Vutrisiran

Amvuttra · ATC-Code N07XX18

Steckbrief
Wirkstoff
Vutrisiran
ATC-Code
N07XX18
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Amvuttra 25 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Zulassungsinhaber
Alnylam Netherlands B.V.
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Vutrisiran ist eine kleine interferierende RNA (siRNA), die die Bildung von Transthyretin in der Leber senkt; es wird bei Transthyretin-Amyloidose mit Polyneuropathie oder Kardiomyopathie angewendet (Amvuttra).

Anwendung

  • Hereditäre Transthyretin-Amyloidose bei Erwachsenen mit Polyneuropathie im Stadium 1 oder 2 (hATTR-PN).
  • Wildtyp- oder hereditäre Transthyretin-Amyloidose bei Erwachsenen mit Kardiomyopathie (ATTR-CM).

Dosierung

  • Amvuttra: 25 mg als subkutane Injektion einmal alle 3 Monate; Gabe durch Fachpersonal, Patienten oder Betreuungspersonen nach Anleitung.
  • Ergänzend etwa, aber nicht mehr als 2.500 I.E. bis 3.000 I.E. Vitamin A pro Tag.
  • Vergessene Dosis so bald wie möglich geben, danach wieder alle 3 Monate ab der letzten Gabe.
  • Keine Dosisanpassung bei Patienten ≥ 65 Jahre, leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstörung oder leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (eGFR ≥ 30 bis < 90 ml/min/1,73 m²); bei schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung nur, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt.

Gegenanzeigen

  • Schwere Überempfindlichkeit (z. B. Anaphylaxie) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Vitamin-A-Mangel: Serum-Vitamin-A sinkt; niedrige Werte vor Beginn korrigieren, tägliche Vitamin-A-Ergänzung; bei Augensymptomen wie Nachtblindheit augenärztliche Abklärung.
  • In den ersten 60 Tagen der Schwangerschaft können zu hohe oder zu niedrige Vitamin-A-Spiegel Fehlbildungen begünstigen; Schwangerschaft vor Beginn ausschließen, wirksam verhüten.
  • Vitamin-A-Spiegel können mehr als 12 Monate nach der letzten Dosis erniedrigt bleiben.

Nebenwirkungen

  • Häufig: Reaktionen an der Injektionsstelle (Bluterguss, Rötung, Schmerzen, Juckreiz, Wärme; leicht und vorübergehend), erhöhte Alanin-Aminotransferase, erhöhte alkalische Phosphatase.
  • In HELIOS-B leichte ALT-Erhöhung bei 30% der Patienten unter Vutrisiran gegenüber 24% unter Placebo.

Wechselwirkungen

  • Keine klinischen Interaktionsstudien; klinisch relevante Wechselwirkungen werden nicht erwartet.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Nicht während der Schwangerschaft anwenden; bei Kinderwunsch Vutrisiran und Vitamin-A-Ergänzung absetzen und Normalisierung des Vitamin-A-Spiegels abwarten.
  • Stillzeit: Entscheidung zwischen Abstillen und Therapieverzicht nach Nutzen-Risiko-Abwägung.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • AmvuttraAlnylam Netherlands B.V. · EMEA/H/C/005852

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Amvuttra
Liechtenstein
Amvuttra
Norwegen
Amvuttra

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Amvuttra – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/amvuttra-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.