Cenobamate

Ontozry · ATC-Code N03AX

Steckbrief
Wirkstoff
Cenobamate
Wirkstoffgruppe
Antikonvulsivum
ATC-Code
N03AX
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Ontozry 12,5 mg Tabletten / Ontozry 25 mg Filmtabletten / Ontozry 50 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Angelini Pharma S.p.A
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Cenobamat (Ontozry) ist ein Antiepileptikum zur Zusatzbehandlung fokaler Anfälle bei Erwachsenen mit Epilepsie, die trotz mindestens 2 Antiepileptika nicht ausreichend kontrolliert sind.

Anwendung

  • Zusatzbehandlung fokal beginnender Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen nach Vorbehandlung mit mindestens 2 Antiepileptika

Dosierung

  • Beginn mit 12,5 mg pro Tag, schrittweise Titration alle zwei Wochen bis zur Zieldosis von 200 mg pro Tag
  • Titrationsschema: 12,5 mg, 25 mg, 50 mg, 100 mg, 150 mg, dann 200 mg; darf wegen schwerer Nebenwirkungen nicht beschleunigt werden
  • Bei Bedarf Steigerung um 50 mg/Tag alle zwei Wochen bis maximal 400 mg täglich
  • Nierenfunktionsstörung: Vorsicht, Höchstdosis 300 mg/Tag; nicht bei terminaler Niereninsuffizienz oder Hämodialyse
  • Leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung: Höchstdosis 200 mg/Tag; nicht bei schwerer Leberfunktionsstörung
  • Absetzen schrittweise über mindestens 2 Wochen

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen Bestandteil
  • Familiäres Short-QT-Syndrom

Wichtige Warnhinweise

  • Suizidgedanken und suizidales Verhalten; Patienten entsprechend überwachen
  • DRESS (teils lebensbedrohlich) bei hoher Anfangsdosis und schneller Titration berichtet
  • Dosisabhängige Verkürzung des QTc-Intervalls
  • Ältere Patienten: vorsichtige Dosiswahl

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Somnolenz, Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen
  • Häufigste Abbruchgründe: Ataxie, Schwindel, Somnolenz, Nystagmus, Vertigo, Doppeltsehen (dosisabhängig)
  • Häufig: Verwirrtheit, Reizbarkeit; gelegentlich Überempfindlichkeit

Wechselwirkungen

  • Kann die Exposition von CYP3A4- und CYP2B6-Substraten senken und von CYP2C19-Substraten erhöhen
  • ZNS-dämpfende Mittel (Alkohol, Barbiturate, Benzodiazepine): erhöhtes Risiko neurologischer Nebenwirkungen; ggf. Dosisreduktion
  • Orale Kontrazeptiva: zusätzliche nicht-hormonelle Verhütung nötig
  • Wechselwirkungen mit anderen Antiepileptika (z. B. Phenytoin) siehe Volltext

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Nicht empfohlen bei Frauen im gebärfähigen Alter ohne Verhütung; unter oralen Kontrazeptiva zusätzlich nicht-hormonell verhüten bis 4 Wochen nach Absetzen

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • OntozryAngelini Pharma S.p.A · EMEA/H/C/005377

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Ontozry
Liechtenstein
Ontozry
Norwegen
Ontozry

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Ontozry – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/ontozry-epar-product-information_de.pdf
  2. Wikidata (CC0): ATC N03AX.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.