Cenobamate: Fachinformation – Dosierung, Gegenanzeigen, Wechselwirkungen, Nebenwirkungen
Für Fachkreise
4.1 Anwendungsgebiete
Ontozry wird angewendet zur adjunktiven Behandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei erwachsenen Patienten mit Epilepsie, die trotz einer vorangegangenen Behandlung mit mindestens 2 antiepileptischen Arzneimitteln nicht ausreichend kontrolliert sind.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Erwachsene
Die empfohlene Anfangsdosis von Cenobamat beträgt 12,5 mg pro Tag und wird schrittweise auf die empfohlene Zieldosis von 200 mg pro Tag titriert. Basierend auf dem klinischen Ansprechen kann die Dosis auf maximal 400 mg pro Tag erhöht werden.
Der empfohlene Titrationsplan ist in Tabelle 1 angegeben. Dieser sollte wegen des Potenzials für schwerwiegende Nebenwirkungen nicht überschritten werden (siehe Abschnitt 4.8).
Tabelle 1: Empfohlene Dosierung bei Erwachsenen mit fokalen Anfällen bei Epilepsie Behandlungsphase Dosis (pro Tag, oral) Dauer Einleitung der Behandlung 12,5 mg Wochen 1 und 2 25 mg Wochen 3 und 4 Titration 50 mg Wochen 5 und 6 100 mg Wochen 7 und 8 150 mg Wochen 9 und 10 Zieldosis 200 mg Wochen 11 und 12 und danach Dosisoptimierung Einige Patienten, die keine optimale Anfallskontrolle erreichen, können von Dosen über 200 mg (erhöht in Schritten von 50 mg/Tag alle zwei Wochen) bis zu einem Maximum von 400 mg täglich profitieren.
Versäumte Dosen
Wenn Patienten eine Dosis versäumen, wird empfohlen, eine Einzeldosis einzunehmen, sobald sie sich daran erinnern, es sei denn, der Zeitraum bis zur nächsten regulär geplanten Dosis beträgt weniger als 12 Stunden.
Behandlungsabbruch
Es wird empfohlen, die Behandlung schrittweise (d. h. über mindestens 2 Wochen) abzusetzen, um das Potenzial für Rebound-Anfälle zu minimieren, es sei denn, Sicherheitsbedenken erfordern ein abruptes Absetzen.
Ältere Personen (65 Jahre und älter)
Die Anzahl von Probanden ab dem Alter von 65 Jahren in klinischen Studien mit Cenobamat war nicht ausreichend, um festzustellen, ob sie anders ansprechen als jüngere Patienten. Es wurde berichtet, dass bei älteren Patienten, die antiepileptische Arzneimittel einnehmen, häufiger unerwünschte Reaktionen wie Ermüdung, Gangstörung, Sturz, Ataxie, Gleichgewichtsstörung, Schwindel und Somnolenz auftreten. Im Allgemeinen sollte die Dosisauswahl für einen älteren Patienten vorsichtig erfolgen, in der Regel beginnend am unteren Ende des Dosierungsbereichs, um die größere Häufigkeit von verminderter Leber- oder Nierenfunktion und von Begleiterkrankungen sowie die möglichen Wechselwirkungen bei Patienten mit Polypharmazie zu berücksichtigen (siehe Abschnitt 4.4).
Nierenfunktionsstörung
Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer (Kreatinin-Clearance 30 bis < 90 ml/min) oder schwerer (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) Nierenfunktionsstörung sollte Cenobamat mit Vorsicht angewendet werden, und es kann eine Reduzierung der Zieldosis erwogen werden. Die maximal empfohlene Dosis bei Patienten mit leichter, mittelschwerer oder schwerer Nierenfunktionsstörung beträgt 300 mg/Tag. Cenobamat sollte bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz oder bei Patienten, die sich einer Hämodialyse unterziehen, nicht angewendet werden.
Leberfunktionsstörung
Die Exposition gegenüber Cenobamat war bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung erhöht. Eine Änderung der Anfangsdosis ist nicht erforderlich; eine Verringerung der Zieldosen um bis zu 50 % muss jedoch gegebenenfalls in Betracht gezogen werden. Die maximal empfohlene Dosis bei Patienten mit leichter und mittelschwerer Leberfunktionsstörung beträgt 200 mg/Tag. Cenobamat sollte nicht bei Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung angewendet werden.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cenobamat bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 Monaten bis 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Cenobamat sollte in der Regel einmal täglich zu einem beliebigen Zeitpunkt als orale Einzeldosis eingenommen werden. Es sollte jedoch vorzugsweise jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden. Es kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Die Tablette sollte mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Die Tabletten können nicht genau geteilt werden, da es keine Bruchlinie gibt und die Genauigkeit der Dosis nicht gewährleistet werden kann.
Die Tablette kann als Ganzes eingenommen oder zerkleinert werden. Die zerkleinerte Tablette kann mit Wasser gemischt und oral oder über eine nasogastrale Sonde verabreicht werden (siehe Abschnitt 6.6).
Verabreichung von zerkleinerten Tabletten über eine nasogastrale (NG) Sonde
Die zerkleinerten Ontozry Tabletten können mit Wasser gemischt und wie folgt auch über eine nasogastrale Ernährungssonde (NG-Sonde) verabreicht werden:
1. Zerkleinern Sie die entsprechende Anzahl an Tabletten für die verordnete Dosis.
2. Mischen Sie die zerkleinerten Tabletten und 25 ml Wasser in einem geeigneten Behälter.
3. Schütteln Sie den Behälter, um die zerdrückten Tabletten zu suspendieren.
4. Stellen Sie sicher, dass keine Partikel im Behälter verbleiben, und verabreichen Sie die Suspension mit einer Spritze in die NG-Sonde.
5. Füllen Sie die Katheterspitzen-Spritze erneut mit 10 ml Wasser, schwenken Sie sie leicht und verabreichen Sie die Suspension mit einer Spritze in die NG-Sonde.
6. Überprüfen Sie visuell, keine Partikel in der Spritze verbleiben. Wenn Partikel verbleiben, wiederholen Sie Schritt 5.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Familiäres Short-QT-Syndrom (siehe Abschnitt 4.4).
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die häufigsten berichteten unerwünschten Reaktionen waren Somnolenz, Schwindelgefühl, Ermüdung, Sehstörungen und andere ZNS-bezogene Symptome.
Die Abbruchraten wegen unerwünschter Reaktionen in klinischen Studien betrugen 5 %, 6 % und 19 % bei Patienten, die randomisiert Cenobamat in Dosen von 100 mg/Tag, 200 mg/Tag und 400 mg/Tag erhielten, verglichen mit 3 % bei Patienten, die randomisiert Placebo erhielten. Die Dosis von 400 mg war stärker mit unerwünschten Reaktionen assoziiert, insbesondere, wenn sie gleichzeitig mit Clobazam eingenommen wurde.
Die unerwünschten Reaktionen, die am häufigsten zum Absetzen führten, waren in absteigender Reihenfolge der Häufigkeit: Ataxie (1,6 % vs. 0,5 % Placebo), Schwindelgefühl (1,6 % vs. 0,5 % Placebo), Somnolenz (1,4 % vs. 0,5 % Placebo), Nystagmus (0,7 % vs. 0 % Placebo), Vertigo (0,7 % vs. 0 % Placebo) und Doppeltsehen (0,5 % vs. 0 % Placebo). Diese unerwünschten Reaktionen sind dosisabhängig und das Titrationsschema sollte strikt befolgt werden.
Tabellarische Auflistung von Nebenwirkungen
Die in klinischen Studien berichteten Nebenwirkungen sind in Tabelle 2 nach Systemorganklasse (SOC) und nach Häufigkeit aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen in absteigender Reihenfolge des Schweregrades angeordnet: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) und selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000).
Tabelle 2: Tabellarische Auflistung von Nebenwirkungen
Systemorganklasse
Häufigkeit
Nebenwirkungen aus klinischen Studien
Erkrankungen des
Immunsystems
Gelegentlich
Überempfindlichkeit*
Psychiatrische
Erkrankungen
Häufig
Verwirrtheitszustand, Reizbarkeit
Gelegentlich
Suizidgedanken
Erkrankungen des
Nervensystems
Sehr häufig
Somnolenz*, Anomalien der Koordination und des
Gangs*, Kopfschmerzen
Häufig
Dysarthrie, Nystagmus, Aphasie, eingeschränktes
Erinnerungsvermögen
Augenerkrankungen
Häufig
Doppeltsehen, Verschwommensehen
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrakts
Häufig
Obstipation, Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen,
Mundtrockenheit
Erkrankungen der
Haut und des
Unterhautgewebes
Häufig
Ausschlag*
Selten
Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
Leber- und
Gallenerkrankungen
Selten
Leberschaden
Häufig
Erhöhte Leberenzyme*
*Gruppierte Begriffe: Somnolenz: Somnolenz, Ermüdung, Sedierung und Hypersomnie; Anomalien der Koordination und des Gangs: Schwindelgefühl, Vertigo, Gleichgewichtsstörung, Ataxie, Gangstörung und anormale Koordination; Überempfindlichkeit: Überempfindlichkeit, Arzneimittelüberempfindlichkeit, Augenlidödem; Hautausschlag: Hautausschlag, erythematöser Ausschlag, generalisierter Ausschlag, makulöser Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag, morbilliformer Ausschlag, papulöser Ausschlag, Ausschlag mit Juckreiz; Erhöhte Leberenzyme:
Alaninaminotransferase erhöht, Aspartataminotransferase erhöht, Leberenzyme erhöht, Leberfunktion anormal, Transaminasen erhöht, Gamma-Glutamyltransferase erhöht.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
Innerhalb von 2 bis 4 Wochen nach Beginn der Einnahme von Cenobamat in Studien mit hohen Anfangsdosen (50 mg oder 100 mg einmal täglich) und wöchentlicher oder schnellerer Titration wurden drei Fälle von DRESS berichtet. Als Cenobamat mit 12,5 mg/Tag begonnen und alle zwei Wochen titriert wurde, wurden in einer offenen Sicherheitsstudie mit 1 340 Epilepsiepatienten keine Fälle von DRESS berichtet.
Zum Zeitpunkt der Verordnung sollten die Patienten über die Anzeichen und Symptome von DRESS informiert und engmaschig auf Hautreaktionen überwacht werden. Zu den Symptomen von DRESS gehören typischerweise, wenn auch nicht ausschließlich, Fieber, Hautausschlag in Verbindung mit einer Beteiligung anderer Organsysteme, Lymphadenopathie, Anomalien der Leberfunktionstests und Eosinophilie. Es ist wichtig zu beachten, dass es frühe Manifestationen von Überempfindlichkeit, wie Fieber oder Lymphadenopathie, geben kann, auch wenn ein Ausschlag nicht evident ist. Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hindeuten, sollte Cenobamat sofort abgesetzt und (gegebenenfalls) eine alternative Behandlung erwogen werden. Ontozry sollte immer
mit 12,5 mg einmal täglich begonnen und nicht schneller als einmal alle zwei Wochen titriert werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4.).
Leber- und Gallenerkrankungen
Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Cenobamat wurde über Leberschäden, einschließlich eines deutlichen Anstiegs der Lebertransaminasen und des Bilirubins, sowie über Leberversagen berichtet. Viele dieser Fälle traten im Zusammenhang mit einer Polytherapie mit weiteren Antiepileptika auf. In den meisten Fällen führte eine Dosisreduktion oder das Absetzen von Cenobamat zu einer raschen Normalisierung der Serumtransaminasen (siehe Abschnitt 4.4).
Überempfindlichkeit
Bei vier (0,9 %) mit Cenobamat behandelten Patienten und einem (0,5 %) Placebo-Patienten kam es zu einem Überempfindlichkeitsereignis. Bei zwei Patienten in der Cenobamat-Gruppe kam es zu einer Arzneimittelüberempfindlichkeit. Bei einem mit Cenobamat behandelten Patienten kam es zu einem Überempfindlichkeitsereignis und bei einem mit Cenobamat behandelten Patienten zu einem Ereignis mit einem Augenlidödem. Bei dem Placebo-Patienten kam es zu einem Überempfindlichkeitsereignis.
Alle Ereignisse wurden als leicht oder mittelschwer eingestuft.
Ältere Personen
Sicherheitsdaten aus den gepoolten doppelblinden Datensätzen und allen Phase-2/3-Datensätzen gemeinsam mit PK-Daten aus einer Phase-1-Studie zeigten keine zusätzlichen Sicherheitsrisiken bei älteren Patienten im Alter von > 65 Jahren bei Studieneintritt. Eine zusätzliche Unterteilung nach Alter bei Patienten, die bei der Studienteilnahme > 65 Jahre alt waren, ergab für diese 87 Patienten ähnliche Ergebnisse hinsichtlich unerwünschten Ereignissen wie bei den 51 Patienten, die bei Studieneintritt > 65 Jahre alt waren (siehe Abschnitt 4.2).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V. aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Suizidgedanken
Suizidgedanken und suizidales Verhalten wurden bei Patienten berichtet, die mit Antiepileptika, einschließlich Cenobamat, behandelt wurden. Eine Metaanalyse randomisierter placebokontrollierter Studien mit Antiepileptika hat ebenfalls ein geringfügig erhöhtes Risiko für Suizidgedanken und -verhalten gezeigt. Der Mechanismus dieses Risikos ist nicht bekannt. Daher sollten die Patienten auf Anzeichen suizidaler Gedanken und Verhaltensweisen überwacht werden und eine angemessene Behandlung sollte erwogen werden.
Patienten (und Betreuern von Patienten) sollte geraten werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen für suizidale Gedanken oder suizidales Verhalten auftreten.
Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS- Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms)
Eine Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein kann, wurde in Verbindung mit Cenobamat berichtet, wenn mit höheren Dosen begonnen und schnell titriert wurde (wöchentliche oder schnellere Titration) (siehe Abschnitt 4.8). Als Cenobamat mit 12,5 mg/Tag begonnen und alle zwei Wochen titriert wurde,
wurden in einer offenen Sicherheitsstudie mit 1 340 Epilepsiepatienten keine Fälle von DRESS gemeldet.
Zum Zeitpunkt der Verordnung sollten die Patienten über die Anzeichen und Symptome von DRESS informiert und engmaschig auf Hautreaktionen überwacht werden. Zu den Symptomen von DRESS gehören typischerweise, wenn auch nicht ausschließlich, Fieber, Hautausschlag in Verbindung mit einer Beteiligung anderer Organsysteme, Lymphadenopathie, Anomalien der Leberfunktionstests und Eosinophilie. Es ist wichtig zu beachten, dass es frühe Manifestationen von Überempfindlichkeit, wie Fieber oder Lymphadenopathie, geben kann, auch wenn ein Ausschlag nicht evident ist. Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hindeuten, sollte Cenobamat sofort abgesetzt und (gegebenenfalls) eine alternative Behandlung erwogen werden.
Leberschaden
Bei Patienten, die mit Cenobamat behandelt wurden, wurden erhöhte Leberenzymwerte und seltene Fälle von schwerem Leberschaden einschließlich Leberversagen berichtet. Viele dieser Fälle traten im Zusammenhang mit einer Polytherapie mit weiteren Antiepileptika auf (siehe Abschnitt 4.8).
Serumtransaminasen (ALT und AST), Gamma-Glutamyltransferase (GGT), alkalische Phosphatase und Gesamtbilirubin sollten vor Beginn der Behandlung mit Cenobamat bestimmt und während der Therapie überwacht werden. Wenn ein Leberschaden vermutet oder festgestellt wird, sollte eine Dosisreduktion oder ein Absetzen von Cenobamat in Betracht gezogen werden.
QT-Zeit-Verkürzung
Unter Cenobamat wurde eine dosisabhängige Verkürzung des QTcF-Intervalls beobachtet.
Reduktionen des QTcF-Intervalls unter 340 ms wurden nicht beobachtet (siehe Abschnitt 5.1). In klinischen Studien gab es keine Hinweise darauf, dass die Kombination von Cenobamat mit anderen Antiepileptika zu einer weiteren QT-Zeit-Verkürzung führte. Ärzte sollten bei der Verordnung von Cenobamat in Kombination mit anderen Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie die QT-Zeit verkürzen, Vorsicht walten lassen.
Das familiäre Short-QT-Syndrom ist ein seltenes genetisches Syndrom, das mit einem erhöhten Risiko für plötzlichen Tod und ventrikuläre Arrhythmien, insbesondere Kammerflimmern, verbunden ist.
Cenobamat darf bei Patienten mit familiärem Short-QT-Syndrom nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Enthält Lactose
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Cenobamat wird in großem Umfang metabolisiert, hauptsächlich durch Glucuronidierung und in geringerem Maße durch Oxidation.
Cenobamat kann die Exposition von Arzneimitteln verringern, die hauptsächlich von CYP3A4 und 2B6 metabolisiert werden. Cenobamat kann die Exposition von Arzneimitteln erhöhen, die hauptsächlich von CYP2C19 metabolisiert werden. Wenn die Behandlung mit Cenobamat begonnen oder abgebrochen oder die Dosis geändert wird, kann es 2 Wochen dauern, bis das neue Niveau der Enzymaktivität erreicht ist.
Pharmakodynamische Wechselwirkungen
ZNS-Depressiva
Die gleichzeitige Einnahme von Cenobamat mit anderen ZNS-Depressiva, einschließlich Alkohol, Barbituraten und Benzodiazepinen, kann das Risiko neurologischer Nebenwirkungen erhöhen. Daher müssen die Dosen von Barbituraten und Benzodiazepinen bei gleichzeitiger Anwendung mit
Cenobamat auf der Grundlage des individuellen Ansprechens möglicherweise reduziert werden, wie klinisch angemessen.
Wechselwirkungen mit anderen Antiepileptika
Arzneimitteltyp oder
Substrat
Klinische Empfehlung
Auswirkung auf PK-
Parameter
Antiepileptika
Phenytoin
Eine Dosisanpassung von
Cenobamat ist nicht erforderlich.
Die Phenytoinkonzentrationen sollten während der Titration von Cenobamat überwacht werden, und je nach individueller Reaktion muss die Phenytoindosis möglicherweise reduziert werden.
↑ Phenytoin
Plasmakonzentrationen
In einer Studie an gesunden
Probanden verringerte die gleichzeitige Anwendung von
Cenobamat 200 mg/Tag und
Phenytoin 300 mg/Tag die
Cenobamat-Exposition leicht
(Cmax um -27 %, AUC um -28 %) und erhöhte die
Phenytoin-Exposition (Cmax um 67 %, AUC um 84 %).
Phenobarbital
Eine Dosisanpassung von
Cenobamat ist nicht erforderlich.
Die
Phenobarbitalkonzentrationen sollten während der Titration von Cenobamat überwacht werden, und je nach individueller Reaktion muss die Phenobarbitaldosis möglicherweise reduziert werden.
↑ Phenobarbital
Plasmakonzentrationen
In einer Studie an gesunden
Probanden bewirkte die gleichzeitige Gabe von
Cenobamat 200 mg/Tag und
Phenobarbital 90 mg/Tag keine klinisch bedeutsamen
Veränderungen der
Cenobamat-Exposition, führte jedoch zu einer erhöhten
Phenobarbital-Exposition (Cmax um 34 % und AUC um 37 %).
Clobazam
Eine Dosisanpassung von
Cenobamat ist nicht erforderlich.
Aufgrund einer möglichen
Erhöhung der Exposition des aktiven Metaboliten von
Clobazam
(N-Desmethylclobazam), die mit der Induktion von
CYP3A4 (Bildung) und der
Hemmung von
CYP2C19 (Elimination) zusammenhängt, muss die
Dosis von Clobazam möglicherweise reduziert werden.
↑ Plasmakonzentrationen des aktiven Metaboliten von
Clobazam
Pharmakometrische Analysen der Daten von gesunden
Probanden und Patienten zeigen, dass Clobazam die
Cenobamat-Exposition leicht erhöht (um 24 %).
Lamotrigin
Je nach individueller Reaktion muss die Cenobamat-Dosis möglicherweise erhöht werden.
↓ Lamotrigin
Plasmakonzentrationen
Basierend auf
Subpopulationsanalysen von
Patienten, die gleichzeitig
Lamotrigin einnehmen, können höhere Dosen (200 –
400 mg/Tag) von Cenobamat für die Wirksamkeit erforderlich sein.
Pharmakometrische Analysen von Daten gesunder Probanden und Patienten zeigten, dass die gleichzeitige Anwendung von Cenobamat mit Lamotrigin keinen Einfluss auf die Cenobamat-Exposition hatte, jedoch zu dosisabhängigen Verringerungen der Lamotrigin-Konzentrationen führte (um -21 %, -35 % und -52 % bei Cenobamat 100, 200 und 400 mg/Tag).
Carbamazepin
Es wurden keine klinisch bedeutsamen Wirkungsverluste beobachtet.
Daher sind keine
Dosisanpassungen erforderlich sowohl für Carbazepin als auch für Cenobamat.
↓ Carbamazepin
Plasmakonzentrationen
In einer Studie an gesunden
Probanden zeigte die gleichzeitige Anwendung von
Cenobamat 200 mg einmal täglich und
Carbamazepin 200 mg zweimal täglich keine signifikante
Veränderung der
Cenobamat-Exposition, die
Carbamazepin-Exposition war jedoch leicht reduziert (Cmax um 23 %, AUC um 24 % reduziert).
Valproinsäure
Eine Dosisanpassung von
Cenobamat oder Valproinsäure ist nicht erforderlich.
Keine klinisch relevante
Wirkung von Valproinsäure
In einer Studie an gesunden
Probanden zeigte die gleichzeitige Anwendung von
Cenobamat 150 mg einmal täglich und Valproinsäure 1
000 mg einmal täglich keine signifikanten Veränderungen in der Exposition beider Arzneimittel.
Pharmakometrische Analysen der Daten von gesunden
Probanden und Patienten zeigten, dass die gleichzeitige
Anwendung von Cenobamat mit Valproinsäure die
Cenobamat-Exposition nicht beeinflusste und keine klinisch relevanten Verringerungen der Valproinsäurekonzentration aufwies. Es sind keine Dosisanpassungen erforderlich.
Lacosamid, Levetiracetam und
Oxcarbazepin
Für Cenobamat, Lacosamid,
Levetiracetam oder
Oxcarbazepin sind keine
Dosisanpassungen erforderlich.
Keine klinisch relevante
Wirkung von Lacosamid,
Levetiracetam und
Oxcarbazepin
Pharmakometrische Analysen von Daten gesunder Probanden und Patienten zeigten, dass die gleichzeitige Anwendung von Lacosamid, Levetiracetam oder Oxcarbazepin keinen Einfluss auf die Exposition von Cenobamat hatte und dass Cenobamat keine klinisch relevante Wirkung auf die Exposition von Lacosamid, Levetiracetam oder Oxcarbazepin hatte
Andere Arzneimittel
Arzneimitteltyp oder
Substrat
Klinische Empfehlung
Auswirkung auf PK-
Parameter
Orale Kontrazeptiva (CYP3A4) Frauen im gebärfähigen Alter, die gleichzeitig orale Kontrazeptiva anwenden, sollten zusätzliche oder alternative nicht-hormonelle Verhütungsmaßnahmen praktizieren (siehe Abschnitt 4.6).
↓ Orale Kontrazeptiva
Plasmakonzentrationen
Cenobamat zeigte eine dosisabhängige Induktion von
CYP3A4 und reduzierte mit
Cenobamat 200 mg/Tag bei gesunden Probanden die
Exposition (AUC) des
CYP3A4-Substrats,
Midazolam 2 mg um 72 %. Da hormonale Kontrazeptiva ebenfalls durch
CYP3A4 metabolisiert werden können, kann ihre Wirksamkeit durch die gleichzeitige Anwendung mit Cenobamat reduziert werden.
CYP3A4-Substrate
Eine Erhöhung der Dosis der von CYP3A4 metabolisierten
Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Anwendung mit
Cenobamat erforderlich sein.
↓ CYP3A4 Substrate
Plasmakonzentrationen
In einer Studie an gesunden
Probanden reduzierte die gleichzeitige Anwendung von
Cenobamat 100 und 200 mg einmal täglich die Exposition
(AUC) des CYP3A4-Substrats
Midazolam 2 mg um 27 % bzw. 72 %.
CYP2B6-Substrate
Eine Erhöhung der Dosis der von CYP2B6 metabolisierten
Arzneimittel kann bei
↓ CYP2B6 Substrate
Plasmakonzentrationen
gleichzeitiger Anwendung mit
Cenobamat erforderlich sein.
In einer Studie an gesunden
Probanden reduzierte die gleichzeitige Anwendung von
Cenobamat 200 mg einmal täglich die Exposition des
CYP2B6-Substrats,
Bupropion 150 mg (Cmax um 23 %, AUC um 39 % reduziert).
CYP2C19-Substrate
Eine Dosisreduzierung von
Arzneimitteln, die durch
CYP2C19 metabolisiert werden, kann bei gleichzeitiger
Anwendung mit Cenobamat erforderlich sein.
↑ CYP2C19 Substrate
Plasmakonzentrationen
In einer Studie an gesunden
Probanden erhöhte die gleichzeitige Anwendung von
Cenobamat 200 mg einmal täglich die Exposition des
CYP2C19-Substrats,
Omeprazol 20 mg
(Cmax-Erhöhung um 83 %,
AUC-Erhöhung um 107 %).
OAT3-Substrate
Die gleichzeitige Anwendung von Cenobamat und
Arzneimitteln, die mit
OAT3 transportiert werden, können zu einer höheren
Exposition dieser Arzneimittel führen.
↑ OAT3 Substrate
Plasmakonzentrationen
In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Cenobamat OAT3 hemmt, einen Transporter, der hauptsächlich an der Elimination bestimmter Arzneimittel beteiligt ist (z. B.
Baricitinib, Cefaclor,
Empagliflozin,
Benzylpenicillin, Ritobegron und Sitagliptin).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter und Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
Die Anwendung von Cenobamat bei gebärfähigen Frauen, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen.
Frauen im gebärfähigen Alter, die gleichzeitig orale Kontrazeptiva anwenden, müssen während der Behandlung mit Cenobamat und bis zu 4 Wochen nach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige zusätzliche oder alternative nicht-hormonelle Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitt 4.5).
Schwangerschaft
Risiken im Zusammenhang mit Epilepsie und Antiepileptika im Allgemeinen
Es hat sich gezeigt, dass bei den Nachkommen von behandelten Frauen mit Epilepsie die Prävalenz von Missbildungen zwei- bis dreimal so hoch ist wie in der Allgemeinbevölkerung mit etwa 3 %. In der behandelten Population wurde bei Polytherapie eine Zunahme der Missbildungen festgestellt; es ist jedoch nicht geklärt, inwieweit die Behandlung und/oder die Grunderkrankung dafür verantwortlich ist. Ein Abbruch der antiepileptischen Behandlung kann zu einer Verschlimmerung der Krankheit führen, was für die Mutter und den Fötus schädlich sein könnte.
Risiken im Zusammenhang mit Cenobamat
Bisher liegen oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Ontozry bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Cenobamat die Plazenta von Ratten passiert.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität bei Spiegeln unterhalb der klinischen Exposition gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Ontozry darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Cenobamat aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Cenobamat und bis zu 4 Wochen nach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitt 4.5).
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Cenobamat oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen.
Studien an Ratten zeigten, dass Cenobamat in die Muttermilch übergeht (siehe Abschnitt 5.3). Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Aus Vorsichtsgründen soll das Stillen während der Behandlung mit Ontozry unterbrochen werden.
Fertilität
Die Auswirkungen von Cenobamat auf die menschliche Fertilität sind unbekannt. Aufgrund der Exposition unterhalb des klinischen Niveaus sind tierexperimentelle Daten unzureichend (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen
Ontozry hat einen mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Cenobamat kann Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Müdigkeit, Sehstörungen und andere Symptome im Zusammenhang mit dem ZNS verursachen, die die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen können. Den Patienten wird empfohlen, kein Fahrzeug zu führen, keine komplexen Maschinen zu bedienen oder anderen potenziell gefährlichen Tätigkeiten nachzugehen, bis bekannt ist, ob Cenobamat ihre Fähigkeit zur Ausführung dieser Aufgaben beeinträchtigt (siehe Abschnitt 4.5).
4.9 Überdosierung
Die Symptome einer Überdosierung entsprechen voraussichtlich den bekannten Nebenwirkungen von Ontozry – dazu gehören Somnolenz, Müdigkeit und Schwindelgefühl. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen die Wirkungen von Cenobamat. Eine allgemeine unterstützende Betreuung des Patienten ist angezeigt, einschließlich der Überwachung der Vitalparameter und der Beobachtung des klinischen Status des Patienten.
5.
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiepileptika, andere Antiepileptika,
ATC-Code: N03AX25.
Wirkmechanismus
Cenobamat ist ein kleines Molekül mit einem dualen Wirkmechanismus. Es ist ein positiver allosterischer Modulator von Subtypen des γ-Aminobuttersäure-(GABAA-)Ionenkanals, der nicht an die Benzodiazepin-Bindungsstelle bindet. Es konnte auch gezeigt werden, dass Cenobamat das wiederholte neuronale Feuern reduziert, indem es die Inaktivierung von Natriumkanälen verstärkt und die persistente
Komponente des Natriumstroms hemmt. Der genaue Wirkmechanismus, mit dem Cenobamat seine therapeutische Wirkung bei Patienten mit fokalen Anfällen ausübt, ist unbekannt.
Pharmakodynamische Wirkungen
Kardiale Elektrophysiologie
In einer placebokontrollierten QT-Studie an gesunden Freiwilligen wurde eine dosisabhängige Verkürzung des QTcF-Intervalls mit Cenobamat beobachtet.
Die mittlere
ΔΔQTcF beträgt -10,8 [KI: -13,4, -8,2] ms bei 200 mg einmal täglich und -18,4 [KI: -21,5, -15,2] ms bei 500 mg einmal täglich (das 1,25-fache der maximal empfohlenen Dosis). Reduktionen des QTc-Intervalls unter 340 ms wurden nicht beobachtet (siehe Abschnitt 4.4).
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Die Wirksamkeit von Cenobamat als Begleittherapie bei fokalen Anfällen wurde in einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie an erwachsenen Patienten mit fokaler Epilepsie untersucht, die trotz einer Antiepileptika-Behandlung in der Vorgeschichte nicht ausreichend kontrolliert wurden. Die Patienten wurden mit ein bis drei begleitenden Antiepileptika behandelt, die im Verlauf der doppelblinden Studienbehandlung stabil blieben. Die tägliche Dosis von Cenobamat reichte von 100 bis 400 mg/Tag.
Die Studie umfasste einen 8-wöchigen prospektiven Baselinezeitraum, in dem die Patienten mindestens 3 oder 4 partielle Anfälle pro 28 Tage haben mussten, wobei die anfallsfreie Zeit 3 bis 4 Wochen nicht überschreiten durfte, gefolgt von einem 18-wöchigen Behandlungszeitraum, einschließlich 12 Wochen mit fester Dosis. Die zum Zeitpunkt des Studieneintritts am häufigsten eingenommenen Antiepileptika waren Levetiracetam, Lamotrigin, Carbamazepin und Lacosamid. Alle Patienten, die in die Studie eintraten, hatten weiterhin Anfälle, obwohl die Mehrheit in der Vergangenheit bereits mit zwei oder mehr Antiepileptika behandelt worden war. Mehr als 80 % der Patienten nahmen zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Studie gleichzeitig zwei oder mehr Antiepileptika ein. Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengefasst.
Auszug – vollständiger Text im Originaldokument. Originaldokument (PDF, EMA)
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Cenobamat wird nach oraler Anwendung gut resorbiert (mindestens 88 % bezogen auf den Nachweis im Urin), wobei die mediane Tmax zwischen 1 und 4 Stunden nach Einnahme einer oder mehrerer Dosen unter Nüchternbedingungen im Bereich von 10 bis 400 mg liegt.
Die gleichzeitige Einnahme mit einer fettreichen Mahlzeit (800-1 000 kcal mit 50 % Fett) zeigte keine signifikante Wirkung auf die Rate und das Ausmaß der Resorption von Cenobamat.
Die Plasmaexposition von mit Wasser vermischten zerkleinerten Cenobamat-Tabletten, die entweder oral oder über eine nasogastrale Sonde verabreicht wurden, war mit der von ganzen Tabletten vergleichbar (Konfidenzintervalle für AUC und Cmax innerhalb von 80-125 %). Die mediane Tmax für zerkleinerte Tabletten beträgt 0,5 Stunden.
Prozent
Prozentuale Reduktion gegenüber Baseline
P-Wert bei>= 50 %, >= 75 %, >= 90 % und >= 100 %für den paarweisen Vergleich jeder Cenobamatdosis mit Placebo aus einem Fischer-Exakt-Test.
*** p-Wert ≤ 0,001
** p-Wert = 0,002
* p-Wert = 0,036
Cenobamat 400 mg/Tag (N = 95)
Cenobamat 200 mg/Tag (N = 98)
Cenobamat 100 mg/Tag (N = 102)
Placebo (N = 102)
80 %
60 %
40 %
20 %
0 %
0 %
25 %
50 %
75 %
90 %
100 %
25,5 %
56,1 %
40,2 %
64,2 %
28,4 %
9,8 %
16,7 %
28,6 %
45,3 %
21,1 %
11,2 %
3,9 %
1,0 %
17,3 %
8,8 %
2,9 %
Verteilung
Das scheinbare Verteilungsvolumen (Vd/F) von Cenobamat nach oraler Anwendung beträgt etwa 40-50 l. Die Plasmaproteinbindung von Cenobamat beträgt 60 % und ist unabhängig von der Konzentration in vitro. Cenobamat bindet primär an humanes Albumin-Protein.
Biotransformation
Cenobamat wird weitgehend metabolisiert. Der primäre Stoffwechselweg ist die Glucuronidierung über UGT2B7 und in geringerem Maße über UGT2B4. Zu den kleineren Stoffwechselwegen für Cenobamat gehört die Oxidation über CYP2E1, CYP2A6, CYP2B6 und in geringerem Maße über CYP2C19 und CYP3A4/5.
Elimination
Auszug – vollständiger Text im Originaldokument. Originaldokument (PDF, EMA)
Stand der Information: Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.