Trientin
Cuprior · ATC-Code A16AX
Auch bekannt als: trientine
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Trientin (INN: trientine)
- ATC-Code
- A16AX
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Cuprior 150 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Orphalan
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Trientin ist ein Kupfer-Chelatbildner zur Behandlung des Morbus Wilson bei Patienten ab 5 Jahren, die D-Penicillamin nicht vertragen (Cuprior, Filmtabletten).
Anwendung
- Behandlung des Morbus Wilson bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 5 Jahren mit Unverträglichkeit gegenüber D-Penicillamin.
Dosierung
- Cuprior Erwachsene: 450 mg bis 975 mg pro Tag, aufgeteilt auf 2 bis 4 Einzeldosen; meist mit der niedrigsten Dosis beginnen und nach klinischem Ansprechen anpassen.
- Kinder und Jugendliche (5 bis 18 Jahre): meist 225 mg bis 600 mg pro Tag in 2 bis 4 Einzeldosen; für Kinder unter 5 Jahren nicht geeignet.
- Dosisangaben beziehen sich auf Trientin-Base; bei Umstellung von einer anderen Trientin-Formulierung Vorsicht, da die Dosen nicht gleichwertig sein müssen.
- Auf nüchternen Magen einnehmen: mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach den Mahlzeiten und mindestens eine Stunde Abstand zu anderen Arzneimitteln, Nahrung oder Milch.
- Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten oder Nierenfunktionsstörung (dort engmaschige Kontrolle).
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Senkt den Eisenspiegel im Serum; bei Eisenmangelanämie ggf. Eisenpräparate zeitversetzt geben.
- Kombination mit Zink nicht empfohlen.
- Regelmäßige Kontrolle von Symptomen und freiem Kupfer im Serum (normal meist 100 bis 150 Mikrogramm/l); zu Behandlungsbeginn ist eine Verschlechterung, auch neurologisch, möglich.
- Überbehandlung kann zu Kupfermangel führen, besonders in der Schwangerschaft und bei Kindern.
- Nach vorheriger D-Penicillamin-Behandlung wurden Lupus-ähnliche Reaktionen berichtet.
Nebenwirkungen
- Häufig: Übelkeit (häufigste Nebenwirkung).
- Gelegentlich: sideroblastische Anämie, Hautausschlag, Juckreiz, Erythem.
- Häufigkeit nicht bekannt: Eisenmangelanämie, Duodenitis, Kolitis (auch schwer), Urtikaria.
Wechselwirkungen
- Eisen und Trientin hemmen gegenseitig ihre Aufnahme; Eisenpräparate frühestens zwei Stunden nach Trientin einnehmen.
- Mindestens eine Stunde Abstand zu anderen Arzneimitteln, Nahrung oder Milch.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger individueller Nutzen-Risiko-Abwägung; Kupferspiegel überwachen.
- Stillzeit: Entscheidung zwischen Abstillen und Therapieverzicht nach Nutzen-Risiko-Abwägung.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- CupriorOrphalan · EMEA/H/C/004005
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
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- Dänemark
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EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Cuprior – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/cuprior-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.