach unzureichendem Ansprechen auf DMARDs, mit Methotrexat oder als Monotherapie.
  • Kevzara 150 mg/200 mg: Polymyalgia rheumatica bei Erwachsenen mit unzureichendem Ansprechen auf Kortikosteroide oder Rückfall beim Ausschleichen.
  • Kevzara 175 mg/ml: aktive polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis ab 2 Jahren nach unzureichendem Ansprechen auf csDMARDs, allein oder mit Methotrexat.

Dosierung

  • Rheumatoide Arthritis: 200 mg subkutan alle 2 Wochen; bei Neutropenie, Thrombozytopenie oder erhöhten Leberenzymen Reduktion auf 150 mg alle 2 Wochen.
  • Polymyalgia rheumatica: 200 mg alle 2 Wochen zusammen mit ausschleichenden Kortikosteroiden, danach als Monotherapie.
  • pJIA (Kevzara 175 mg/ml): 4 mg/kg alle 2 Wochen bei 10 bis unter 30 kg, 3 mg/kg alle 2 Wochen ab 30 kg; maximal 200 mg ab 63 kg.
  • Kein Behandlungsbeginn bei ANC unter 2 x 109/L oder Thrombozyten unter 150 x 103/µL; bei schwerer Infektion pausieren. Weitere Anpassungen nach Laborwerten siehe Volltext.
  • Bei Leberfunktionsstörung nicht untersucht und nicht empfohlen.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Aktive, schwere Infektionen.

Wichtige Warnhinweise

  • Schwere Infektionen, einschließlich opportunistischer Infektionen und Tuberkulose; vor Beginn auf Tuberkulose untersuchen; bei aktiver Infektion nicht anwenden.
  • Neutropenie, Thrombozytopenie und erhöhte Leberwerte; Laborkontrollen.
  • Anstieg der Blutfette; Lipidwerte kontrollieren.
  • Gastrointestinale Perforation und Divertikulitis berichtet.
  • Lebend- und attenuierte Lebendimpfstoffe vermeiden.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten (RA und PMR): Neutropenie (14,3%), Infektionen der oberen Atemwege (6,8%), ALT-Erhöhung (6,3%), Harnwegsinfektionen (5,3%) und Erythem an der Injektionsstelle (5,0%).
  • Häufigste schwerwiegende Nebenwirkungen: Infektionen (3,1%).
  • Häufig: oraler Herpes, Zellulitis, Pneumonie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Hypertriglyceridämie, Hypercholesterinämie; gelegentlich Divertikulitis.

Wechselwirkungen

  • IL-6-Hemmung kann die CYP-Aktivität (CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19, CYP3A4) normalisieren und so die Spiegel entsprechender Substrate senken.
  • Nicht mit JAK-Inhibitoren oder biologischen DMARDs (z. B. TNF-Antagonisten) untersucht.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wirksame Verhütung während und bis 3 Monate nach der Behandlung.
  • In der Schwangerschaft nur, wenn der klinische Zustand eine Behandlung erfordert.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • KevzaraSanofi Winthrop Industrie · EMEA/H/C/004254

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Kevzara
Liechtenstein
Kevzara
Norwegen
Kevzara

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Kevzara – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/kevzara-epar-product-information_de.pdf
  2. Wikidata (CC0): ATC L04AC.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.