Ozanimod
Zeposia · ATC-Code L04AA38
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Ozanimod
- Wirkstoffgruppe
- Immunsuppressivum
- ATC-Code
- L04AA38
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Zeposia 0,23 mg Hartkapseln / Zeposia 0,46 mg Hartkapseln / Zeposia 0,92 mg Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- Bristol-Myers Squibb Pharma EEIG
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Ozanimod ist ein Sphingosin-1-Phosphat-(S1P-)Rezeptor-Modulator. Er wird bei Erwachsenen mit schubförmig-remittierender multipler Sklerose und mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa angewendet.
Anwendung
- Erwachsene mit schubförmig-remittierender multipler Sklerose (RRMS) mit aktiver Erkrankung (Zeposia).
- Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa, die auf konventionelle Therapie oder ein Biologikum unzureichend angesprochen, das Ansprechen verloren oder diese nicht vertragen haben.
Dosierung
- Einschleichende Dosierung: Tage 1–4 0,23 mg, Tage 5–7 0,46 mg einmal täglich; ab dem achten Tag 0,92 mg einmal täglich, mit oder ohne Nahrung.
- Nach Unterbrechungen (z. B. 1 Tag oder mehr in den ersten 14 Tagen, mehr als 7 Tage zwischen Tag 15 und Tag 28, mehr als 14 Tage danach) erneut mit dem Aufdosierungsschema beginnen.
- Leichte bis mäßige Leberfunktionsstörung (Child-Pugh A oder B): nach der Aufdosierung 0,92 mg jeden zweiten Tag; schwere Leberfunktionsstörung: kontraindiziert.
- Keine Anpassung bei Nierenfunktionsstörung; Vorsicht bei MS-Patienten über 55 Jahren und Colitis-Patienten über 65 Jahren.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile; Immunschwäche mit Neigung zu opportunistischen Infektionen.
- Herzinfarkt, instabile Angina, Schlaganfall, TIA oder dekompensierte Herzinsuffizienz in den letzten 6 Monaten; Herzinsuffizienz NYHA III/IV.
- AV-Block II. Grades Typ II, AV-Block III. Grades oder Sick-Sinus-Syndrom ohne Herzschrittmacher.
- Schwere aktive oder aktive chronische Infektionen (z. B. Hepatitis, Tuberkulose), aktive Malignome, schwere Leberfunktionsstörung.
- Schwangerschaft und Frauen im gebärfähigen Alter ohne wirksame Verhütung.
Wichtige Warnhinweise
- Vorübergehende Senkung der Herzfrequenz zu Beginn: EKG vor Beginn; Vorsicht mit Betablockern oder Calciumkanalblockern.
- Infektionen einschließlich schwerer opportunistischer Infektionen und PML.
- Leberschäden bis zur Notwendigkeit einer Lebertransplantation; Leberwerte kontrollieren.
- Makulaödem und Bluthochdruck möglich.
- Lebendimpfstoffe während und bis zu 3 Monate nach der Behandlung vermeiden.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Nasopharyngitis (12,3 %), erhöhte ALT (5 %) und erhöhte GGT (5,4 %).
- Vorübergehende Bradykardie zu Beginn, meist bis Ende der ersten Woche abklingend.
- Schwerwiegend: opportunistische Infektionen (einschließlich PML), Makulaödem, Hypertonie, seltene klinisch bedeutsame Leberschäden.
Wechselwirkungen
- Antineoplastische, immunmodulierende oder nicht-kortikosteroidale immunsuppressive Therapien nicht gleichzeitig anwenden.
- MAO-Hemmer (z. B. Selegilin, Phenelzin) nicht empfohlen; CYP2C8-Induktoren wie Rifampicin können die Exposition senken.
- Impfungen können während und bis zu 3 Monate nach der Behandlung weniger wirksam sein.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft kontraindiziert; negativer Schwangerschaftstest vor Beginn und wirksame Verhütung während und 3 Monate nach der Behandlung.
- Stillzeit: siehe Volltext.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
Vollständige Fachinformation im Wortlaut →
Häufige Fragen – direkt an Medelix
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.
Zulassung und Handelsnamen nach Land
Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.
EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ZeposiaBristol-Myers Squibb Pharma EEIG · EMEA/H/C/004835
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- ZeposiaBRISTOL-MYERS SQUIBB İLAÇLARI INC. İSTANBUL ŞUBESİ · 2 Registereinträge
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Zeposia
- Liechtenstein
- Zeposia
- Norwegen
- Zeposia
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.
Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe
Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.
Quellen
- European Medicines Agency. Zeposia – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/zeposia-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
- Wikidata (CC0): ATC L04AA.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.