Nirogacestat
Ogsiveo · ATC-Code L01XX81
Auch bekannt als: Nirogasestat
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Nirogacestat
- ATC-Code
- L01XX81
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Ogsiveo 50 mg Filmtabletten / Ogsiveo 100 mg Filmtabletten / Ogsiveo 150 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Merck Europe B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Nirogacestat (Ogsiveo) ist ein oraler Gamma-Sekretase-Hemmer zur Behandlung fortschreitender Desmoidtumoren bei Erwachsenen.
Anwendung
- Monotherapie fortschreitender Desmoidtumoren bei Erwachsenen, die eine systemische Behandlung benötigen.
Dosierung
- 150 mg zweimal täglich (morgens und abends); diese Dosis soll nicht überschritten werden. Behandlung bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität.
- Bei bestimmten schweren Nebenwirkungen (z. B. anhaltender Durchfall Grad 3, Hautreaktionen Grad 3, Hypophosphatämie, Hypokaliämie, ALT/AST ≥ 3 bis 5 × ULN) Pause bis zur Besserung, dann Fortsetzung mit 100 mg zweimal täglich; bei ALT oder AST > 5 × ULN dauerhaft absetzen.
- Vergessene Dosis nicht nachholen.
- Mit oder ohne Mahlzeit; Tabletten nicht brechen, kauen oder zerkleinern; Grapefruit und Grapefruitsaft meiden.
- Leichte bis mittelschwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung: keine Anpassung; bei schwerer Funktionsstörung nicht empfohlen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Schwangerschaft.
- Frauen im gebärfähigen Alter ohne hochwirksame Verhütung.
- Stillzeit.
Wichtige Warnhinweise
- Durchfall: mit Antidiarrhoika behandeln, bei anhaltendem Grad 3 Pause und Dosisreduktion.
- Hautreaktionen (makulopapulöser Ausschlag, Follikulitis, Hidradenitis).
- Ovarielle Toxizität mit abnormen Hormonwerten oder Wechseljahresbeschwerden bei 75 % der Frauen im gebärfähigen Alter.
- Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzell- und Plattenepithelkarzinom): Hautuntersuchungen vor Beginn und regelmäßig.
- Kann den Fötus schädigen: negativer Schwangerschaftstest vor Beginn; hochwirksame Verhütung für Frauen und Männer bis 1 Woche nach der letzten Dosis.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Durchfall (85 %), Hautausschlag (65 %), ovarielle Toxizität bei Frauen im gebärfähigen Alter (60 %), Übelkeit (59 %), Müdigkeit (50 %), Hypophosphatämie (50 %), Kopfschmerzen (40 %) und Stomatitis (40 %).
- Häufigste schwerwiegende Nebenwirkung: ovarielle Toxizität (vorzeitige Menopause, 3 %); häufigste schwere Nebenwirkungen: Durchfall (16 %) und Hypophosphatämie (13 %).
Wechselwirkungen
- Itraconazol erhöhte die AUC 8,2-fach; starke und mittelstarke CYP3A4-Hemmer (z. B. Clarithromycin, Ketoconazol, Erythromycin, Fluconazol) vermeiden.
- CYP3A4-Induktoren können die Spiegel senken.
- Protonenpumpenhemmer und H2-Blocker werden nicht empfohlen, da sie die Bioverfügbarkeit verringern können.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft kontraindiziert; bei Eintritt einer Schwangerschaft sofort absetzen.
- In der Stillzeit kontraindiziert.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- OgsiveoMerck Europe B.V. · EMEA/H/C/006071
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Ogsiveo
- Liechtenstein
- Ogsiveo
- Norwegen
- Ogsiveo
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Ogsiveo – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/ogsiveo-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.