Omalizumab: Fachinformation – Dosierung, Gegenanzeigen, Wechselwirkungen, Nebenwirkungen
Für Fachkreise
4.1 Anwendungsgebiete
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Allergisches Asthma
Xolair wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (6 bis <12 Jahre).
Die Behandlung mit Xolair sollte nur bei Patienten in Betracht gezogen werden, bei denen von einem IgE-(Immunglobulin E-)vermittelten Asthma ausgegangen werden kann (siehe Abschnitt 4.2).
Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren)
Xolair wird als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Patienten mit schwerem persistierendem allergischem Asthma angewendet, die einen positiven Hauttest oder In-vitro- Reaktivität gegen ein ganzjährig auftretendes Aeroallergen zeigen und sowohl eine reduzierte Lungenfunktion (FEV1 <80 %) haben als auch unter häufigen Symptomen während des Tages oder nächtlichem Erwachen leiden und trotz täglicher Therapie mit hoch dosierten inhalativen Kortikosteroiden und einem langwirkenden inhalativen Beta2-Agonisten mehrfach dokumentierte, schwere Asthma-Exazerbationen hatten.
Kinder (6 bis <12 Jahre)
Xolair wird als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Patienten mit schwerem persistierendem allergischem Asthma angewendet, die einen positiven Hauttest oder In-vitro- Reaktivität gegen ein ganzjährig auftretendes Aeroallergen zeigen und unter häufigen Symptomen während des Tages oder nächtlichem Erwachen leiden und trotz täglicher Therapie mit hoch dosierten inhalativen Kortikosteroiden und einem langwirkenden inhalativen Beta2-Agonisten mehrfach dokumentierte, schwere Asthma-Exazerbationen hatten.
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Xolair wird als Zusatztherapie zu intranasalen Kortikosteroiden (INCS) zur Behandlung von Erwachsenen (ab 18 Jahren) mit schwerer CRSwNP angewendet, bei denen durch eine Therapie mit INCS keine ausreichende Krankheitskontrolle erzielt wird.
Gilt für: Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Allergisches Asthma
Xolair wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (6 bis <12 Jahre).
Die Behandlung mit Xolair sollte nur bei Patienten in Betracht gezogen werden, bei denen von einem IgE-(Immunglobulin E-)vermittelten Asthma ausgegangen werden kann (siehe Abschnitt 4.2).
Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren)
Xolair wird als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Patienten mit schwerem persistierendem allergischem Asthma angewendet, die einen positiven Hauttest oder In-vitro- Reaktivität gegen ein ganzjährig auftretendes Aeroallergen zeigen und sowohl eine reduzierte Lungenfunktion (FEV1 <80 %) haben als auch unter häufigen Symptomen während des Tages oder nächtlichem Erwachen leiden und trotz täglicher Therapie mit hoch dosierten inhalativen
Kortikosteroiden und einem langwirkenden inhalativen Beta2-Agonisten mehrfach dokumentierte, schwere Asthma-Exazerbationen hatten.
Kinder (6 bis <12 Jahre)
Xolair wird als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Patienten mit schwerem persistierendem allergischem Asthma angewendet, die einen positiven Hauttest oder In-vitro- Reaktivität gegen ein ganzjährig auftretendes Aeroallergen zeigen und unter häufigen Symptomen während des Tages oder nächtlichem Erwachen leiden und trotz täglicher Therapie mit hoch dosierten inhalativen Kortikosteroiden und einem langwirkenden inhalativen Beta2-Agonisten mehrfach dokumentierte, schwere Asthma-Exazerbationen hatten.
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Xolair wird als Zusatztherapie zu intranasalen Kortikosteroiden (INCS) zur Behandlung von Erwachsenen (ab 18 Jahren) mit schwerer CRSwNP angewendet, bei denen durch eine Therapie mit INCS keine ausreichende Krankheitskontrolle erzielt wird.
Chronische spontane Urtikaria (csU)
Xolair wird als Zusatztherapie für die Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren) mit unzureichendem Ansprechen auf eine Behandlung mit H1-Antihistaminika angewendet.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen
Die Behandlung sollte von Ärzten eingeleitet werden, die Erfahrung mit der Diagnose und der Behandlung von schwerem persistierendem Asthma oder chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) haben.
Dosierung
Die Dosierung bei allergischem Asthma und CRSwNP folgt den gleichen Dosierungsprinzipien. Die geeignete Dosierung und Häufigkeit der Anwendung von Omalizumab bei diesen Erkrankungen wird anhand des vor Behandlungsbeginn gemessenen IgE-Basiswertes (I.E./ml) und des Körpergewichts (kg) bestimmt. Zur Dosisfestlegung ist es erforderlich, vor der ersten Anwendung den IgE-Wert des Patienten mit einem handelsüblichen Gesamt-Serum-IgE-Test zu bestimmen. Basierend auf diesen Messungen können pro Verabreichung 75 bis 600 mg Omalizumab in Form von 1 bis 4 Injektionen benötigt werden.
Für Patienten mit allergischem Asthma mit einem IgE-Basiswert unter 76 I.E./ml war ein Nutzen weniger wahrscheinlich (siehe Abschnitt 5.1). Verschreibende Ärzte sollten vor Beginn der Therapie sicherstellen, dass erwachsene und jugendliche Patienten mit einem IgE-Wert unter 76 I.E./ml und Kinder (6 bis <12 Jahre) mit einem IgE-Wert unter 200 I.E./ml eine eindeutige In-vitro-Reaktivität (RAST) gegenüber einem ganzjährig auftretenden Allergen zeigen.
Siehe Tabelle 1 für das Umrechnungsschema und Tabellen 2 und 3 zur Dosisbestimmung.
Patienten, deren IgE-Basiswert oder Körpergewicht in Kilogramm außerhalb der Grenzen der Dosierungstabelle liegen, sollten nicht mit Omalizumab behandelt werden.
Die empfohlene Maximaldosis beträgt 600 mg Omalizumab alle zwei Wochen.
Tabelle 1
Umrechnung der Dosierung auf die Anzahl der Fertigspritzen/Fertigpens*, die
Anzahl der Injektionen** und die Gesamtinjektionsmenge pro Verabreichung
Dosis
(mg)
Anzahl der Spritzen/Pens*
Anzahl der Injektionen
Gesamtinjektionsmenge
(ml)
75 mg
150 mg 300 mg*
0,5
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
3,5
4,0
*Xolair 300 mg Fertigspritze und alle Dosisstärken des Xolair-Fertigpens sind nicht für die Anwendung bei Patienten <12 Jahren vorgesehen.
**Diese Tabelle stellt die geringste Anzahl von Injektionen für die Patienten dar, es sind jedoch auch andere Dosierkombinationen mit Spritze/Pen möglich, um die gewünschte Dosis zu erreichen.
Tabelle 2
VERABREICHUNG ALLE 4 WOCHEN. Dosierung von Omalizumab (Milligramm pro Dosis) bei subkutaner Injektion alle 4 Wochen
Körpergewicht (kg)
IgE-
Basiswert
(I.E./ml)
20-
25*
>25-
30*
>30- 4
>40- 5
>50- 6
>60- 7
>70- 8
>80- 9
>90-
>125-
30-100
>100-200
>200-300
>300-400
>400-500
>500-600
>600-700
>700-800
>800-900
VERABREICHUNG ALLE 2 WOCHEN
SIEHE TABELLE 3
>900-
1 000
>1 000-
1 100
*Körpergewichte unter 30 kg wurden in den Zulassungsstudien zu CRSwNP nicht untersucht.
Tabelle 3
VERABREICHUNG ALLE 2 WOCHEN. Dosierung von Omalizumab (Milligramm pro Dosis) bei subkutaner Injektion alle 2 Wochen
Körpergewicht (kg)
IgE-
Basiswert
(I.E./ml)
20-
25*
>25-
30*
>30- 4
>40-
>50- 6
>60- 7
>70- 8
>80- 9
>90-
>125-
30-100
VERABREICHUNG ALLE 4 WOCHEN
SIEHE TABELLE 2
>100-200
>200-300
>300-400
>400-500
>500-600
>600-700
>700-800
>800-900
>900-
1 000
>1000-
1 100
>1 100-
1 200
Unzureichende Datenlage für eine
Dosisempfehlung
>1 200-
1 300
>1 300-
1 500
*Körpergewichte unter 30 kg wurden in den Zulassungsstudien zu CRSwNP nicht untersucht.
Therapiedauer, Überwachung und Dosisanpassung
Allergisches Asthma
Xolair ist angezeigt für die Langzeitbehandlung. Klinische Studien zeigten, dass es mindestens 12-16 Wochen dauert, bis die Behandlung eine Wirkung zeigt. 16 Wochen nach Beginn der Therapie mit Xolair sollte bei den Patienten die Wirksamkeit der Behandlung durch den Arzt überprüft werden, bevor weitere Injektionen verabreicht werden. Nach dem 16-Wochen-Zeitpunkt oder auch später sollte die Entscheidung zur Weiterbehandlung auf einer merklichen Verbesserung der gesamten Asthma- Kontrolle basieren (siehe Abschnitt 5.1, Ärztliche Gesamtbewertung der Wirksamkeit der Behandlung).
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
In klinischen Studien zu CRSwNP wurden nach 4 Wochen Veränderungen im Nasenpolypenscore (NPS) und im Score für nasale Kongestion (NCS) beobachtet. Die Notwendigkeit einer fortlaufenden Therapie sollte regelmäßig neu bewertet werden, basierend auf dem Schweregrad der Erkrankung des Patienten und des Grades der Symptomkontrolle.
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Ein Absetzen der Behandlung führt im Allgemeinen zu einer Rückkehr zu erhöhten Werten von freiem IgE und den damit verbundenen Symptomen. Der Gesamt-IgE-Spiegel ist während der Behandlung erhöht und bleibt bis zu einem Jahr nach Absetzen der Behandlung erhöht. Deshalb kann
eine erneute Messung des IgE-Spiegels während der Behandlung nicht als Richtwert für die Dosisfestsetzung verwendet werden. Die Dosisfestsetzung nach Unterbrechungen der Behandlung um weniger als ein Jahr muss anhand der Serum-IgE-Spiegel erfolgen, die bei der ursprünglichen Dosisfestsetzung ermittelt wurden. Die Gesamt-Serum-IgE-Spiegel sollten für die Dosisfestsetzung erneut bestimmt werden, wenn die Behandlung für ein Jahr oder länger unterbrochen wurde.
Bei erheblichen Veränderungen des Körpergewichts sollte die Dosis angepasst werden (siehe Tabellen 2 und 3).
Spezielle Patientengruppen
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Omalizumab bei Patienten über 65 Jahren vor, aber es gibt keine Hinweise, dass bei älteren Patienten eine andere Dosierung erforderlich ist als bei jüngeren erwachsenen Patienten.
Beeinträchtigung der Nieren- oder Leberfunktion
Es wurden keine Studien zum Einfluss einer eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Omalizumab durchgeführt. Da bei klinischen Dosen die Omalizumab-Clearance durch das retikuloendotheliale System (RES) bei Weitem überwiegt, ist eine Beeinflussung durch eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion unwahrscheinlich. Obwohl keine besondere Dosisanpassung für diese Patienten empfohlen wird, muss die Anwendung von Omalizumab mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in der Behandlung von allergischem Asthma bei Patienten unter 6 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in der Behandlung von CRSwNP bei Patienten unter 18 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Nur zur subkutanen Anwendung. Omalizumab darf nicht intravenös oder intramuskulär angewendet werden.
Die Xolair 300 mg Fertigspritze und alle Dosisstärken des Xolair-Fertigpens sind nicht für die Anwendung bei Kindern <12 Jahren vorgesehen. Die Xolair 75 mg Fertigspritze und die Xolair 150 mg Fertigspritze können bei Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren mit allergischem Asthma angewendet werden.
Falls mehr als eine Injektion benötigt wird, um die erforderliche Dosierung zu erreichen, sollten die Injektionen auf zwei oder mehr Injektionsstellen verteilt werden (Tabelle 1).
Patienten mit keiner bekannten Anaphylaxie in der Vorgeschichte können sich ab der vierten Anwendung Xolair selbst injizieren oder von einer Betreuungsperson injizieren lassen, wenn ein Arzt dies für angemessen hält (siehe Abschnitt 4.4). Der Patient oder die Betreuungsperson muss in der korrekten Injektionstechnik und dem Erkennen von frühen Anzeichen und Symptomen schwerer allergischer Reaktionen geschult worden sein.
Patienten oder Betreuungspersonen sollten angewiesen werden, den gesamten Inhalt der Xolair-Spritze gemäß den Anwendungshinweisen in der Packungsbeilage zu injizieren.
Gilt für: Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen
Die Behandlung sollte von Ärzten eingeleitet werden, die Erfahrung mit der Diagnose und der Behandlung von schwerem persistierendem Asthma, chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) oder chronischer spontaner Urtikaria haben.
Dosierung
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Die Dosierung bei allergischem Asthma und CRSwNP folgt den gleichen Dosierungsprinzipien. Die geeignete Dosierung und Häufigkeit der Anwendung von Omalizumab bei diesen Erkrankungen wird anhand des vor Behandlungsbeginn gemessenen IgE-Basiswertes (I.E./ml) und des Körpergewichts (kg) bestimmt. Zur Dosisfestlegung ist es erforderlich, vor der ersten Anwendung den IgE-Wert des Patienten mit einem handelsüblichen Gesamt-Serum-IgE-Test zu bestimmen. Basierend auf diesen Messungen können pro Verabreichung 75 bis 600 mg Omalizumab in Form von 1 bis 4 Injektionen benötigt werden.
Für Patienten mit allergischem Asthma mit einem IgE-Basiswert unter 76 I.E./ml war ein Nutzen weniger wahrscheinlich (siehe Abschnitt 5.1). Verschreibende Ärzte sollten vor Beginn der Therapie sicherstellen, dass erwachsene und jugendliche Patienten mit einem IgE-Wert unter 76 I.E./ml und Kinder (6 bis < 12 Jahre) mit einem IgE-Wert unter 200 I.E./ml eine eindeutige In-vitro-Reaktivität (RAST) gegenüber einem ganzjährig auftretenden Allergen zeigen.
Siehe Tabelle 1 für das Umrechnungsschema und Tabellen 2 und 3 zur Dosisbestimmung.
Patienten, deren IgE-Basiswert oder Körpergewicht in Kilogramm außerhalb der Grenzen der Dosierungstabelle liegen, sollten nicht mit Omalizumab behandelt werden.
Die empfohlene Maximaldosis beträgt 600 mg Omalizumab alle zwei Wochen.
Tabelle 1
Umrechnung der Dosierung auf die Anzahl der Fertigspritzen/Fertigpens*, die
Anzahl der Injektionen** und die Gesamtinjektionsmenge pro Verabreichung
Dosis
(mg)
Anzahl der Spritzen/Pens*
Anzahl der Injektionen
Gesamtinjektionsmenge
(ml)
75 mg
150 mg
300 mg*
0,5
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
3,5
4,0
*Xolair 300 mg Fertigspritze und alle Dosisstärken des Xolair-Fertigpens sind nicht für die Anwendung bei Patienten <12 Jahren vorgesehen.
**Diese Tabelle stellt die geringste Anzahl von Injektionen für die Patienten dar, es sind jedoch auch andere Dosierkombinationen mit Spritze/Pen möglich, um die gewünschte Dosis zu erreichen.
Tabelle 2
VERABREICHUNG ALLE 4 WOCHEN. Dosierung von Omalizumab (Milligramm pro Dosis) bei subkutaner Injektion alle 4 Wochen
Körpergewicht (kg)
IgE-
Basiswert
(I.E./ml)
20-
25*
>25-
30*
>30-
>40-
>50-
>60-
>70-
>80-
>90-
>125-
30-100
>100-200
>200-300
>300-400
>400-500
>500-600
>600-700
>700-800
>800-900
VERABREICHUNG ALLE 2 WOCHEN
SIEHE TABELLE 3
>900-
1 000
>1 000-
1 100
*Körpergewichte unter 30 kg wurden in den Zulassungsstudien zu CRSwNP nicht untersucht.
Tabelle 3
VERABREICHUNG ALLE 2 WOCHEN. Dosierung von Omalizumab (Milligramm pro Dosis) bei subkutaner Injektion alle 2 Wochen
Körpergewicht (kg)
IgE-
Basiswert
(I.E./ml)
20-
25*
>25-
30*
>30-
>40-
>50-
>60-
>70-
>80-
>90-
>125-
30-100
VERABREICHUNG ALLE 4 WOCHEN
SIEHE TABELLE 2
>100-200
>200-300
>300-400
>400-500
>500-600
>600-700
>700-800
>800-900
>900-
1 000
>1 000-
1 100
>1 100-
1 200
Unzureichende Datenlage für
Dosisempfehlung
>1 200-
1 300
>1 300-
1 500
*Körpergewichte unter 30 kg wurden in den Zulassungsstudien zu CRSwNP nicht untersucht.
Therapiedauer, Überwachung und Dosisanpassung
Allergisches Asthma
Xolair ist angezeigt für die Langzeitbehandlung. Klinische Studien zeigten, dass es mindestens 12-16 Wochen dauert, bis die Behandlung eine Wirkung zeigt. 16 Wochen nach Beginn der Therapie mit Xolair sollte bei den Patienten die Wirksamkeit der Behandlung durch den Arzt überprüft werden, bevor weitere Injektionen verabreicht werden. Nach dem 16-Wochen-Zeitpunkt oder auch später sollte die Entscheidung zur Weiterbehandlung auf einer merklichen Verbesserung der gesamten Asthma- Kontrolle basieren (siehe Abschnitt 5.1, Ärztliche Gesamtbewertung der Wirksamkeit der Behandlung).
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
In klinischen Studien zu CRSwNP wurden nach 4 Wochen Veränderungen im Nasenpolypenscore (NPS) und im Score für nasale Kongestion (NCS) beobachtet. Die Notwendigkeit, die Therapie fortzusetzen, sollte auf Grundlage des Schweregrades der Erkrankung des Patienten und des Grades der Symptomkontrolle in regelmäßigen Abständen neu bewertet werden.
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Ein Absetzen der Behandlung führt im Allgemeinen zu einer Rückkehr zu erhöhten Werten von freiem IgE und den damit verbundenen Symptomen. Der Gesamt-IgE-Spiegel ist während der Behandlung erhöht und bleibt bis zu einem Jahr nach Absetzen der Behandlung erhöht. Deshalb kann
eine erneute Messung des IgE-Spiegels während der Behandlung nicht als Richtwert für die Dosisfestsetzung verwendet werden. Die Dosisfestsetzung nach Unterbrechungen der Behandlung um weniger als ein Jahr muss anhand der Serum-IgE-Spiegel erfolgen, die bei der ursprünglichen Dosisfestsetzung ermittelt wurden. Die Gesamt-Serum-IgE-Spiegel sollten für die Dosisfestsetzung erneut bestimmt werden, wenn die Behandlung für ein Jahr oder länger unterbrochen wurde.
Bei erheblichen Veränderungen des Körpergewichts sollte die Dosis angepasst werden (siehe Tabellen 2 und 3).
Chronische spontane Urtikaria (csU)
Die empfohlene Dosis beträgt 300 mg als subkutane Injektion alle vier Wochen. Jede 300-mg-Dosis wird als eine subkutane Injektion mit 300 mg oder als zwei subkutane Injektionen mit je 150 mg verabreicht.
Verordnenden Ärzten wird geraten, die Notwendigkeit der Fortsetzung der Therapie in regelmäßigen Abständen neu zu überprüfen.
Die Erfahrung aus klinischen Studien mit einer Langzeitbehandlung in diesem Anwendungsgebiet ist in Abschnitt 5.1 beschrieben.
Spezielle Patientengruppen
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Omalizumab bei Patienten über 65 Jahren vor, aber es gibt keine Hinweise, dass bei älteren Patienten eine andere Dosierung erforderlich ist als bei jüngeren erwachsenen Patienten.
Beeinträchtigung der Nieren- oder Leberfunktion
Es wurden keine Studien zum Einfluss einer eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Omalizumab durchgeführt. Da bei klinischen Dosen die Omalizumab-Clearance durch das retikuloendotheliale System (RES) bei Weitem überwiegt, ist eine Beeinflussung durch eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion unwahrscheinlich. Obwohl keine besondere Dosisanpassung für diese Patienten empfohlen wird, muss die Anwendung von Omalizumab mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in der Behandlung von allergischem Asthma bei Patienten unter 6 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in der Behandlung von CRSwNP bei Patienten unter 18 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in der Behandlung von csU bei Patienten unter 12 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Nur zur subkutanen Anwendung. Omalizumab darf nicht intravenös oder intramuskulär angewendet werden.
Die Xolair 300 mg Fertigspritze und alle Dosisstärken des Xolair-Fertigpens sind nicht für die Anwendung bei Kindern <12 Jahren vorgesehen. Die Xolair 75 mg Fertigspritze und die Xolair 150 mg Fertigspritze können bei Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren mit allergischem Asthma angewendet werden.
Falls mehr als eine Injektion benötigt wird, um die erforderliche Dosierung zu erreichen, sollten die Injektionen auf zwei oder mehr Injektionsstellen verteilt werden (Tabelle 1).
Patienten mit keiner bekannten Anaphylaxie in der Vorgeschichte können sich ab der vierten Anwendung Xolair selbst injizieren oder von einer Betreuungsperson injizieren lassen, wenn ein Arzt dies für angemessen hält (siehe Abschnitt 4.4). Der Patient oder die Betreuungsperson muss in der korrekten Injektionstechnik und dem Erkennen von frühen Anzeichen und Symptomen schwerer allergischer Reaktionen geschult worden sein.
Patienten oder Betreuungspersonen sollten angewiesen werden, den gesamten Inhalt der Xolair-Spritze gemäß den Anwendungshinweisen in der Packungsbeilage zu injizieren.
Gilt für: Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Die Behandlung sollte von Ärzten eingeleitet werden, die Erfahrung mit der Diagnose und der Behandlung von schwerem persistierendem Asthma oder chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) haben.
Dosierung
Die Dosierung bei allergischem Asthma und CRSwNP folgt den gleichen Dosierungsprinzipien. Die geeignete Dosierung und Häufigkeit der Anwendung von Omalizumab bei diesen Erkrankungen wird anhand des vor Behandlungsbeginn gemessenen IgE-Basiswertes (I.E./ml) und des Körpergewichts (kg) bestimmt. Zur Dosisfestlegung ist es erforderlich, vor der ersten Anwendung den IgE-Wert des Patienten mit einem handelsüblichen Gesamt-Serum-IgE-Test zu bestimmen. Basierend auf diesen Messungen können pro Verabreichung 75 bis 600 mg Omalizumab in Form von 1 bis 4 Injektionen benötigt werden.
Für Patienten mit allergischem Asthma mit einem IgE-Basiswert unter 76 I.E./ml war ein Nutzen weniger wahrscheinlich (siehe Abschnitt 5.1). Verschreibende Ärzte sollten vor Beginn der Therapie sicherstellen, dass erwachsene und jugendliche Patienten mit einem IgE-Wert unter 76 I.E./ml und Kinder (6 bis <12 Jahre) mit einem IgE-Wert unter 200 I.E./ml eine eindeutige In-vitro-Reaktivität (RAST) gegenüber einem ganzjährig auftretenden Allergen zeigen.
Siehe Tabelle 1 für das Umrechnungsschema und Tabellen 2 und 3 zur Dosisbestimmung.
Patienten, deren IgE-Basiswert oder Körpergewicht in Kilogramm außerhalb der Grenzen der Dosierungstabelle liegen, sollten nicht mit Omalizumab behandelt werden.
Die empfohlene Maximaldosis beträgt 600 mg Omalizumab alle zwei Wochen.
Tabelle 1
Umrechnung der Dosierung auf die Anzahl der Durchstechflaschen, die Anzahl der
Injektionen und die Gesamtinjektionsmenge pro Verabreichung
Dosis (mg)
Anzahl der
Durchstechflaschen
Anzahl der Injektionen
Gesamtinjektionsmenge (ml)
75 mg a
150 mg b
1c
0,6
1,2
1c
1,8
2,4
1c
3,0
3,6
1c
4,2
4,8 a 0,6 ml = Maximalmenge pro Durchstechflasche (Xolair 75 mg).
b 1,2 ml = Maximalmenge pro Durchstechflasche (Xolair 150 mg).
c oder 0,6 ml aus einer 150 mg Durchstechflasche.
Tabelle 2
VERABREICHUNG ALLE 4 WOCHEN. Dosierung von Omalizumab (Milligramm pro Dosis) bei subkutaner Injektion alle 4 Wochen
Körpergewicht (kg)
IgE-
Basiswert
(I.E./ml)
20-
25*
>25-
30*
>30-
>40-
>50-
>60-
>70-
>80-
>90-
>125-
30-100
>100-200
>200-300
>300-400
>400-500
>500-600
>600-700
>700-800
>800-900
VERABREICHUNG ALLE 2 WOCHEN
SIEHE TABELLE 3
>900-
1 000
>1 000-
1 100
*Körpergewichte unter 30 kg wurden in den Zulassungsstudien zu CRSwNP nicht untersucht.
Tabelle 3
VERABREICHUNG ALLE 2 WOCHEN. Dosierung von Omalizumab (Milligramm pro Dosis) bei subkutaner Injektion alle 2 Wochen
Körpergewicht (kg)
IgE-
Basiswert
(I.E./ml)
20-
25*
>25-
30*
>30-
>40-
>50-
>60-
>70-
>80-
>90-
>125-
30-100
VERABREICHUNG ALLE
Gilt für: Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Die Behandlung sollte von Ärzten eingeleitet werden, die Erfahrung mit der Diagnose und der Behandlung von schwerem persistierendem Asthma, chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) oder chronischer spontaner Urtikaria haben.
Dosierung
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Die Dosierung bei allergischem Asthma und CRSwNP folgt den gleichen Dosierungsprinzipien. Die geeignete Dosierung und Häufigkeit der Anwendung von Omalizumab bei diesen Erkrankungen wird anhand des vor Behandlungsbeginn gemessenen IgE-Basiswertes (I.E./ml) und des Körpergewichts (kg) bestimmt. Zur Dosisfestlegung ist es erforderlich, vor der ersten Anwendung den IgE-Wert des Patienten mit einem handelsüblichen Gesamt-Serum-IgE-Test zu bestimmen. Basierend auf diesen Messungen können pro Verabreichung 75 bis 600 mg Omalizumab in Form von 1 bis 4 Injektionen benötigt werden.
Für Patienten mit allergischem Asthma mit einem IgE-Basiswert unter 76 I.E./ml war ein Nutzen weniger wahrscheinlich (siehe Abschnitt 5.1). Verschreibende Ärzte sollten vor Beginn der Therapie sicherstellen, dass erwachsene und jugendliche Patienten mit einem IgE-Wert unter 76 I.E./ml und Kinder (6 bis <12 Jahre) mit einem IgE-Wert unter 200 I.E./ml eine eindeutige In-vitro-Reaktivität (RAST) gegenüber einem ganzjährig auftretenden Allergen zeigen.
Siehe Tabelle 1 für das Umrechnungsschema und Tabellen 2 und 3 zur Dosisbestimmung.
Patienten, deren IgE-Basiswert oder Körpergewicht in Kilogramm außerhalb der Grenzen der Dosierungstabelle liegen, sollten nicht mit Omalizumab behandelt werden.
Die empfohlene Maximaldosis beträgt 600 mg Omalizumab alle zwei Wochen.
Tabelle 1
Umrechnung der Dosierung auf die Anzahl der Durchstechflaschen, die Anzahl der
Injektionen und die Gesamtinjektionsmenge pro Verabreichung
Dosis (mg)
Anzahl der
Durchstechflaschen
Anzahl der Injektionen
Gesamtinjektionsmenge (ml)
75 mg a
150 mg b
1c
0,6
1,2
1c
1,8
2,4
1c
3,0
3,6
1c
4,2
4,8 a 0,6 ml = Maximalmenge pro Durchstechflasche (Xolair 75 mg).
b 1,2 ml = Maximalmenge pro Durchstechflasche (Xolair 150 mg).
c oder 0,6 ml aus einer 150 mg Durchstechflasche.
Tabelle 2
VERABREICHUNG ALLE 4 WOCHEN. Dosierung von Omalizumab (Milligramm pro Dosis) bei subkutaner Injektion alle 4 Wochen
Körpergewicht (kg)
IgE-
Basiswert
(I.E./ml)
20-
25*
>25-
30*
>30-
>40-
>50-
>60-
>70-
>80-
>90-
>125-
30-100
>100-200
>200-300
>300-400
>400-500
>500-600
>600-700
>700-800
>800-900
VERABREICHUNG ALLE 2 WOCHEN
SIEHE TABELLE 3
>900-
1 000
>1 000-
1 100
*Körpergewichte unter 30 kg wurden in den Zulassungsstudien zu CRSwNP nicht untersucht.
Tabelle 3
VERABREICHUNG ALLE 2 WOCHEN. Dosierung von Omalizumab (Milligramm pro Dosis) bei subkutaner Injektion alle 2 Wochen
Körpergewicht (kg)
IgE-
Basiswert
(I.E./ml)
20-
25*
>25-
30*
>30-
>40-
>50-
>60-
>70-
>80-
>90-
>125-
30-100
VERABREICHUNG ALLE 4 WOCHEN
SIEHE TABELLE 2
>100-200
>200-300
>300-400
>400-500
>500-600
>600-700
>700-800
>800-900
>900-
1 000
>1 000-
1 100
>1 100-
1 200
Unzureichende Datenlage für
Dosisempfehlung
>1 200-
1 300
>1 300-
1 500
*Körpergewichte unter 30 kg wurden in den Zulassungsstudien zu CRSwNP nicht untersucht.
Therapiedauer, Überwachung und Dosisanpassung
Allergisches Asthma
Xolair ist angezeigt für die Langzeitbehandlung. Klinische Studien zeigten, dass es mindestens 12-16 Wochen dauert, bis die Behandlung eine Wirkung zeigt. 16 Wochen nach Beginn der Therapie mit Xolair sollte bei den Patienten die Wirksamkeit der Behandlung durch den Arzt überprüft werden, bevor weitere Injektionen verabreicht werden. Nach dem 16-Wochen-Zeitpunkt oder auch später sollte die Entscheidung zur Weiterbehandlung auf einer merklichen Verbesserung der gesamten Asthma- Kontrolle basieren (siehe Abschnitt 5.1, Ärztliche Gesamtbewertung der Wirksamkeit der Behandlung).
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
In klinischen Studien zu CRSwNP wurden nach 4 Wochen Veränderungen im Nasenpolypenscore (NPS) und im Score für nasale Kongestion (NCS) beobachtet. Die Notwendigkeit, die Therapie fortzusetzen, sollte auf Grundlage des Schweregrades der Erkrankung des Patienten und des Grades der Symptomkontrolle in regelmäßigen Abständen neu bewertet werden.
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Ein Absetzen der Behandlung führt im Allgemeinen zu einer Rückkehr zu erhöhten Werten von freiem IgE und den damit verbundenen Symptomen. Der Gesamt-IgE-Spiegel ist während der Behandlung erhöht und bleibt bis zu einem Jahr nach Absetzen der Behandlung erhöht. Deshalb kann
eine erneute Messung des IgE-Spiegels während der Behandlung nicht als Richtwert für die Dosisfestsetzung verwendet werden. Die Dosisfestsetzung nach Unterbrechungen der Behandlung um weniger als ein Jahr muss anhand der Serum-IgE-Spiegel erfolgen, die bei der ursprünglichen Dosisfestsetzung ermittelt wurden. Die Gesamt-Serum-IgE-Spiegel sollten für die Dosisfestsetzung erneut bestimmt werden, wenn die Behandlung für ein Jahr oder länger unterbrochen wurde.
Bei erheblichen Veränderungen des Körpergewichts sollte die Dosis angepasst werden (siehe Tabellen 2 und 3).
Chronische spontane Urtikaria (csU)
Die empfohlene Dosis beträgt 300 mg als subkutane Injektion alle vier Wochen.
Verordnenden Ärzten wird geraten, die Notwendigkeit der Fortsetzung der Therapie in regelmäßigen Abständen neu zu überprüfen.
Die Erfahrung aus klinischen Studien mit einer Langzeitbehandlung in diesem Anwendungsgebiet ist in Abschnitt 5.1 beschrieben.
Spezielle Patientengruppen
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Omalizumab bei Patienten über 65 Jahren vor, aber es gibt keine Hinweise, dass bei älteren Patienten eine andere Dosierung erforderlich ist als bei jüngeren erwachsenen Patienten.
Beeinträchtigung der Nieren- oder Leberfunktion
Es wurden keine Studien zum Einfluss einer eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Omalizumab durchgeführt. Da bei klinischen Dosen die Omalizumab-Clearance durch das retikuloendotheliale System (RES) bei Weitem überwiegt, ist eine Beeinflussung durch eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion unwahrscheinlich. Obwohl keine besondere Dosisanpassung für diese Patienten empfohlen wird, muss die Anwendung von Omalizumab mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in der Behandlung von allergischem Asthma bei Patienten unter 6 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in der Behandlung von CRSwNP bei Patienten unter 18 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in der Behandlung von csU bei Patienten unter 12 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Nur zur subkutanen Anwendung. Omalizumab darf nicht intravenös oder intramuskulär angewendet werden.
Dosen von mehr als 150 mg (Tabelle 1) sollten auf zwei oder mehr Injektionsstellen verteilt werden.
Die Verabreichung von Xolair Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ist nur durch medizinisches Fachpersonal vorgesehen.
Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6 und auch im Abschnitt „Informationen für medizinisches Fachpersonal“ der Gebrauchsinformation.
4.3 Gegenanzeigen
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
4.8 Nebenwirkungen
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Während der klinischen Studien zu allergischem Asthma mit Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle, einschließlich Schmerzen an der Injektionsstelle, Schwellungen, Erythem und Pruritus. In klinischen Studien mit Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Fieber und Schmerzen im Oberbauch. Die Schwere der meisten Reaktionen war leicht bis mittelschwer. In klinischen Studien zu CRSwNP mit Patienten ≥18 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Schwindel, Arthralgie, Schmerzen im Oberbauch und Reaktionen an der Injektionsstelle.
Tabellarische Zusammenfassung von Nebenwirkungen
In Tabelle 4 sind gemäß MedDRA-Organklassen und Häufigkeiten die Nebenwirkungen aufgeführt, die in klinischen Studien in der mit Xolair behandelten, gesamthaft überwachten Population mit allergischem Asthma und CRSwNP auftraten. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1 000, <1/100), selten (1/10 000, <1/1 000) und sehr selten (<1/10 000). Reaktionen, die nach der Markteinführung gemeldet wurden, sind mit der Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) aufgeführt.
Tabelle 4
Nebenwirkungen bei allergischem Asthma und CRSwNP
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Gelegentlich
Pharyngitis
Selten
Parasitäre Infektion
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Nicht bekannt
Idiopathische Thrombozytopenie, einschließlich schwerer Fälle
Erkrankungen des Immunsystems
Selten
Anaphylaktische Reaktion, andere schwerwiegende allergische
Zustände, Bildung von Anti-Omalizumab-Antikörpern
Nicht bekannt
Serumkrankheit, eventuell mit Fieber und Lymphadenopathie
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig
Kopfschmerzen*
Gelegentlich
Synkope, Parästhesie, Schläfrigkeit, Schwindel#
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich
Orthostasesyndrom, Flush
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich
Allergischer Bronchospasmus, Husten
Selten
Larynxödem
Nicht bekannt
Allergische granulomatöse Vaskulitis (Churg-Strauss-Syndrom)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig
Schmerzen im Oberbauch**,#
Gelegentlich
Dyspeptische Anzeichen und Symptome, Diarrhö, Übelkeit
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich
Photosensibilität, Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus
Selten
Angioödem
Nicht bekannt
Haarausfall
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig
Arthralgie†
Selten
Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Nicht bekannt
Muskelschmerzen, Gelenkschwellung
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig
Fieber**
Häufig
Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schwellung, Erythem,
Schmerzen, Pruritus
Gelegentlich
Grippeähnliches Krankheitsbild, Anschwellen der Arme,
Gewichtszunahme, Müdigkeit
*: Sehr häufig bei Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren
**: Bei Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren
#: Häufig in Studien zu Nasenpolypen
†: Häufigkeit nicht bekannt in Studien zu allergischem Asthma
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Erkrankungen des Immunsystems
Weitere Informationen siehe Abschnitt 4.4.
Anaphylaxie
Anaphylaktische Reaktionen traten in klinischen Studien selten auf. Jedoch ergaben Daten nach der Markteinführung, basierend auf einer kumulativen Suche in der Sicherheitsdatenbank, eine Gesamtanzahl von 898 Anaphylaxie-Fällen. Basierend auf einer geschätzten Exposition von 566 923 Patientenbehandlungsjahren führt dies zu einer Melderate von ungefähr 0,20 %.
Arterielle thromboembolische Ereignisse (ATE)
In kontrollierten klinischen Studien und bei Interimsanalysen einer Beobachtungsstudie wurde ein numerisches Ungleichgewicht von ATEs beobachtet. Die Definition des kombinierten Endpunkts ATE beinhaltete Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke, Herzinfarkt, instabile Angina Pectoris und kardiovaskulären Tod (einschließlich Tod unbekannter Ursache). In der Abschlussanalyse der Beobachtungsstudie war die Rate an ATEs pro 1 000 Patientenjahren 7,52 (115/15 286 Patientenjahre) für mit Xolair behandelte Patienten und 5,12 (51/9 963 Patientenjahre) für Kontrollpatienten. In einer multivariaten Analyse lag unter Berücksichtigung der vorliegenden kardiovaskulären Grund- Risikofaktoren die Hazard-Ratio bei 1,32 (95 %-Konfidenzintervall 0,91-1,91). In einer gesonderten gepoolten Analyse, die alle randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studien mit einer Dauer von 8 Wochen oder länger einschloss, betrug die Rate für ATE pro 1 000 Patientenjahre 2,69 (5/1 856 Patientenjahre) bei mit Xolair behandelten Patienten und 2,38 (4/1 680 Patientenjahre) für Placebo-Patienten (Verhältnis der Häufigkeiten 1,13, 95 %- Konfidenzintervall 0,24-5,71).
Blutplättchen
In den klinischen Studien war bei wenigen Patienten die Anzahl der Blutplättchen unterhalb des Normalbereiches. Nach der Markteinführung wurden einzelne Fälle von idiopathischer Thrombozytopenie, einschließlich schwerer Fälle, berichtet.
Parasitäre Infektionen
In einer placebokontrollierten Studie an Patienten mit chronischem, hohem Risiko für eine Wurminfektion zeigte sich ein geringer Anstieg der Infektionsrate mit Omalizumab, der nicht statistisch signifikant war. Der Verlauf, die Schwere und das Ansprechen auf die Behandlung der Infektion waren nicht beeinflusst (siehe Abschnitt 4.4).
Systemischer Lupus erythematodes
In klinischen Studien und nach der Markteinführung wurden Fälle von systemischem Lupus erythematodes (SLE) bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Asthma und bei Patienten mit csU berichtet. Über die Pathogenese von SLE ist wenig bekannt.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Gilt für: Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Während der klinischen Studien zu allergischem Asthma mit Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle, einschließlich Schmerzen an der Injektionsstelle, Schwellungen, Erythem und Pruritus. In klinischen Studien mit Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Fieber und Schmerzen im Oberbauch. Die Schwere der
meisten Reaktionen war leicht bis mittelschwer. In klinischen Studien zu CRSwNP mit Patienten ≥18 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Schwindel, Arthralgie, Schmerzen im Oberbauch und Reaktionen an der Injektionsstelle.
Tabellarische Zusammenfassung von Nebenwirkungen
In Tabelle 4 sind gemäß MedDRA-Organklassen und Häufigkeiten die Nebenwirkungen aufgeführt, die in klinischen Studien in der mit Xolair behandelten gesamthaft überwachten Population mit allergischem Asthma und CRSwNP auftraten. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1 000, <1/100), selten (1/10 000, <1/1 000) und sehr selten (<1/10 000). Reaktionen, die nach der Markteinführung gemeldet wurden, sind mit der Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) aufgeführt.
Tabelle 4
Nebenwirkungen bei allergischem Asthma und CRSwNP
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Gelegentlich
Pharyngitis
Selten
Parasitäre Infektion
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Nicht bekannt
Idiopathische Thrombozytopenie, einschließlich schwerer Fälle
Erkrankungen des Immunsystems
Selten
Anaphylaktische Reaktion, andere schwerwiegende allergische
Zustände, Bildung von Anti-Omalizumab-Antikörpern
Nicht bekannt
Serumkrankheit, eventuell mit Fieber und Lymphadenopathie
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig
Kopfschmerzen*
Gelegentlich
Synkope, Parästhesie, Schläfrigkeit, Schwindel#
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich
Orthostasesyndrom, Flush
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich
Allergischer Bronchospasmus, Husten
Selten
Larynxödem
Nicht bekannt
Allergische granulomatöse Vaskulitis (Churg-Strauss-Syndrom)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig
Schmerzen im Oberbauch**,#
Gelegentlich
Dyspeptische Anzeichen und Symptome, Diarrhö, Übelkeit
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich
Photosensibilität, Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus
Selten
Angioödem
Nicht bekannt
Haarausfall
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig
Arthralgie†
Selten
Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Nicht bekannt
Muskelschmerzen, Gelenkschwellung
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig
Fieber**
Häufig
Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schwellung, Erythem,
Schmerzen, Pruritus
Gelegentlich
Grippeähnliches Krankheitsbild, Anschwellen der Arme,
Gewichtszunahme, Müdigkeit
*: Sehr häufig bei Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren
**: Bei Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren
#: Häufig in Studien zu Nasenpolypen
†: Häufigkeit nicht bekannt in Studien zu allergischem Asthma
Chronische spontane Urtikaria (csU)
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit und Verträglichkeit von Omalizumab wurden mit Dosen von 75 mg, 150 mg und 300 mg alle vier Wochen bei 975 csU-Patienten untersucht; 242 dieser Patienten erhielten Placebo.
Insgesamt wurden 733 Patienten bis zu 12 Wochen lang mit Omalizumab behandelt und 490 Patienten bis zu 24 Wochen lang. Davon wurden 412 Patienten für bis zu 12 Wochen und 333 Patienten bis zu 24 Wochen lang mit der 300-mg-Dosis behandelt.
Tabellarische Zusammenfassung von Nebenwirkungen
Eine separate Tabelle (Tabelle 5) zeigt die Nebenwirkungen in der Indikation csU infolge von Unterschieden in der Dosis und den Behandlungsgruppen (mit deutlichen Unterschieden bezüglich Risikofaktoren, Komorbiditäten, Begleitmedikationen und Alter [z. B. schlossen Asthma-Studien Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren ein]).
Tabelle 5 enthält eine Auflistung der Nebenwirkungen (Ereignisse, die bei ≥1 % der Patienten in jeder Behandlungsgruppe auftraten und ≥2 % häufiger in den Omalizumab-Behandlungsgruppen beobachtet wurden als unter Placebo (nach medizinischer Auswertung)), die in den drei zusammengefassten Phase-III-Studien unter 300 mg verzeichnet wurden. Die aufgelisteten Nebenwirkungen sind in zwei Gruppen unterteilt: Nebenwirkungen, die während des 12-wöchigen bzw. des 24-wöchigen Behandlungszeitraums registriert wurden.
Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen nach abnehmender Häufigkeit geordnet. Die jeweiligen Häufigkeitskategorien der Nebenwirkungen beruhen auf der folgenden Konvention: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1 000, <1/100); selten (≥1/10 000, <1/1 000); sehr selten (<1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 5
Nebenwirkungen aus der zusammengefassten csU-Sicherheitsdatenbank (Tag 1 bis
Woche 24) unter 300 mg Omalizumab
12-Wochen
Zusammengefasste Omalizumab-Studien
1, 2 und 3
Häufigkeitskategorie
Placebo n=242
300 mg n=412
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sinusitis
5 (2,1 %)
20 (4,9 %)
Häufig
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzen
7 (2,9 %)
25 (6,1 %)
Häufig
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Arthralgie
1 (0,4 %)
12 (2,9 %)
Häufig
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Reaktionen an der
Injektionsstelle*
2 (0,8 %)
11 (2,7 %)
Häufig
24-Wochen
Zusammengefasste Omalizumab-Studien
1 und 3
Häufigkeitskategorie
Placebo n=163
300 mg n=333
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Infektionen der oberen
Atemwege
5 (3,1 %)
19 (5,7 %)
Häufig
*Trotz eines nicht erreichten Unterschiedes von 2 % im Vergleich zu Placebo wurden alle Reaktionen an der Injektionsstelle einbezogen, da ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Studienbehandlung und den aufgetretenen Fällen angenommen wurde.
In einer 48-Wochen-Studie erhielten 81 csU-Patienten 300 mg Omalizumab alle 4 Wochen (siehe Abschnitt 5.1). Das Sicherheitsprofil bei Langzeitanwendung war ähnlich dem Sicherheitsprofil der 24-Wochen-csU-Studien.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Erkrankungen des Immunsystems
Weitere Informationen siehe Abschnitt 4.4.
Anaphylaxie
Anaphylaktische Reaktionen traten in klinischen Studien selten auf. Jedoch ergaben Daten nach der Markteinführung, basierend auf einer kumulativen Suche in der Sicherheitsdatenbank, eine Gesamtanzahl von 898 Anaphylaxie-Fällen. Basierend auf einer geschätzten Exposition von 566 923 Patientenbehandlungsjahren führt dies zu einer Melderate von ungefähr 0,20 %.
Arterielle thromboembolische Ereignisse (ATE)
In kontrollierten klinischen Studien und bei Interimsanalysen einer Beobachtungsstudie wurde ein numerisches Ungleichgewicht von ATEs beobachtet. Die Definition des kombinierten Endpunkts ATE beinhaltete Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke, Herzinfarkt, instabile Angina Pectoris und kardiovaskulären Tod (einschließlich Tod unbekannter Ursache). In der Abschlussanalyse der Beobachtungsstudie war die Rate an ATEs pro 1 000 Patientenjahren 7,52 (115/15 286 Patientenjahre) für mit Xolair behandelte Patienten und 5,12 (51/9 963 Patientenjahre) für Kontrollpatienten. In einer multivariaten Analyse lag unter Berücksichtigung der vorliegenden kardiovaskulären Grund- Risikofaktoren die Hazard-Ratio bei 1,32 (95 %-Konfidenzintervall 0,91-1,91). In einer gesonderten gepoolten Analyse, die alle randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studien mit einer Dauer von 8 Wochen oder länger einschloss, betrug die Rate für ATE pro 1 000 Patientenjahre 2,69 (5/1 856 Patientenjahre) bei mit Xolair behandelten Patienten und 2,38 (4/1 680 Patientenjahre) für Placebo-Patienten (Verhältnis der Häufigkeiten 1,13, 95 %- Konfidenzintervall 0,24-5,71).
Blutplättchen
In den klinischen Studien war bei wenigen Patienten die Anzahl der Blutplättchen unterhalb des Normalbereiches. Nach der Markteinführung wurden einzelne Fälle von idiopathischer Thrombozytopenie, einschließlich schwerer Fälle, berichtet.
Parasitäre Infektionen
In einer placebokontrollierten Studie an allergischen Patienten mit chronischem, hohem Risiko für eine Wurminfektion zeigte sich ein geringer Anstieg der Infektionsrate mit Omalizumab, der nicht statistisch signifikant war. Der Verlauf, die Schwere und das Ansprechen auf die Behandlung der Infektion waren nicht beeinflusst (siehe Abschnitt 4.4).
Systemischer Lupus erythematodes
In klinischen Studien und nach der Markteinführung wurden Fälle von systemischem Lupus erythematodes (SLE) bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Asthma und bei Patienten mit csU berichtet. Über die Pathogenese von SLE ist wenig bekannt.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Gilt für: Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Während der klinischen Studien zu allergischem Asthma mit Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle, einschließlich Schmerzen an der Injektionsstelle, Schwellungen, Erythem und Pruritus. In klinischen Studien mit Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Fieber und Schmerzen im Oberbauch. Die Schwere der meisten Reaktionen war leicht bis mittelschwer. In klinischen Studien zu CRSwNP mit Patienten ≥18 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Schwindel, Arthralgie, Schmerzen im Oberbauch und Reaktionen an der Injektionsstelle.
Tabellarische Zusammenfassung von Nebenwirkungen
In Tabelle 4 sind gemäß MedDRA-Organklassen und Häufigkeiten die Nebenwirkungen aufgeführt, die in klinischen Studien in der mit Xolair behandelten gesamthaft überwachten Population mit allergischem Asthma und CRSwNP auftraten. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1 000, <1/100), selten (1/10 000, <1/1 000) und sehr selten (<1/10 000). Reaktionen, die nach der Markteinführung gemeldet wurden, sind mit der Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) aufgeführt.
Tabelle 4
Nebenwirkungen bei allergischem Asthma und CRSwNP
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Gelegentlich
Pharyngitis
Selten
Parasitäre Infektion
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Nicht bekannt
Idiopathische Thrombozytopenie, einschließlich schwerer Fälle
Erkrankungen des Immunsystems
Selten
Anaphylaktische Reaktion, andere schwerwiegende allergische
Zustände, Bildung von Anti-Omalizumab-Antikörpern
Nicht bekannt
Serumkrankheit, eventuell mit Fieber und Lymphadenopathie
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig
Kopfschmerzen*
Gelegentlich
Synkope, Parästhesie, Schläfrigkeit, Schwindel#
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich
Orthostasesyndrom, Flush
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich
Allergischer Bronchospasmus, Husten
Selten
Larynxödem
Nicht bekannt
Allergische granulomatöse Vaskulitis (Churg-Strauss-Syndrom)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig
Schmerzen im Oberbauch**,#
Gelegentlich
Dyspeptische Anzeichen und Symptome, Diarrhö, Übelkeit
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich
Photosensibilität, Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus
Selten
Angioödem
Nicht bekannt
Haarausfall
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig
Arthralgie†
Selten
Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Nicht bekannt
Muskelschmerzen, Gelenkschwellung
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig
Fieber**
Häufig
Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schwellung, Erythem,
Schmerzen, Pruritus
Gelegentlich
Grippeähnliches Krankheitsbild, Anschwellen der Arme,
Gewichtszunahme, Müdigkeit
*: Sehr häufig bei Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren
**: Bei Kindern im Alter von 6 bis <12 Jahren
#: Häufig in Studien zu Nasenpolypen
†: Häufigkeit nicht bekannt in Studien zu allergischem Asthma
Chronische spontane Urtikaria (csU)
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit und Verträglichkeit von Omalizumab wurden mit Dosen von 75 mg, 150 mg und 300 mg alle vier Wochen bei 975 csU-Patienten untersucht; 242 dieser Patienten erhielten Placebo.
Insgesamt wurden 733 Patienten bis zu 12 Wochen lang mit Omalizumab behandelt und 490 Patienten bis zu 24 Wochen lang. Davon wurden 412 Patienten für bis zu 12 Wochen und 333 Patienten bis zu 24 Wochen lang mit der 300-mg-Dosis behandelt.
Tabellarische Zusammenfassung von Nebenwirkungen
Eine separate Tabelle (Tabelle 5) zeigt die Nebenwirkungen in der Indikation csU infolge von Unterschieden in der Dosis und den Behandlungsgruppen (mit deutlichen Unterschieden bezüglich Risikofaktoren, Komorbiditäten, Begleitmedikationen und Alter [z. B. schlossen Asthma-Studien Kinder im Alter von 6-12 Jahren ein]).
Tabelle 5 enthält eine Auflistung der Nebenwirkungen (Ereignisse, die bei ≥1 % der Patienten in jeder Behandlungsgruppe auftraten und ≥2 % häufiger in den Omalizumab-Behandlungsgruppen beobachtet wurden als unter Placebo (nach medizinischer Auswertung)), die in den drei zusammengefassten Phase-III-Studien unter 300 mg verzeichnet wurden. Die aufgelisteten Nebenwirkungen sind in zwei Gruppen unterteilt: Nebenwirkungen, die während des 12-wöchigen bzw. des 24-wöchigen Behandlungszeitraums registriert wurden.
Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen nach abnehmender Häufigkeit geordnet. Die jeweiligen Häufigkeitskategorien der Nebenwirkungen beruhen auf der folgenden Konvention: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1 000, <1/100); selten (≥1/10 000, <1/1 000); sehr selten (<1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 5
Nebenwirkungen aus der zusammengefassten csU-Sicherheitsdatenbank (Tag 1 bis
Woche 24) unter 300 mg Omalizumab
12-Wochen
Zusammengefasste Omalizumab-Studien
1, 2 und 3
Häufigkeitskategorie
Placebo n=242
300 mg n=412
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sinusitis
5 (2,1 %)
20 (4,9 %)
Häufig
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzen
7 (2,9 %)
25 (6,1 %)
Häufig
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Arthralgie
1 (0,4 %)
12 (2,9 %)
Häufig
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Reaktionen an der
Injektionsstelle*
2 (0,8 %)
11 (2,7 %)
Häufig
24-Wochen
Zusammengefasste Omalizumab-Studien
1 und 3
Häufigkeitskategorie
Placebo n=163
300 mg n=333
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Infektionen der oberen
Atemwege
5 (3,1 %)
19 (5,7 %)
Häufig
*Trotz eines nicht erreichten Unterschiedes von 2 % im Vergleich zu Placebo wurden alle Reaktionen an der Injektionsstelle einbezogen, da ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Studienbehandlung und den aufgetretenen Fällen angenommen wurde.
In einer 48-Wochen-Studie erhielten 81 csU-Patienten 300 mg Omalizumab alle 4 Wochen (siehe Abschnitt 5.1). Das Sicherheitsprofil bei Langzeitanwendung war ähnlich dem Sicherheitsprofil der 24-Wochen-csU-Studien.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Erkrankungen des Immunsystems
Weitere Informationen siehe Abschnitt 4.4.
Anaphylaxie
Anaphylaktische Reaktionen traten in klinischen Studien selten auf. Jedoch ergaben Daten nach der Markteinführung, basierend auf einer kumulativen Suche in der Sicherheitsdatenbank, eine
Gesamtanzahl von 898 Anaphylaxie-Fällen. Basierend auf einer geschätzten Exposition von 566 923 Patientenbehandlungsjahren führt dies zu einer Melderate von ungefähr 0,20 %.
Arterielle thromboembolische Ereignisse (ATE)
In kontrollierten klinischen Studien und bei Interimsanalysen einer Beobachtungsstudie wurde ein numerisches Ungleichgewicht von ATEs beobachtet. Die Definition des kombinierten Endpunkts ATE beinhaltete Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke, Herzinfarkt, instabile Angina Pectoris und kardiovaskulären Tod (einschließlich Tod unbekannter Ursache). In der Abschlussanalyse der Beobachtungsstudie war die Rate an ATEs pro 1 000 Patientenjahren 7,52 (115/15 286 Patientenjahre) für mit Xolair behandelte Patienten und 5,12 (51/9 963 Patientenjahre) für Kontrollpatienten. In einer multivariaten Analyse lag unter Berücksichtigung der vorliegenden kardiovaskulären Grund- Risikofaktoren die Hazard-Ratio bei 1,32 (95 %-Konfidenzintervall 0,91-1,91). In einer gesonderten gepoolten Analyse, die alle randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studien mit einer Dauer von 8 Wochen oder länger einschloss, betrug die Rate für ATE pro 1 000 Patientenjahre 2,69 (5/1 856 Patientenjahre) bei mit Xolair behandelten Patienten und 2,38 (4/1 680 Patientenjahre) für Placebo-Patienten (Verhältnis der Häufigkeiten 1,13, 95 %- Konfidenzintervall 0,24-5,71).
Blutplättchen
In den klinischen Studien war bei wenigen Patienten die Anzahl der Blutplättchen unterhalb des Normalbereiches. Nach der Markteinführung wurden einzelne Fälle von idiopathischer Thrombozytopenie, einschließlich schwerer Fälle, berichtet.
Parasitäre Infektionen
In einer placebokontrollierten Studie an allergischen Patienten mit chronischem, hohem Risiko für eine Wurminfektion zeigte sich ein geringer Anstieg der Infektionsrate mit Omalizumab, der nicht statistisch signifikant war. Der Verlauf, die Schwere und das Ansprechen auf die Behandlung der Infektion waren nicht beeinflusst (siehe Abschnitt 4.4).
Systemischer Lupus erythematodes
In klinischen Studien und nach der Markteinführung wurden Fälle von systemischem Lupus erythematodes (SLE) bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Asthma und bei Patienten mit csU berichtet. Über die Pathogenese von SLE ist wenig bekannt.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Allgemein
Omalizumab ist nicht angezeigt für die Behandlung von akuten Asthma-Exazerbationen, akuten Bronchospasmen oder eines Status asthmaticus.
Omalizumab wurde nicht untersucht bei Patienten mit Hyper-Immunglobulin-E-Syndrom oder allergischer bronchopulmonarer Aspergillose oder zur Vorbeugung von anaphylaktischen Reaktionen, einschließlich durch Nahrungsmittelallergien, atopischer Dermatitis oder allergischer Rhinitis ausgelöster Anaphylaxien. Omalizumab ist für die Behandlung dieser Zustände nicht angezeigt.
Die Therapie mit Omalizumab wurde bei Patienten mit Autoimmunkrankheiten, immunkomplexvermittelten Erkrankungen sowie mit vorgeschädigter Niere oder Leber (siehe Abschnitt 4.2) nicht untersucht. Bei der Verabreichung von Omalizumab an diese Patienten ist Vorsicht geboten.
Nach Beginn der Therapie von allergischem Asthma oder CRSwNP mit Omalizumab wird ein plötzliches Absetzen von systemischen oder inhalativen Kortikosteroiden nicht empfohlen. Eine Reduktion der Kortikosteroide sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen und muss gegebenenfalls stufenweise durchgeführt werden.
Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Reaktionen Typ I
Bei der Anwendung von Omalizumab können lokale oder systemische allergische Reaktionen vom Typ I einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock auftreten. Diese können sogar nach einer längeren Behandlungsdauer eintreten. Allerdings traten die meisten dieser Reaktionen innerhalb von 2 Stunden nach der ersten und den folgenden Injektionen von Omalizumab auf, aber manche ereigneten sich nach mehr als 2 Stunden und sogar nach mehr als 24 Stunden nach der Injektion. Die meisten anaphylaktischen Reaktionen traten bei den ersten 3 Anwendungen von Omalizumab auf.
Daher müssen die ersten 3 Anwendungen durch medizinisches Fachpersonal oder unter dessen Aufsicht verabreicht werden. Anaphylaxie in der Vorgeschichte, die nicht im Zusammenhang mit Omalizumab stand, kann einen Risikofaktor für das Auftreten von Anaphylaxie nach Verabreichung von Omalizumab darstellen. Aus diesem Grund muss Omalizumab bei Patienten mit bekannter Anaphylaxie in der Vorgeschichte durch medizinisches Fachpersonal verabreicht werden. Dabei sollten immer Arzneimittel für die Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion zum sofortigen Einsatz nach der Verabreichung von Omalizumab vorhanden sein. Tritt eine anaphylaktische oder eine andere schwerwiegende allergische Reaktion auf, muss die Verabreichung von Omalizumab sofort abgebrochen und eine angemessene Therapie eingeleitet werden. Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass solche Reaktionen möglich sind und sofortige medizinische Behandlung erforderlich ist, wenn allergische Reaktionen auftreten.
In klinischen Studien wurden bei einer geringen Anzahl von Patienten Antikörper gegen Omalizumab nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.8). Die klinische Relevanz von Anti-Omalizumab-Antikörpern ist noch nicht gut verstanden.
Serumkrankheit
Bei Patienten, die mit humanisierten monoklonalen Antikörpern wie Omalizumab behandelt wurden, wurden Serumkrankheit und Serumkrankheit-ähnliche Reaktionen, die verzögerte allergische Typ-III- Reaktionen sind, festgestellt. Der vermutliche pathophysiologische Mechanismus beinhaltet die
Bildung von Immunkomplexen und deren Ausfällung aufgrund der Entstehung von Antikörpern gegen Omalizumab. Das Auftreten der Symptome erfolgte typischerweise 1-5 Tage nach Verabreichung der ersten oder einer der folgenden Injektionen, aber auch nach längerer Dauer der Behandlung. Typische Symptome der Serumkrankheit sind Arthritis/Arthralgien, Ausschlag (Urtikaria oder andere Formen), Fieber und Lymphadenopathie. Zur Vorbeugung oder Behandlung dieser Erkrankung können Antihistaminika und Kortikosteroide verwendet werden. Patienten sollen angehalten werden, sämtliche vermuteten Symptome zu melden.
Churg-Strauss-Syndrom und hypereosinophiles Syndrom
Patienten mit schwerem allergischem Asthma können selten ein systemisches hypereosinophiles Syndrom oder eine allergische eosinophile granulomatöse Vaskulitis (Churg-Strauss-Syndrom) aufweisen, die beide üblicherweise mit systemischen Kortikosteroiden behandelt werden.
In seltenen Fällen können Patienten, die mit Arzneimitteln gegen Asthma einschließlich Omalizumab behandelt werden, eine systemische Eosinophilie oder Vaskulitis aufweisen oder entwickeln. Diese Ereignisse sind häufig mit der Reduktion einer oralen Kortikosteroid-Therapie vergesellschaftet.
Bei diesen Patienten sollten Ärzte mit der Entwicklung einer ausgeprägten Eosinophilie, eines vaskulitischen Exanthems, einer Verschlechterung pulmonaler Symptome, Anomalien der Nasennebenhöhlen, kardialen Komplikationen und/oder einer Neuropathie rechnen.
Das Absetzen von Omalizumab sollte bei allen schwerwiegenden Fällen der oben erwähnten Erkrankungen des Immunsystems in Erwägung gezogen werden.
Parasitäre (Wurm-)Infektionen
IgE kann in die Immunantwort auf manche Wurminfektionen involviert sein. In einer placebokontrollierten Studie an Patienten mit chronischem hohem Risiko für eine Wurminfektion zeigte sich ein geringer Anstieg der Infektionsrate unter Omalizumab, obgleich der Verlauf, die Schwere und das Ansprechen auf die Behandlung der Infektion unverändert waren. Die Häufigkeit der Wurminfektionen war im gesamten klinischen Programm, das nicht dafür ausgelegt war, solche Infektionen zu erfassen, kleiner als 1 von 1 000 Patienten. Bei Patienten mit einem hohen Risiko für eine Wurminfektion kann jedoch Vorsicht geboten sein, insbesondere bei Reisen in Gebiete mit endemischen Wurminfektionen. Wenn Patienten nicht auf die empfohlene Anti-Wurmbehandlung ansprechen, sollte ein Absetzen der Behandlung mit Omalizumab erwogen werden.
Latex-empfindliche Personen (Fertigspritze)
Die abnehmbare Nadelschutzkappe der Fertigspritze enthält ein Naturkautschuklatex-Derivat. Bislang wurde noch kein Naturkautschuklatex in der abnehmbaren Nadelschutzkappe nachgewiesen. Die Anwendung von Xolair Injektionslösung in Fertigspritzen wurde bei Latex-empfindlichen Personen dennoch nicht untersucht. Daher kann ein potenzielles Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Gilt für: Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Allgemein
Omalizumab ist nicht angezeigt für die Behandlung von akuten Asthma-Exazerbationen, akuten Bronchospasmen oder eines Status asthmaticus.
Omalizumab wurde nicht untersucht bei Patienten mit Hyper-Immunglobulin-E-Syndrom oder allergischer bronchopulmonarer Aspergillose oder zur Vorbeugung von anaphylaktischen Reaktionen, einschließlich durch Nahrungsmittelallergien, atopischer Dermatitis oder allergischer Rhinitis ausgelöster Anaphylaxien. Omalizumab ist für die Behandlung dieser Zustände nicht angezeigt.
Die Therapie mit Omalizumab wurde bei Patienten mit Autoimmunkrankheiten, immunkomplexvermittelten Erkrankungen sowie mit vorgeschädigter Niere oder Leber (siehe Abschnitt 4.2) nicht untersucht. Bei der Verabreichung von Omalizumab an diese Patienten ist Vorsicht geboten.
Nach Beginn der Therapie von allergischem Asthma oder CRSwNP mit Omalizumab wird ein plötzliches Absetzen von systemischen oder inhalativen Kortikosteroiden nicht empfohlen. Eine Reduktion der Kortikosteroide sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen und muss gegebenenfalls stufenweise durchgeführt werden.
Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Reaktionen Typ I
Bei der Anwendung von Omalizumab können lokale oder systemische allergische Reaktionen vom Typ I einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock auftreten. Diese können sogar nach einer längeren Behandlungsdauer eintreten. Allerdings traten die meisten dieser Reaktionen innerhalb von 2 Stunden nach der ersten und den folgenden Injektionen von Omalizumab auf, aber manche ereigneten sich nach mehr als 2 Stunden und sogar nach mehr als 24 Stunden nach der Injektion. Die meisten anaphylaktischen Reaktionen traten bei den ersten 3 Anwendungen von Omalizumab auf.
Daher müssen die ersten 3 Anwendungen durch medizinisches Fachpersonal oder unter dessen Aufsicht verabreicht werden. Anaphylaxie in der Vorgeschichte, die nicht im Zusammenhang mit Omalizumab stand, kann einen Risikofaktor für das Auftreten von Anaphylaxie nach Verabreichung von Omalizumab darstellen. Aus diesem Grund muss Omalizumab bei Patienten mit bekannter Anaphylaxie in der Vorgeschichte durch medizinisches Fachpersonal verabreicht werden. Dabei sollten immer Arzneimittel für die Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion zum sofortigen
Einsatz nach der Verabreichung von Omalizumab vorhanden sein. Tritt eine anaphylaktische oder eine andere schwerwiegende allergische Reaktion auf, muss die Verabreichung von Omalizumab sofort abgebrochen und eine angemessene Therapie eingeleitet werden. Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass solche Reaktionen möglich sind und sofortige medizinische Behandlung erforderlich ist, wenn allergische Reaktionen auftreten.
In klinischen Studien wurden bei einer geringen Anzahl von Patienten Antikörper gegen Omalizumab nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.8). Die klinische Relevanz von Anti-Omalizumab-Antikörpern ist noch nicht gut verstanden.
Serumkrankheit
Bei Patienten, die mit humanisierten monoklonalen Antikörpern wie Omalizumab behandelt wurden, wurden Serumkrankheit und Serumkrankheit-ähnliche Reaktionen, die verzögerte allergische Typ-III- Reaktionen sind, festgestellt. Der vermutliche pathophysiologische Mechanismus beinhaltet die Bildung von Immunkomplexen und deren Ausfällung aufgrund der Entstehung von Antikörpern gegen Omalizumab. Das Auftreten der Symptome erfolgte typischerweise 1-5 Tage nach Verabreichung der ersten oder einer der folgenden Injektionen, aber auch nach längerer Dauer der Behandlung. Typische Symptome der Serumkrankheit sind Arthritis/Arthralgien, Ausschlag (Urtikaria oder andere Formen), Fieber und Lymphadenopathie. Zur Vorbeugung oder Behandlung dieser Erkrankung können Antihistaminika und Kortikosteroide verwendet werden. Patienten sollen angehalten werden, sämtliche vermuteten Symptome zu melden.
Churg-Strauss-Syndrom und hypereosinophiles Syndrom
Patienten mit schwerem allergischem Asthma können selten ein systemisches hypereosinophiles Syndrom oder eine allergische eosinophile granulomatöse Vaskulitis (Churg-Strauss-Syndrom) aufweisen, die beide üblicherweise mit systemischen Kortikosteroiden behandelt werden.
In seltenen Fällen können Patienten, die mit Arzneimitteln gegen Asthma einschließlich Omalizumab behandelt werden, eine systemische Eosinophilie oder Vaskulitis aufweisen oder entwickeln. Diese Ereignisse sind häufig mit der Reduktion einer oralen Kortikosteroid-Therapie vergesellschaftet.
Bei diesen Patienten sollten Ärzte mit der Entwicklung einer ausgeprägten Eosinophilie, eines vaskulitischen Exanthems, einer Verschlechterung pulmonaler Symptome, Anomalien der Nasennebenhöhlen, kardialen Komplikationen und/oder einer Neuropathie rechnen.
Das Absetzen von Omalizumab sollte bei allen schwerwiegenden Fällen der oben erwähnten Erkrankungen des Immunsystems in Erwägung gezogen werden.
Parasitäre (Wurm-)Infektionen
IgE kann in die Immunantwort auf manche Wurminfektionen involviert sein. In einer placebokontrollierten Studie an Patienten mit chronischem hohem Risiko für eine Wurminfektion zeigte sich bei allergischen Patienten ein geringer Anstieg der Infektionsrate unter Omalizumab, obgleich der Verlauf, die Schwere und das Ansprechen auf die Behandlung der Infektion unverändert waren. Die Häufigkeit der Wurminfektionen war im gesamten klinischen Programm, das nicht dafür ausgelegt war, solche Infektionen zu erfassen, kleiner als 1 von 1 000 Patienten. Bei Patienten mit einem hohen Risiko für eine Wurminfektion kann jedoch Vorsicht geboten sein, insbesondere bei Reisen in Gebiete mit endemischen Wurminfektionen. Wenn Patienten nicht auf die empfohlene Anti- Wurmbehandlung ansprechen, sollte ein Absetzen der Behandlung mit Omalizumab erwogen werden.
Latex-empfindliche Personen (Fertigspritze)
Die abnehmbare Nadelschutzkappe der Fertigspritze enthält ein Naturkautschuklatex-Derivat. Bislang wurde noch kein Naturkautschuklatex in der abnehmbaren Nadelschutzkappe nachgewiesen. Die Anwendung von Xolair Injektionslösung in Fertigspritzen wurde bei Latex-empfindlichen Personen dennoch nicht untersucht. Daher kann ein potenzielles Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Gilt für: Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Allgemein
Omalizumab ist nicht angezeigt für die Behandlung von akuten Asthma-Exazerbationen, akuten Bronchospasmen oder eines Status asthmaticus.
Omalizumab wurde nicht untersucht bei Patienten mit Hyper-Immunglobulin-E-Syndrom oder allergischer bronchopulmonarer Aspergillose oder zur Vorbeugung von anaphylaktischen Reaktionen, einschließlich durch Nahrungsmittelallergien, atopischer Dermatitis oder allergischer Rhinitis ausgelöster Anaphylaxien. Omalizumab ist für die Behandlung dieser Zustände nicht angezeigt.
Die Therapie mit Omalizumab wurde bei Patienten mit Autoimmunkrankheiten, immunkomplexvermittelten Erkrankungen sowie mit vorgeschädigter Niere oder Leber (siehe Abschnitt 4.2) nicht untersucht. Bei der Verabreichung von Omalizumab an diese Patienten ist Vorsicht geboten.
Nach Beginn der Therapie von allergischem Asthma oder CRSwNP mit Omalizumab wird ein plötzliches Absetzen von systemischen oder inhalativen Kortikosteroiden nicht empfohlen. Eine Reduktion der Kortikosteroide sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen und muss gegebenenfalls stufenweise durchgeführt werden.
Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Reaktionen Typ I
Bei der Anwendung von Omalizumab können lokale oder systemische allergische Reaktionen vom Typ I einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock auftreten. Diese können sogar nach einer längeren Behandlungsdauer eintreten. Allerdings traten die meisten dieser Reaktionen innerhalb von 2 Stunden nach der ersten und den folgenden Injektionen von Omalizumab auf, aber manche ereigneten sich nach mehr als 2 Stunden und sogar nach mehr als 24 Stunden nach der Injektion. Die meisten anaphylaktischen Reaktionen traten bei den ersten 3 Anwendungen von Omalizumab auf.
Anaphylaxie in der Vorgeschichte, die nicht im Zusammenhang mit Omalizumab stand, kann einen Risikofaktor für das Auftreten von Anaphylaxie nach Verabreichung von Omalizumab darstellen.
Daher sollten immer Arzneimittel für die Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion zum sofortigen Einsatz nach der Verabreichung von Omalizumab vorhanden sein. Tritt eine anaphylaktische oder eine andere schwerwiegende allergische Reaktion auf, muss die Verabreichung von Omalizumab sofort abgebrochen und eine angemessene Therapie eingeleitet werden. Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass solche Reaktionen möglich sind und sofortige medizinische Behandlung erforderlich ist, wenn allergische Reaktionen auftreten.
In klinischen Studien wurden bei einer geringen Anzahl von Patienten Antikörper gegen Omalizumab nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.8). Die klinische Relevanz von Anti-Omalizumab-Antikörpern ist noch nicht gut verstanden.
Serumkrankheit
Bei Patienten, die mit humanisierten monoklonalen Antikörpern wie Omalizumab behandelt wurden, wurden Serumkrankheit und Serumkrankheit-ähnliche Reaktionen, die verzögerte allergische Typ-III- Reaktionen sind, festgestellt. Der vermutliche pathophysiologische Mechanismus beinhaltet die Bildung von Immunkomplexen und deren Ausfällung aufgrund der Entstehung von Antikörpern gegen Omalizumab. Das Auftreten der Symptome erfolgte typischerweise 1-5 Tage nach Verabreichung der ersten oder einer der folgenden Injektionen, aber auch nach längerer Dauer der Behandlung. Typische Symptome der Serumkrankheit sind Arthritis/Arthralgien, Ausschlag (Urtikaria oder andere Formen), Fieber und Lymphadenopathie. Zur Vorbeugung oder Behandlung dieser Erkrankung können Antihistaminika und Kortikosteroide verwendet werden. Patienten sollen angehalten werden, sämtliche vermuteten Symptome zu melden.
Churg-Strauss-Syndrom und hypereosinophiles Syndrom
Patienten mit schwerem allergischem Asthma können selten ein systemisches hypereosinophiles Syndrom oder eine allergische eosinophile granulomatöse Vaskulitis (Churg-Strauss-Syndrom)
aufweisen, die beide üblicherweise mit systemischen Kortikosteroiden behandelt werden.
In seltenen Fällen können Patienten, die mit Arzneimitteln gegen Asthma einschließlich Omalizumab behandelt werden, eine systemische Eosinophilie oder Vaskulitis aufweisen oder entwickeln. Diese Ereignisse sind häufig mit der Reduktion einer oralen Kortikosteroid-Therapie vergesellschaftet.
Bei diesen Patienten sollten Ärzte mit der Entwicklung einer ausgeprägten Eosinophilie, eines vaskulitischen Exanthems, einer Verschlechterung pulmonaler Symptome, Anomalien der Nasennebenhöhlen, kardialen Komplikationen und/oder einer Neuropathie rechnen.
Das Absetzen von Omalizumab sollte bei allen schwerwiegenden Fällen der oben erwähnten Erkrankungen des Immunsystems in Erwägung gezogen werden.
Parasitäre (Wurm-)Infektionen
IgE kann in die Immunantwort auf manche Wurminfektionen involviert sein. In einer placebokontrollierten Studie an Patienten mit chronischem hohem Risiko für eine Wurminfektion zeigte sich ein geringer Anstieg der Infektionsrate unter Omalizumab, obgleich der Verlauf, die Schwere und das Ansprechen auf die Behandlung der Infektion unverändert waren. Die Häufigkeit der Wurminfektionen war im gesamten klinischen Programm, das nicht dafür ausgelegt war, solche Infektionen zu erfassen, kleiner als 1 von 1 000 Patienten. Bei Patienten mit einem hohen Risiko für eine Wurminfektion kann jedoch Vorsicht geboten sein, insbesondere bei Reisen in Gebiete mit endemischen Wurminfektionen. Wenn Patienten nicht auf die empfohlene Anti-Wurmbehandlung ansprechen, sollte ein Absetzen der Behandlung mit Omalizumab erwogen werden.
Gilt für: Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Allgemein
Omalizumab ist nicht angezeigt für die Behandlung von akuten Asthma-Exazerbationen, akuten Bronchospasmen oder eines Status asthmaticus.
Omalizumab wurde nicht untersucht bei Patienten mit Hyper-Immunglobulin-E-Syndrom oder allergischer bronchopulmonarer Aspergillose oder zur Vorbeugung von anaphylaktischen Reaktionen, einschließlich durch Nahrungsmittelallergien, atopischer Dermatitis oder allergischer Rhinitis ausgelöster Anaphylaxien. Omalizumab ist für die Behandlung dieser Zustände nicht angezeigt.
Die Therapie mit Omalizumab wurde bei Patienten mit Autoimmunkrankheiten, immunkomplexvermittelten Erkrankungen sowie mit vorgeschädigter Niere oder Leber (siehe Abschnitt 4.2) nicht untersucht. Bei der Verabreichung von Omalizumab an diese Patienten ist Vorsicht geboten.
Nach Beginn der Therapie von allergischem Asthma oder CRSwNP mit Omalizumab wird ein plötzliches Absetzen von systemischen oder inhalativen Kortikosteroiden nicht empfohlen. Eine Reduktion der Kortikosteroide sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen und muss gegebenenfalls stufenweise durchgeführt werden.
Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Reaktionen Typ I
Bei der Anwendung von Omalizumab können lokale oder systemische allergische Reaktionen vom Typ I einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock auftreten. Diese können sogar nach einer längeren Behandlungsdauer eintreten. Allerdings traten die meisten dieser Reaktionen innerhalb von 2 Stunden nach der ersten und den folgenden Injektionen von Omalizumab auf, aber manche ereigneten sich nach mehr als 2 Stunden und sogar nach mehr als 24 Stunden nach der Injektion. Die meisten anaphylaktischen Reaktionen traten bei den ersten 3 Anwendungen von Omalizumab auf.
Anaphylaxie in der Vorgeschichte, die nicht im Zusammenhang mit Omalizumab stand, kann einen Risikofaktor für das Auftreten von Anaphylaxie nach Verabreichung von Omalizumab darstellen.
Daher sollten immer Arzneimittel für die Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion zum sofortigen Einsatz nach der Verabreichung von Omalizumab vorhanden sein. Tritt eine anaphylaktische oder eine andere schwerwiegende allergische Reaktion auf, muss die Verabreichung von Omalizumab sofort abgebrochen und eine angemessene Therapie eingeleitet werden. Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass solche Reaktionen möglich sind und sofortige medizinische Behandlung erforderlich ist, wenn allergische Reaktionen auftreten.
In klinischen Studien wurden bei einer geringen Anzahl von Patienten Antikörper gegen Omalizumab nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.8). Die klinische Relevanz von Anti-Omalizumab-Antikörpern ist noch nicht gut verstanden.
Serumkrankheit
Bei Patienten, die mit humanisierten monoklonalen Antikörpern wie Omalizumab behandelt wurden,
wurden Serumkrankheit und Serumkrankheit-ähnliche Reaktionen, die verzögerte allergische Typ-III- Reaktionen sind, festgestellt. Der vermutliche pathophysiologische Mechanismus beinhaltet die Bildung von Immunkomplexen und deren Ausfällung aufgrund der Entstehung von Antikörpern gegen Omalizumab. Das Auftreten der Symptome erfolgte typischerweise 1-5 Tage nach Verabreichung der ersten oder einer der folgenden Injektionen, aber auch nach längerer Dauer der Behandlung. Typische Symptome der Serumkrankheit sind Arthritis/Arthralgien, Ausschlag (Urtikaria oder andere Formen), Fieber und Lymphadenopathie. Zur Vorbeugung oder Behandlung dieser Erkrankung können Antihistaminika und Kortikosteroide verwendet werden. Patienten sollen angehalten werden, sämtliche vermuteten Symptome zu melden.
Churg-Strauss-Syndrom und hypereosinophiles Syndrom
Patienten mit schwerem allergischem Asthma können selten ein systemisches hypereosinophiles Syndrom oder eine allergische eosinophile granulomatöse Vaskulitis (Churg-Strauss-Syndrom) aufweisen, die beide üblicherweise mit systemischen Kortikosteroiden behandelt werden.
In seltenen Fällen können Patienten, die mit Arzneimitteln gegen Asthma einschließlich Omalizumab behandelt werden, eine systemische Eosinophilie oder Vaskulitis aufweisen oder entwickeln. Diese Ereignisse sind häufig mit der Reduktion einer oralen Kortikosteroid-Therapie vergesellschaftet.
Bei diesen Patienten sollten Ärzte mit der Entwicklung einer ausgeprägten Eosinophilie, eines vaskulitischen Exanthems, einer Verschlechterung pulmonaler Symptome, Anomalien der Nasennebenhöhlen, kardialen Komplikationen und/oder einer Neuropathie rechnen.
Das Absetzen von Omalizumab sollte bei allen schwerwiegenden Fällen der oben erwähnten Erkrankungen des Immunsystems in Erwägung gezogen werden.
Parasitäre (Wurm-)Infektionen
IgE kann in die Immunantwort auf manche Wurminfektionen involviert sein. In einer placebokontrollierten Studie an Patienten mit chronischem hohem Risiko für eine Wurminfektion zeigte sich bei allergischen Patienten ein geringer Anstieg der Infektionsrate unter Omalizumab, obgleich der Verlauf, die Schwere und das Ansprechen auf die Behandlung der Infektion unverändert waren. Die Häufigkeit der Wurminfektionen war im gesamten klinischen Programm, das nicht dafür ausgelegt war, solche Infektionen zu erfassen, kleiner als 1 von 1 000 Patienten. Bei Patienten mit einem hohen Risiko für eine Wurminfektion kann jedoch Vorsicht geboten sein, insbesondere bei Reisen in Gebiete mit endemischen Wurminfektionen. Wenn Patienten nicht auf die empfohlene Anti- Wurmbehandlung ansprechen, sollte ein Absetzen der Behandlung mit Omalizumab erwogen werden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Da IgE an der Immunantwort auf manche Wurminfektionen beteiligt sein kann, kann Omalizumab indirekt die Wirksamkeit von Arzneimitteln zur Behandlung von Wurm- oder anderen parasitären Infektionen verringern (siehe Abschnitt 4.4).
Cytochrom-P450-Enzyme, Austausch-Pumpen und proteinbindende Mechanismen sind nicht an der Clearance von Omalizumab beteiligt; deshalb besteht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für Wechselwirkungen. Es wurden keine Studien zu Wechselwirkungen von Arzneimitteln oder Impfstoffen mit Omalizumab durchgeführt. Aus pharmakologischer Sicht besteht kein Grund, Wechselwirkungen von üblicherweise zur Behandlung von Asthma oder CRSwNP verschriebenen Arzneimitteln mit Omalizumab zu erwarten.
Allergisches Asthma
In klinischen Studien wurde Omalizumab im Allgemeinen zusammen mit inhalativen und oralen Kortikosteroiden, inhalativen kurz- und langwirksamen Beta-Agonisten, Leukotrien- Rezeptorantagonisten, Theophyllinen und oralen Antihistaminika eingesetzt. Es gab keine Anzeichen, dass die Sicherheit von Omalizumab in Kombination mit diesen anderen, allgemein gegen Asthma verwendeten Arzneimitteln verändert war. Es sind begrenzte Daten zur Anwendung von Omalizumab in Kombination mit spezifischer Immuntherapie (Hyposensibilisierungstherapie) vorhanden. In einer klinischen Studie, in der Omalizumab zusammen mit einer Immuntherapie angewendet wurde, wurde festgestellt, dass die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in Kombination mit einer spezifischen Immuntherapie nicht verschieden war von der von Omalizumab allein.
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
In klinischen Studien wurde Omalizumab in Verbindung mit intranasalem Mometasonspray gemäß Protokoll angewendet. Andere, häufig angewendete Begleitmedikationen umfassten andere intranasale Kortikosteroide, Bronchodilatatoren, Antihistaminika, Leukotrienrezeptorantagonisten, Adrenergika/Sympathomimetika und lokale Nasenanästhetika. Es gab keinen Hinweis darauf, dass die Sicherheit von Omalizumab durch die gleichzeitige Anwendung dieser häufig angewendeten Arzneimittel verändert war.
Gilt für: Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Da IgE an der Immunantwort auf manche Wurminfektionen beteiligt sein kann, kann Omalizumab indirekt die Wirksamkeit von Arzneimitteln zur Behandlung von Wurm- oder anderen parasitären Infektionen verringern (siehe Abschnitt 4.4).
Cytochrom-P450-Enzyme, Austausch-Pumpen und proteinbindende Mechanismen sind nicht an der Clearance von Omalizumab beteiligt; deshalb besteht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für Wechselwirkungen. Es wurden keine Studien zu Wechselwirkungen von Arzneimitteln oder Impfstoffen mit Omalizumab durchgeführt. Aus pharmakologischer Sicht besteht kein Grund, Wechselwirkungen von üblicherweise zur Behandlung von Asthma, CRSwNP oder csU verschriebenen Arzneimitteln mit Omalizumab zu erwarten.
Allergisches Asthma
In klinischen Studien wurde Omalizumab im Allgemeinen zusammen mit inhalativen und oralen Kortikosteroiden, inhalativen kurz- und langwirksamen Beta-Agonisten, Leukotrien- Rezeptorantagonisten, Theophyllinen und oralen Antihistaminika eingesetzt. Es gab keine Anzeichen, dass die Sicherheit von Omalizumab in Kombination mit diesen anderen, allgemein gegen Asthma verwendeten Arzneimitteln verändert war. Es sind begrenzte Daten zur Anwendung von Omalizumab in Kombination mit spezifischer Immuntherapie (Hyposensibilisierungstherapie) vorhanden. In einer klinischen Studie, in der Omalizumab zusammen mit einer Immuntherapie angewendet wurde, wurde festgestellt, dass die Sicherheit und Wirksamkeit von Omalizumab in Kombination mit einer spezifischen Immuntherapie nicht verschieden war von der von Omalizumab allein.
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
In klinischen Studien wurde Omalizumab in Verbindung mit intranasalem Mometasonspray gemäß Protokoll angewendet. Andere, häufig angewendete Begleitmedikationen umfassten andere intranasale Kortikosteroide, Bronchodilatatoren, Antihistaminika, Leukotrienrezeptorantagonisten, Adrenergika/Sympathomimetika und lokale Nasenanästhetika. Es gab keinen Hinweis darauf, dass die Sicherheit von Omalizumab durch die gleichzeitige Anwendung dieser häufig angewendeten Arzneimittel verändert war.
Chronische spontane Urtikaria (csU)
In klinischen Studien zur csU wurde Omalizumab gemeinsam mit Antihistaminika (Anti-H1, Anti-H2) und Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (LTRAs) angewendet. Es gab keinen Hinweis darauf, dass die Sicherheit von Omalizumab bei gemeinsamer Anwendung mit diesen Arzneimitteln gegenüber dem bekannten Sicherheitsprofil bei allergischem Asthma verändert war. Darüber hinaus zeigte sich in einer Analyse der Populationspharmakokinetik kein relevanter Effekt von H2-Antihistaminika und LTRAs auf die Pharmakokinetik von Omalizumab (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und Jugendliche
Klinische Studien zur csU schlossen einige Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren ein, die Omalizumab gemeinsam mit Antihistaminika (Anti-H1, Anti-H2) und LTRAs erhalten haben. Es wurden keine Studien mit Kindern unter 12 Jahren durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Schwangerschaft
Die überschaubare Menge an Daten über schwangere Frauen (zwischen 300 und
1 000 Schwangerschaftsverläufe), die auf einem Schwangerschaftsregister und Spontanberichten nach dem Inverkehrbringen basieren, zeigen keine Hinweise auf Fehlbildungen oder fötale/neonatale Toxizität. Eine prospektive Schwangerschafts-Registerstudie (EXPECT) an 250 schwangeren Frauen mit Asthma, die mit Omalizumab behandelt wurden, zeigte, dass die Prävalenz der wesentlichen kongenitalen Fehlbildungen zwischen EXPECT-Patientinnen und Asthma-Patientinnen allgemein (mittelschweres und schweres Asthma) vergleichbar war (8,1 % vs. 8,9 %). Die Interpretation der Daten kann aufgrund methodischer Einschränkungen, einschließlich einer geringen Stichprobengröße und eines nicht-randomisierten Designs, beeinträchtigt sein.
Omalizumab durchdringt die Plazentaschranke. Allerdings ergaben tierexperimentelle Studien keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen bezogen auf die Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Omalizumab wurde mit altersabhängiger Abnahme von Blutplättchen bei nicht-humanen Primaten in Verbindung gebracht, mit einer höheren relativen Empfindlichkeit bei Jungtieren (siehe Abschnitt 5.3).
Bei klinischer Notwendigkeit kann die Anwendung von Omalizumab während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.
Stillzeit
Immunglobuline G (IgGs) sind in der Muttermilch vorhanden und daher ist davon auszugehen, dass Omalizumab in die Muttermilch übergeht. Die zur Verfügung stehenden Daten von nicht-humanen Primaten zeigten, dass Omalizumab in die Milch übergeht (siehe Abschnitt 5.3).
Die EXPECT-Studie mit 154 Säuglingen, die während der Schwangerschaft und durch das Stillen Omalizumab ausgesetzt waren, zeigte keine negativen Auswirkungen auf das gestillte Kind. Die Interpretation der Daten kann aufgrund methodischer Einschränkungen, einschließlich einer geringen Stichprobengröße und eines nicht-randomisierten Designs, beeinträchtigt sein.
Oral verabreichte Immunglobulin-G-Proteine unterliegen im Darm einer Proteolyse und haben eine geringe Bioverfügbarkeit. Es sind keine Auswirkungen auf die gestillten Neugeborenen/Säuglinge zu erwarten. Folglich kann bei klinischer Notwendigkeit die Anwendung von Omalizumab während der Stillzeit in Betracht gezogen werden.
Fertilität
Es liegen keine Fertilitätsdaten für Omalizumab beim Menschen vor. In eigens geplanten präklinischen Fertilitätsstudien an nicht-humanen Primaten, einschließlich Fortpflanzungsstudien, wurde nach wiederholter Gabe von Omalizumab mit Dosierungen von bis zu 75 mg/kg keine Beeinträchtigung der männlichen oder weiblichen Fertilität beobachtet. Des Weiteren wurden in einer separaten präklinischen Genotoxizitätsstudie keine genotoxischen Effekte beobachtet.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Maschinen
Omalizumab hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.9 Überdosierung
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Die maximal tolerierte Dosis von Xolair wurde nicht ermittelt. Intravenöse Einzeldosen bis zu 4 000 mg wurden Patienten verabreicht ohne Anzeichen von dosislimitierender Toxizität. Die höchste an Patienten kumulativ verabreichte Dosis betrug 44 000 mg über einen Zeitraum von 20 Wochen und dies führte zu keinen ungünstigen Akuteffekten.
Falls eine Überdosierung vermutet wird, sollte der Patient hinsichtlich abnormer Anzeichen oder Symptome überwacht werden. Eine medizinische Behandlung sollte erfolgen und entsprechend eingeleitet werden.
5.
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, andere Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen zur systemischen Anwendung, ATC-Code: R03DX05
Wirkmechanismus
Omalizumab ist ein rekombinanter, aus DNA abgeleiteter, humanisierter monoklonaler Antikörper, der selektiv an das menschliche Immunglobulin E (IgE) bindet und somit die Bindung von IgE an den FcRI (hochaffiner IgE-Rezeptor) auf Basophilen und Mastzellen verhindert, wodurch die Menge an freiem IgE reduziert wird, das zum Auslösen der allergischen Kaskade verfügbar ist. Es handelt sich um einen IgG1kappa-Antikörper mit einem humanen Grundgerüst, dessen komplementaritätsbestimmende Regionen muriner Herkunft sind und an IgE binden.
Die Behandlung von atopischen Patienten mit Omalizumab führt zu einer merklichen Herabregulation der FcRI-Rezeptordichte auf den Basophilen. Omalizumab hemmt die IgE-vermittelte Entzündung, belegt durch eine reduzierte Anzahl an Blut- und Gewebe-Eosinophilen und reduzierte Entzündungsmediatoren, einschließlich IL-4, IL-5 und IL-13 durch angeborene, adaptive und Nicht- Immunzellen.
Pharmakodynamische Wirkungen
Allergisches Asthma
Die In-vitro-Histamin-Freisetzung aus Basophilen, die von mit Omalizumab behandelten Patienten isoliert wurden, war nach Stimulation mit einem Allergen um etwa 90 % reduziert im Vergleich zu den Werten vor der Behandlung.
In klinischen Studien an Patienten mit allergischem Asthma wurde der Serum-Spiegel an freiem IgE dosisabhängig innerhalb 1 Stunde nach der ersten Dosis reduziert und zwischen den Verabreichungen beibehalten. Ein Jahr nach Absetzen von Omalizumab kehrten die IgE-Spiegel zu den Werten vor der Behandlung zurück, wobei nach dem Auswaschen des Arzneimittels kein Rebound beobachtet wurde.
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
In klinischen Studien an Patienten mit CRSwNP führte die Omalizumab-Behandlung zu einer Verringerung des freien IgE im Serum (ca. 95 %) und zu einem Anstieg des Gesamt-IgE-Spiegels im Serum, und zwar in einem ähnlichen Ausmaß, wie es bei Patienten mit allergischem Asthma beobachtet wurde. Die Gesamt-IgE-Spiegel im Serum stiegen aufgrund der Bildung von Omalizumab- IgE-Komplexen, die im Vergleich zum freien IgE eine langsamere Eliminationsrate aufweisen, an.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Allergisches Asthma
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Auszug – vollständiger Text im Originaldokument. Originaldokument (PDF, EMA)
Gilt für: Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, andere Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen zur systemischen Anwendung, ATC-Code: R03DX05
Allergisches Asthma und chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Wirkmechanismus
Omalizumab ist ein rekombinanter, aus DNA abgeleiteter, humanisierter monoklonaler Antikörper, der selektiv an das menschliche Immunglobulin E (IgE) bindet und somit die Bindung von IgE an den FcRI (hochaffiner IgE-Rezeptor) auf Basophilen und Mastzellen verhindert, wodurch die Menge an freiem IgE reduziert wird, das zum Auslösen der allergischen Kaskade verfügbar ist. Es handelt sich um einen IgG1kappa-Antikörper mit einem humanen Grundgerüst, dessen komplementaritätsbestimmende Regionen muriner Herkunft sind und an IgE binden.
Die Behandlung von atopischen Patienten mit Omalizumab führt zu einer merklichen Herabregulation der FcRI-Rezeptordichte auf den Basophilen. Omalizumab hemmt die IgE-vermittelte Entzündung, belegt durch eine reduzierte Anzahl an Blut- und Gewebe-Eosinophilen und reduzierte Entzündungsmediatoren, einschließlich IL-4, IL-5 und IL-13 durch angeborene, adaptive und Nicht- Immunzellen.
Pharmakodynamische Wirkungen
Allergisches Asthma
Die In-vitro-Histamin-Freisetzung aus Basophilen, die von mit Omalizumab behandelten Patienten isoliert wurden, war nach Stimulation mit einem Allergen um etwa 90 % reduziert im Vergleich zu den Werten vor der Behandlung.
In klinischen Studien an Patienten mit allergischem Asthma wurde der Serum-Spiegel an freiem IgE dosisabhängig innerhalb 1 Stunde nach der ersten Dosis reduziert und zwischen den Verabreichungen beibehalten. Ein Jahr nach Absetzen von Omalizumab kehrten die IgE-Spiegel zu den Werten vor der Behandlung zurück, wobei nach dem Auswaschen des Arzneimittels kein Rebound beobachtet wurde.
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
In klinischen Studien an Patienten mit CRSwNP führte die Omalizumab-Behandlung zu einer Verringerung des freien IgE im Serum (ca. 95 %) und zu einem Anstieg des Gesamt-IgE-Spiegels im Serum, und zwar in einem ähnlichen Ausmaß, wie es bei Patienten mit allergischem Asthma beobachtet wurde. Die Gesamt-IgE-Spiegel im Serum stiegen aufgrund der Bildung von Omalizumab- IgE-Komplexen, die im Vergleich zum freien IgE eine langsamere Eliminationsrate aufweisen, an.
Chronische spontane Urtikaria (csU)
Wirkmechanismus
Omalizumab ist ein rekombinanter, aus DNA abgeleiteter, humanisierter monoklonaler Antikörper, der selektiv an das menschliche Immunglobulin E (IgE) bindet und die Menge an freiem IgE senkt. Es handelt sich um einen IgG1kappa-Antikörper mit einem humanen Grundgerüst, dessen komplementaritätsbestimmende Regionen muriner Herkunft sind und an IgE binden. Somit kommt es zur Herunterregulierung von IgE-Rezeptoren (FcεRI) auf den Zellen. Wie dies zu einer Linderung von csU-Symptomen führt, ist bislang noch nicht vollständig aufgeklärt.
Pharmakodynamische Wirkungen
Auszug – vollständiger Text im Originaldokument. Originaldokument (PDF, EMA)
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Gilt für: Xolair 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 75 mg Injektionslösung im Fertigpen
Die Pharmakokinetik von Omalizumab wurde an erwachsenen und jugendlichen Patienten mit allergischem Asthma untersucht sowie bei erwachsenen Patienten mit CRSwNP. Die allgemeinen pharmakokinetischen Eigenschaften von Omalizumab sind in diesen Patientengruppen vergleichbar.
Resorption
Nach subkutaner Verabreichung wird Omalizumab mit einer durchschnittlichen absoluten Bioverfügbarkeit von 62 % resorbiert. Nach einer einzelnen subkutanen Dosis bei erwachsenen und jugendlichen Patienten mit Asthma wurde Omalizumab langsam resorbiert und erreichte eine maximale Serumkonzentration nach durchschnittlich 7-8 Tagen. Die Pharmakokinetik von Omalizumab verläuft bei Dosen von mehr als 0,5 mg/kg linear. Nach mehreren Dosen Omalizumab waren die Flächen unter der Serumkonzentrations-Zeit-Kurve von Tag 0 bis Tag 14 unter Steady- State-Bedingungen bis zu 6-fach höher als nach der ersten Dosis.
Die Verabreichung von Xolair, hergestellt als lyophilisierte oder flüssige Formulierung, ergab ähnliche Serumkonzentrations-Kinetiken von Omalizumab.
Studie 1 / Placebo (n=66)
Studie 1 / Omalizumab (n=72)
Studie 1 / Placebo (n=66)
Studie 1 / Omalizumab (n=72)
Studie 2 / Placebo (n=65)
Studie 2 / Omalizumab (n=62)
Studie 2 / Placebo (n=65)
Studie 2 / Omalizumab (n=62)
Sekundäre
Wirksamkeitsanalyse
Sekundäre
Wirksamkeitsanalyse
Primäre
Wirksamkeitsanalyse
Primäre
Wirksamkeitsanalsye
Ausgnagswert
Woche
Woche
Ausgangswert
Durchschnittliche Veränderung des Scores für nasale
Kongestion gegenüber dem Ausgangswert
Durchschnittliche Veränderung des
Nasenpolypenscores gegenüber dem Ausgangswert
0,25
0,25
0,00
0,00
-0,25
-0,25
-0,50
-0,50
-0,75
-0,75
-1,00
-1,00
-1,25
-1,25
Verteilung
In vitro bildet Omalizumab mit IgE Komplexe von begrenzter Größe. Komplexe, die ausfallen, und Komplexe mit einem Molekulargewicht von mehr als einer Million Dalton wurden weder in vitro noch in vivo beobachtet. Das scheinbare Verteilungsvolumen betrug bei Patienten nach einer subkutanen Verabreichung 78 ± 32 ml/kg.
Auszug – vollständiger Text im Originaldokument. Originaldokument (PDF, EMA)
Gilt für: Xolair 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Xolair 150 mg Injektionslösung im Fertigpen · Xolair 150 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Die Pharmakokinetik von Omalizumab wurde an erwachsenen und jugendlichen Patienten mit allergischem Asthma, bei erwachsenen Patienten mit CRSwNP sowie bei erwachsenen und jugendlichen Patienten mit csU untersucht. Die allgemeinen pharmakokinetischen Eigenschaften von Omalizumab sind in diesen Patientengruppen vergleichbar.
Resorption
Nach subkutaner Verabreichung wird Omalizumab mit einer durchschnittlichen absoluten Bioverfügbarkeit von 62 % resorbiert. Nach einer einzelnen subkutanen Dosis bei erwachsenen und jugendlichen Patienten mit Asthma oder csU wurde Omalizumab langsam resorbiert und erreichte eine maximale Serumkonzentration nach durchschnittlich 6-8 Tagen. Bei Patienten mit Asthma waren nach mehreren Dosen Omalizumab die Flächen unter der Serumkonzentrations-Zeit-Kurve von Tag 0 bis Tag 14 unter Steady-State-Bedingungen bis zu 6-fach höher als nach der ersten Dosis.
Die Pharmakokinetik von Omalizumab verläuft bei Dosen von mehr als 0,5 mg/kg linear. Nach Anwendung von Dosen von 75 mg, 150 mg oder 300 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit csU stiegen die Talkonzentrationen von Omalizumab im Serum dosisproportional an.
Die Verabreichung von Xolair, hergestellt als lyophilisierte oder flüssige Formulierung, ergab ähnliche Serumkonzentrations-Kinetiken von Omalizumab.
Verteilung
In vitro bildet Omalizumab mit IgE Komplexe von begrenzter Größe. Komplexe, die ausfallen, und Komplexe mit einem Molekulargewicht von mehr als einer Million Dalton wurden weder in vitro noch in vivo beobachtet. Populationspharmakokinetische Untersuchungen zeigten, dass die Verteilung von Omalizumab bei Patienten mit allergischem Asthma und Patienten mit csU vergleichbar war. Das scheinbare Verteilungsvolumen betrug bei Asthma-Patienten nach einer subkutanen Verabreichung 78 ± 32 ml/kg.
Elimination
Auszug – vollständiger Text im Originaldokument. Originaldokument (PDF, EMA)
Gilt für: Xolair 75 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Die Pharmakokinetik von Omalizumab wurde an erwachsenen und jugendlichen Patienten mit allergischem Asthma untersucht sowie bei erwachsenen Patienten mit CRSwNP. Die allgemeinen pharmakokinetischen Eigenschaften von Omalizumab sind in diesen Patientengruppen vergleichbar.
Resorption
Nach subkutaner Verabreichung wird Omalizumab mit einer durchschnittlichen absoluten Bioverfügbarkeit von 62 % resorbiert. Nach einer einzelnen subkutanen Dosis bei erwachsenen und jugendlichen Patienten mit Asthma wurde Omalizumab langsam resorbiert und erreichte eine maximale Serumkonzentration nach durchschnittlich 7-8 Tagen. Die Pharmakokinetik von Omalizumab verläuft bei Dosen von mehr als 0,5 mg/kg linear. Nach mehreren Dosen Omalizumab waren die Flächen unter der Serumkonzentrations-Zeit-Kurve von Tag 0 bis Tag 14 unter Steady- State-Bedingungen bis zu 6-fach höher als nach der ersten Dosis.
Die Verabreichung von Xolair, hergestellt als lyophilisierte oder flüssige Formulierung, ergab ähnliche Serumkonzentrations-Kinetiken von Omalizumab.
Studie 1 / Placebo (n=66)
Studie 1 / Omalizumab (n=72)
Studie 1 / Placebo (n=66)
Studie 1 / Omalizumab (n=72)
Studie 2 / Placebo (n=65)
Studie 2 / Omalizumab (n=62)
Studie 2 / Placebo (n=65)
Studie 2 / Omalizumab (n=62)
Sekundäre
Wirksamkeitsanalyse
Sekundäre
Wirksamkeitsanalyse
Primäre
Wirksamkeitsanalyse
Primäre
Wirksamkeitsanalsye
Ausgangswert
Woche
Woche
Ausgangswert
Durchschnittliche Veränderung des Scores für nasale
Kongestion gegenüber dem Ausgangswert
Durchschnittliche Veränderung des
Nasenpolypenscores gegenüber dem Ausgangswert
0,25
0,25
0,00
0,00
-0,25
-0,25
-0,50
-0,50
-0,75
-0,75
-1,00
-1,00
-1,25
-1,25
Verteilung
Auszug – vollständiger Text im Originaldokument. Originaldokument (PDF, EMA)
Stand der Information: Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.