Omalizumab
Xolair · ATC-Code R03DX05
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Omalizumab
- ATC-Code
- R03DX05
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
- Zulassungsinhaber
- Novartis Europharm Limited
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Omalizumab (Xolair) ist ein humanisierter monoklonaler Anti-IgE-Antikörper. Er wird als Zusatztherapie bei schwerem allergischem Asthma, schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen und chronischer spontaner Urtikaria angewendet.
Anwendung
- Schweres persistierendes allergisches Asthma (IgE-vermittelt) als Zusatztherapie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (6 bis <12 Jahre) trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide plus LABA
- Schwere chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) bei Erwachsenen (ab 18 Jahren) zusätzlich zu intranasalen Kortikosteroiden
- Chronische spontane Urtikaria bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren) mit unzureichendem Ansprechen auf H1-Antihistaminika
Dosierung
- Subkutane Injektion; Einleitung durch in der jeweiligen Erkrankung erfahrene Ärzte
- Asthma und CRSwNP: Dosis und Intervall richten sich nach dem IgE-Basiswert (IE/ml) und dem Körpergewicht (kg) gemäß Dosistabellen; 75 bis 600 mg in 1 bis 4 Injektionen pro Gabe
- Höchstdosis: 600 mg alle zwei Wochen
- Patienten mit IgE-Werten oder Körpergewicht außerhalb der Dosistabelle sollen kein Omalizumab erhalten
- Die ersten 3 Dosen müssen durch oder unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal gegeben werden
- Dosierung bei chronischer spontaner Urtikaria: siehe vollständiger Text
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Wichtige Warnhinweise
- Allergische Reaktionen Typ I bis zur Anaphylaxie, meist innerhalb von 2 Stunden nach der Injektion, auch nach langer Behandlungsdauer
- Serumkrankheit und serumkrankheitsähnliche Reaktionen (Arthralgie, Ausschlag, Fieber, Lymphadenopathie)
- Nicht zur Behandlung akuter Asthmaexazerbationen, akuter Bronchospasmen oder eines Status asthmaticus
- Kortikosteroide nach Therapiebeginn nicht abrupt absetzen; Reduktion nur unter ärztlicher Aufsicht
- Selten systemische Eosinophilie und Vaskulitis (Churg-Strauss-Syndrom), häufig im Zusammenhang mit der Reduktion oraler Kortikosteroide
- Vorsicht bei Patienten mit hohem Risiko für Wurminfektionen
Nebenwirkungen
- Asthma (ab 12 Jahren): am häufigsten Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerzen, Schwellung, Erythem, Juckreiz)
- Kinder (6 bis <12 Jahre): Kopfschmerzen, Fieber, Oberbauchschmerzen
- CRSwNP: Kopfschmerzen, Schwindel, Arthralgie, Oberbauchschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle
- Urtikaria: u. a. Sinusitis, Kopfschmerzen, Arthralgie, Infektionen der oberen Atemwege
- Schwerwiegend: Anaphylaxie, Serumkrankheit
Wechselwirkungen
- Geringes Interaktionspotenzial; CYP450, Effluxpumpen und Proteinbindung sind an der Elimination nicht beteiligt
- Kann indirekt die Wirksamkeit von Mitteln gegen Wurm- und andere Parasiteninfektionen verringern
Schwangerschaft und Stillzeit
- Daten aus Registern und Spontanmeldungen (zwischen 300-1 000 Schwangerschaftsausgängen) zeigen keine Fehlbildungs- oder fetale/neonatale Toxizität
- Omalizumab geht voraussichtlich in die Muttermilch über; die EXPECT-Studie zeigte keine Nebenwirkungen beim gestillten Säugling
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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Zulassung und Handelsnamen nach Land
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- Omlyclo · BiosimilarCelltrion Healthcare Hungary Kft. · EMEA/H/C/005958
- XolairNovartis Europharm Limited · EMEA/H/C/000606
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- OmlycloCELLTRİON HEALTHCARE İLAÇ SAN. VE TİC. LTD. ŞTİ. · 2 Registereinträge
- XolairNOVARTİS SAĞLIK GIDA VE TARIM ÜRÜNLERİ SAN. VE TİC. A.Ş. · 2 Registereinträge
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Omlyclo, Xolair
- Liechtenstein
- Omlyclo, Xolair
- Norwegen
- Omlyclo, Xolair
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Xolair – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/xolair-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.