Ganaxolon
Ztalmy · ATC-Code N03AX
Auch bekannt als: ganaxolone, Ganaksolon
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Ganaxolon (INN: ganaxolone)
- Wirkstoffgruppe
- Antikonvulsivum
- ATC-Code
- N03AX
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- ZTALMY 50 mg/ml Suspension zum Einnehmen
- Zulassungsinhaber
- Marinus Pharmaceuticals Emerald Limited
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Ganaxolon ist ein Antiepileptikum, ein neuroaktives Steroid. Es wird als Zusatzbehandlung bei epileptischen Anfällen im Rahmen der CDKL5-Mangelerkrankung bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt.
Anwendung
- Zusatzbehandlung epileptischer Anfälle in Verbindung mit CDKL5-Mangelerkrankung (CDD) bei Patienten von 2 bis 17 Jahren; die Behandlung kann ab 18 Jahren fortgesetzt werden.
Dosierung
- Ztalmy (Suspension zum Einnehmen): langsame Titration nach Ansprechen und Verträglichkeit; Gabe 3-mal täglich, möglichst in drei gleichen Einzeldosen.
- Patienten ≤ 28 kg: empfohlene Höchstdosis 63 mg/kg/Tag, aufgeteilt auf drei Gaben (alle 8 Stunden); in der Regel ist mindestens 33 mg/kg/Tag erforderlich.
- Titrationsschema nach Körpergewicht und Dosierung bei Patienten über 28 kg – siehe Volltext.
- Schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C): Dosisanpassung empfohlen.
- Nicht abrupt absetzen, sondern ausschleichen, sofern die Symptome kein sofortiges Absetzen erfordern.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Somnolenz und Sedierung; andere zentral dämpfende Mittel (Antiepileptika, Opioide, Antidepressiva, Alkohol) können diese verstärken.
- Suizidales Verhalten und Suizidgedanken unter Antiepileptika; Betreuungspersonen sollen auf Anzeichen achten.
- Während der Behandlung keinen Alkohol trinken.
- Starke CYP3A4-Induktoren vermeiden, da sie die Exposition verringern.
- Missbrauchspotenzial; abruptes Absetzen kann Entzugssymptome verursachen.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Somnolenz (29,4 %) und Fieber (23,5 %).
- Weitere: Sedierung, Hypersomnie, Lethargie, Speichelfluss/vermehrter Speichel.
Wechselwirkungen
- Starke CYP3A4-Induktoren (Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Johanniskraut) senken die Ganaxolon-Exposition; ggf. Dosiserhöhung, ohne die Höchstdosis zu überschreiten.
- CYP3A4-Hemmer: keine klinisch relevanten Veränderungen erwartet.
- Andere ZNS-dämpfende Mittel und Alkohol verstärken die sedierende Wirkung.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Nicht empfohlen in der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter ohne Verhütung.
- Geht in die Muttermilch über; Risiko für das Kind nicht auszuschließen.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ZtalmyMarinus Pharmaceuticals Emerald Limited · EMEA/H/C/005825
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Ztalmy
- Liechtenstein
- Ztalmy
- Norwegen
- Ztalmy
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Ztalmy – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/ztalmy-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC N03AX.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.