Belatacept
Nulojix · ATC-Code L04AA28
Auch bekannt als: Belatasept
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Belatacept
- Wirkstoffgruppe
- Immunsuppressivum
- ATC-Code
- L04AA28
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- NULOJIX 250 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Bristol-Myers Squibb Pharma EEIG
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Belatacept (Nulojix) ist ein selektiver Immunsuppressor (Fusionsprotein) zur Vorbeugung der Transplantatabstoßung bei Erwachsenen nach einer Nierentransplantation.
Anwendung
- In Kombination mit Kortikosteroiden und einer Mycophenolsäure (MPA) zur Prophylaxe der Transplantatabstoßung bei erwachsenen Nierentransplantatempfängern.
Dosierung
- Verordnung und Überwachung durch Fachärzte mit Erfahrung in immunsuppressiver Therapie und Nierentransplantation; Dosis nach Körpergewicht (kg), intravenöse Infusion.
- Beginn zum Zeitpunkt der Transplantation (Initialphase): 10 mg/kg am Tag der Transplantation vor der Implantation (Tag 1), an Tag 5, 14 und 28 sowie am Ende von Woche 8 und Woche 12; zusätzlich wird ein Interleukin-2-Rezeptorantagonist empfohlen (Basiliximab-Induktion, Mycophenolatmofetil, Kortikosteroide).
- Erhaltungsphase: 6 mg/kg alle 4 Wochen (± 3 Tage), beginnend am Ende von Woche 16 nach der Transplantation.
- Umstellung von einem Calcineurininhibitor (CNI) frühestens 6 Monate nach Transplantation: 6 mg/kg alle 2 Wochen in den ersten 8 Wochen, danach alle 4 Wochen; der CNI wird mindestens 4 Wochen ausschleichend fortgeführt.
- Ältere Patienten und Nierenfunktionsstörung (auch Dialyse): keine Dosisanpassung; bei Leberfunktionsstörung kann keine Dosisempfehlung gegeben werden. Keine Daten bei Kindern und Jugendlichen.
Gegenanzeigen
- Transplantatempfänger, die Epstein-Barr-Virus (EBV)-seronegativ sind oder deren Serostatus unbekannt ist.
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Posttransplantations-lymphoproliferative Erkrankung (PTLD): höhere Inzidenz als unter Ciclosporin, besonders bei EBV-seronegativen Patienten; meist im zentralen Nervensystem. EBV-Serologie vor Behandlungsbeginn bestimmen.
- Erhöhte Infektanfälligkeit, einschließlich tödlicher und opportunistischer Infektionen, Tuberkulose und Herpes; CMV-Prophylaxe mindestens 3 Monate und Pneumocystis-Prophylaxe mindestens 6 Monate nach Transplantation empfohlen; vor Beginn auf Tuberkulose testen.
- Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML): Die empfohlenen Dosen von Belatacept und begleitenden Immunsuppressiva dürfen nicht überschritten werden.
- Infusionsbedingte Reaktionen: Bei schwerer allergischer oder anaphylaktischer Reaktion sofort absetzen.
- Kortikosteroide vorsichtig ausschleichen, besonders bei 4 bis 6 HLA-Mismatches; nach Umstellung von einem CNI häufigere Überwachung auf akute Abstoßung für mindestens 6 Monate.
Nebenwirkungen
- Sehr häufig (≥ 20 %) bis Jahr 3: Durchfall, Anämie, Harnwegsinfektion, periphere Ödeme, Verstopfung, Hypertonie, Fieber, Übelkeit, Transplantatfunktionsstörung, Husten, Erbrechen, Leukopenie, Hypophosphatämie und Kopfschmerzen.
- Häufigste schwerwiegende Nebenwirkungen (≥ 2 %): Harnwegsinfektion, CMV-Infektion, Fieber, erhöhtes Kreatinin, Pyelonephritis, Durchfall, Gastroenteritis, Transplantatfunktionsstörung, Leukopenie, Pneumonie, Basalzellkarzinom, Anämie, Dehydratation.
- Zu Unterbrechung oder Abbruch führten bei ≥ 1 % Nierenvenenthrombose und CMV-Infektion.
Wechselwirkungen
- Bei gegebener MMF-Dosis ist die MPA-Exposition mit Belatacept etwa 40 % höher als mit Ciclosporin.
- Impfungen können weniger wirksam sein; Lebendimpfstoffe sollten vermieden werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung und bis 8 Wochen nach der letzten Dosis wirksam verhüten.
- In der Schwangerschaft nur anwenden, wenn eindeutig erforderlich.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- NulojixBristol-Myers Squibb Pharma EEIG · EMEA/H/C/002098
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
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- Island
- Nulojix
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- Norwegen
- Nulojix
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Nulojix – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/nulojix-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC L04AA.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.