Avapritinib

Ayvakyt · ATC-Code L01EX18

Steckbrief
Wirkstoff
Avapritinib
ATC-Code
L01EX18
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
AYVAKYT 25 mg Filmtabletten / AYVAKYT 50 mg Filmtabletten / AYVAKYT 100 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Blueprint Medicines (Netherlands) B.V.
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Avapritinib ist ein Kinase-Hemmer, der gegen mutierte KIT- und PDGFRA-Kinasen wirkt. Es wird bei bestimmten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) und bei systemischer Mastozytose eingesetzt.

Anwendung

  • Monotherapie bei Erwachsenen mit nicht resezierbaren oder metastasierten GIST mit PDGFRA-D842V-Mutation.
  • Monotherapie bei Erwachsenen mit fortgeschrittener systemischer Mastozytose (aggressive SM, SM mit assoziierter hämatologischer Neoplasie oder Mastzellleukämie) nach mindestens einer systemischen Therapie.
  • Erwachsene mit indolenter systemischer Mastozytose (ISM) mit mäßigen bis schweren Symptomen, die mit symptomatischer Behandlung nicht ausreichend kontrolliert sind.

Dosierung

  • Ayvakyt, GIST: 300 mg einmal täglich auf nüchternen Magen; bei unvermeidbarer Gabe eines mäßigen CYP3A-Hemmers Anfangsdosis auf 100 mg einmal täglich reduzieren.
  • Ayvakyt, fortgeschrittene systemische Mastozytose: 200 mg einmal täglich (zugleich Höchstdosis); bei Thrombozyten < 50 x 10⁹/l nicht empfohlen; mit mäßigem CYP3A-Hemmer 50 mg einmal täglich.
  • Ayvakyt, indolente systemische Mastozytose: 25 mg einmal täglich (zugleich Höchstdosis); starke oder mäßige CYP3A-Hemmer müssen vermieden werden.
  • Bei Nebenwirkungen Unterbrechung und/oder stufenweise Dosisreduktion; bei intrakranieller Blutung dauerhaft absetzen – Einzelheiten siehe Volltext.
  • Schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C): reduzierte Anfangsdosis (GIST 200 mg, fortgeschrittene SM 100 mg täglich, ISM 25 mg jeden zweiten Tag). Bei schwerer Nierenfunktionsstörung nicht empfohlen (nicht untersucht).

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Blutungen, auch schwere gastrointestinale und intrakranielle Blutungen; Blutbild inklusive Thrombozyten und Gerinnung überwachen, besonders unter Antikoagulanzien.
  • Vor Therapiebeginn das Risiko einer intrakraniellen Blutung abwägen (z. B. Aneurysma, frühere Hirnblutung, Schlaganfall im Vorjahr, Thrombozytopenie).
  • Kognitive Effekte wie Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und Enzephalopathie können auftreten.
  • Flüssigkeitsretention mit Ödemen und Pleuraergüssen; QT-Verlängerung bei GIST und fortgeschrittener SM.
  • Erhöhungen von Bilirubin und Transaminasen; Lichtempfindlichkeit – direkte Sonne meiden.

Nebenwirkungen

  • GIST: am häufigsten Übelkeit (45 %), Müdigkeit (40 %), Anämie (39 %), periorbitale Ödeme (33 %), Gesichtsödeme (27 %), Hyperbilirubinämie (28 %), Durchfall (26 %), Erbrechen (24 %) und Gedächtnisstörungen (20 %).
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: am häufigsten periorbitale Ödeme (38 %), Thrombozytopenie (37 %), periphere Ödeme (33 %) und Anämie (22 %).
  • Schwerwiegend: intrakranielle Blutung, Enzephalopathie, Pleuraerguss.

Wechselwirkungen

  • Starke oder mäßige CYP3A-Hemmer erhöhen die Avapritinib-Spiegel und sollen vermieden werden.
  • Starke oder mäßige CYP3A-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Johanniskraut) senken die Spiegel und sollen vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Kann den Fötus schädigen; vor Beginn Schwangerschaftsstatus prüfen. Frauen müssen während und 6 Wochen nach der letzten Dosis, Männer mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter während und 2 Wochen danach wirksam verhüten.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • AyvakytBlueprint Medicines (Netherlands) B.V. · EMEA/H/C/005208

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Ayvakyt
Liechtenstein
Ayvakyt
Norwegen
Ayvakyt

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Ayvakyt – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/ayvakyt-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.