Mepolizumab

Nucala · ATC-Code R03DX09

Steckbrief
Wirkstoff
Mepolizumab
ATC-Code
R03DX09
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Nucala 100 mg Injektionslösung im Fertigpen / Nucala 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Nucala 40 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze · Nucala 100 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Zulassungsinhaber
GlaxoSmithKline Trading Services Limited
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Mepolizumab (Nucala) ist ein monoklonaler Antikörper, der am Interleukin-5-Signalweg ansetzt. Er wird als Zusatzbehandlung bei schwerem eosinophilem Asthma und weiteren eosinophilen Erkrankungen eingesetzt.

Anwendung

  • Schweres refraktäres eosinophiles Asthma bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren (Zusatzbehandlung)
  • Schwere chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen bei Erwachsenen, zusätzlich zu intranasalen Kortikosteroiden
  • Unkontrollierte COPD mit erhöhten Bluteosinophilen bei Erwachsenen unter ICS/LABA/LAMA
  • Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) ab 6 Jahren
  • Unzureichend kontrolliertes hypereosinophiles Syndrom bei Erwachsenen

Dosierung

  • Asthma: ab 12 Jahren 100 mg subkutan alle 4 Wochen; Kinder 6 bis 11 Jahre 40 mg alle 4 Wochen
  • Nasenpolypen und COPD (Erwachsene): 100 mg subkutan alle 4 Wochen
  • EGPA: ab 12 Jahren 300 mg alle 4 Wochen; Kinder 6 bis 11 Jahre ab 40 kg 200 mg, unter 40 kg 100 mg alle 4 Wochen
  • Hypereosinophiles Syndrom (Erwachsene): 300 mg subkutan alle 4 Wochen
  • Langzeitbehandlung; Notwendigkeit mindestens jährlich überprüfen; bei Nasenpolypen ohne Ansprechen nach 24 Wochen Alternativen erwägen

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile

Wichtige Warnhinweise

  • Nicht zur Behandlung akuter Asthma- oder COPD-Exazerbationen
  • Kortikosteroide nach Therapiebeginn nicht abrupt absetzen; Reduktion nur schrittweise unter ärztlicher Aufsicht
  • Akute und verzögerte systemische Reaktionen einschließlich Überempfindlichkeit (Anaphylaxie, Urtikaria, Angioödem), auch nach langer Behandlung
  • Bestehende Wurminfektionen vor Therapiebeginn behandeln
  • Handelsname und Chargennummer zur Rückverfolgbarkeit dokumentieren

Nebenwirkungen

  • Asthma: Kopfschmerzen (20 %), Reaktionen an der Injektionsstelle (8 %), Rückenschmerzen (6 %)
  • EGPA: Kopfschmerzen (32 %), Injektionsstellenreaktionen (15 %), Rückenschmerzen (13 %); systemische allergische Reaktionen bei 4 %
  • Häufig: Infektionen der unteren Atemwege, Harnwegsinfektionen, Pharyngitis, Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Selten: Anaphylaxie

Wechselwirkungen

  • Keine Interaktionsstudien; Potenzial für Wechselwirkungen gilt als gering

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Begrenzte Daten; vorsichtshalber Anwendung in der Schwangerschaft vermeiden, nur bei überwiegendem Nutzen für die Mutter erwägen
  • Keine Daten zum Übergang in die Muttermilch beim Menschen

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • NucalaGlaxoSmithKline Trading Services Limited · EMEA/H/C/003860

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • NucalaGLAXOSMİTHKLİNE İLAÇLARI SAN. VE TİC. A.Ş. · 8 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Nucala
Liechtenstein
Nucala
Norwegen
Nucala

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Nucala – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/nucala-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.