Benralizumab
Fasenra · ATC-Code R03DX10
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Benralizumab
- ATC-Code
- R03DX10
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Fasenra 30 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Fasenra 30 mg Injektionslösung im Fertigpen
- Zulassungsinhaber
- AstraZeneca AB
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Benralizumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen den Interleukin-5-Rezeptor alpha (IL-5Rα), der Eosinophile vermindert; er wird bei schwerem eosinophilem Asthma, EGPA und hypereosinophilem Syndrom angewendet (Fasenra).
Anwendung
- Zusätzliche Erhaltungstherapie bei Erwachsenen mit schwerem eosinophilem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide plus langwirksamer Beta-Agonisten unzureichend kontrolliert ist.
- Zusatzbehandlung bei Erwachsenen mit rezidivierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA).
- Zusatzbehandlung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit mindestens 35 kg mit unzureichend kontrolliertem hypereosinophilem Syndrom (HES) ohne erkennbare nicht-hämatologische sekundäre Ursache.
Dosierung
- Asthma: 30 mg subkutan alle 4 Wochen für die ersten 3 Dosen, danach alle 8 Wochen.
- EGPA: 30 mg subkutan alle 4 Wochen.
- HES (ab 12 Jahren, mindestens 35 kg): 30 mg subkutan alle 4 Wochen.
- Langzeitbehandlung; über die Fortsetzung mindestens jährlich entscheiden.
- Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten sowie bei Nieren- oder Leberfunktionsstörung.
- Vergessene Dosis so bald wie möglich nachholen; keine doppelte Dosis. Selbstanwendung nach Schulung bei Patienten ohne Anaphylaxie in der Vorgeschichte möglich.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Nicht zur Behandlung akuter Asthma-Exazerbationen.
- Kortikosteroide nach Beginn nicht abrupt absetzen; eine Reduktion soll schrittweise unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie, auch verzögert (Tage); dann dauerhaft absetzen.
- Bestehende Wurminfektionen vor Therapiebeginn behandeln; bei nicht ansprechender Infektion Behandlung bis zur Ausheilung unterbrechen.
- Nicht untersucht bei organ- oder lebensbedrohlicher EGPA bzw. lebensbedrohlichem HES.
Nebenwirkungen
- Asthma: am häufigsten Kopfschmerzen (8%) und Pharyngitis (3%); bei EGPA (17%) und HES (16%) am häufigsten Kopfschmerzen.
- Häufig: Pharyngitis, Überempfindlichkeitsreaktionen, Kopfschmerzen, Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle.
- Häufigkeit nicht bekannt: anaphylaktische Reaktion.
Wechselwirkungen
- Es wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt; ein Einfluss auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel wird nicht erwartet.
- Die Antikörperantwort auf eine saisonale Grippeimpfung schien nicht beeinträchtigt.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Vorsichtshalber Anwendung in der Schwangerschaft vermeiden, außer der erwartete Nutzen für die Mutter überwiegt das Risiko für den Fetus.
- Stillzeit: Entscheidung zwischen Abstillen und Therapieverzicht nach Nutzen-Risiko-Abwägung.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- FasenraAstraZeneca AB · EMEA/H/C/004433
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- FasenraASTRAZENECA İLAÇ SAN. VE TİC. LTD. ŞTİ. · 2 Registereinträge
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Fasenra
- Liechtenstein
- Fasenra
- Norwegen
- Fasenra
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Fasenra – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/fasenra-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.