Regorafenib
Stivarga · ATC-Code L01EX05
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Regorafenib
- ATC-Code
- L01EX05
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Stivarga 40 mg Filmtabletten.
- Zulassungsinhaber
- Bayer Pharma AG
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Regorafenib (Stivarga) ist ein oraler Multikinasehemmer zur Behandlung fortgeschrittener kolorektaler Karzinome, gastrointestinaler Stromatumoren und hepatozellulärer Karzinome.
Anwendung
- Metastasiertes kolorektales Karzinom bei Erwachsenen nach oder ohne Eignung für verfügbare Therapien (Fluoropyrimidin-Chemotherapie, Anti-VEGF- und Anti-EGFR-Therapie).
- Inoperable oder metastasierte gastrointestinale Stromatumoren (GIST) nach Progression unter oder Unverträglichkeit von Imatinib und Sunitinib.
- Hepatozelluläres Karzinom nach Vorbehandlung mit Sorafenib.
Dosierung
- 160 mg (4 Tabletten zu 40 mg) einmal täglich für 3 Wochen, danach 1 Woche Pause (4-Wochen-Zyklus).
- Dosisanpassungen in Schritten von 40 mg; niedrigste empfohlene Tagesdosis 80 mg, Höchstdosis 160 mg. Bei Hand-Fuß-Hautreaktion oder Leberwerterhöhung nach festgelegtem Schema reduzieren oder pausieren (siehe Volltext).
- Täglich zur gleichen Zeit nach einer leichten, fettarmen Mahlzeit (weniger als 30 % Fett) unzerkaut mit Wasser einnehmen.
- Vergessene Dosis am selben Tag nachholen, aber nie zwei Dosen an einem Tag; nach Erbrechen keine zusätzlichen Tabletten.
- Keine Dosisanpassung bei leichter Leberfunktionsstörung; weitere Angaben zu Leber- und Nierenfunktionsstörung siehe Volltext.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Leberwertveränderungen häufig, selten schwere Leberschäden bis hin zu tödlichem Leberversagen; Leberwerte vor Beginn, in den ersten 2 Monaten mindestens alle zwei Wochen, danach mindestens monatlich.
- Blutungen, Magen-Darm-Perforationen und Fisteln; Infektionen.
- Myokardischämie und -infarkt: bei Auftreten Behandlung unterbrechen.
- Hypertonie und Hand-Fuß-Hautreaktion sind häufig und können Dosisanpassungen erfordern.
- Höheres Risiko schwerer Leberschäden bei asiatischen Patienten; bei Gilbert-Syndrom leichte indirekte Hyperbilirubinämie möglich.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten (≥ 30 %): Schmerzen, Hand-Fuß-Hautreaktion, Schwäche/Müdigkeit, Durchfall, verminderter Appetit, Hypertonie und Infektionen.
- Schwerwiegendste Nebenwirkungen: schwere Leberschäden, Blutungen, Magen-Darm-Perforation und Infektionen.
Wechselwirkungen
- Starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Clarithromycin, Grapefruitsaft, Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol) und starke UGT1A9-Hemmer vermeiden.
- Rifampicin senkte die Regorafenib-AUC um etwa 50 %; starke CYP3A4-Induktoren vermeiden.
- Regorafenib hemmt UGT1A1.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Nur bei eindeutiger Notwendigkeit in der Schwangerschaft; Frauen und Männer sollen bis 8 Wochen nach Therapieende verhüten.
- Während der Behandlung nicht stillen.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- StivargaBayer Pharma AG · EMEA/H/C/002573
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- StivargaBAYER TÜRK KİMYA SAN. LTD. ŞTİ. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Stivarga
- Liechtenstein
- Stivarga
- Norwegen
- Stivarga
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Stivarga – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/stivarga-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.