Trastuzumab Emtansine
Kadcyla · ATC-Code L01FD03
Auch bekannt als: Trastuzumab emtansin
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Trastuzumab Emtansine
- ATC-Code
- L01FD03
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Kadcyla 100 mg Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats / Kadcyla 160 mg Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats
- Zulassungsinhaber
- Roche Registration GmbH
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Trastuzumab Emtansin (Kadcyla) ist ein gegen HER2 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat zur Behandlung von HER2-positivem frühem und metastasiertem Brustkrebs.
Anwendung
- Früher Brustkrebs: adjuvante Monotherapie bei HER2-positivem frühem Brustkrebs mit invasiver Resterkrankung in Brust und/oder Lymphknoten nach neoadjuvanter taxanbasierter und HER2-gerichteter Therapie.
- Metastasierter Brustkrebs: Monotherapie bei HER2-positivem nicht resezierbarem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs nach Vorbehandlung mit Trastuzumab und einem Taxan (Vortherapie der fortgeschrittenen Erkrankung oder Rezidiv während bzw. innerhalb von sechs Monaten nach adjuvanter Therapie).
- Voraussetzung: HER2-positiver Tumorstatus (IHC 3 + oder ISH-Ratio ≥ 2,0).
Dosierung
- 3,6 mg/kg Körpergewicht als intravenöse Infusion alle 3 Wochen (21-Tage-Zyklus); erste Infusion über 90 Minuten, Folgeinfusionen bei guter Verträglichkeit über 30 Minuten.
- Früher Brustkrebs: insgesamt 14 Zyklen; metastasierter Brustkrebs: bis zur Progression oder nicht beherrschbarer Toxizität.
- Dosisreduktion bei Nebenwirkungen: 3 mg/kg, dann 2,4 mg/kg, danach absetzen; keine erneute Dosissteigerung.
- Verwechslung mit anderen Trastuzumab-Präparaten (z. B. Trastuzumab Deruxtecan) vermeiden.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Thrombozytopenie, häufigster Grund für Unterbrechung, Reduktion oder Abbruch; Thrombozyten vor jeder Dosis kontrollieren, besondere Vorsicht bei Antikoagulation.
- Blutungen, auch schwerwiegend.
- Hepatotoxizität, linksventrikuläre Dysfunktion, pulmonale Toxizität und periphere Neuropathie – siehe Volltext.
- Infusionsbedingte Reaktionen und verzögerte Hautschäden nach Paravasat.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten (≥ 25%): Übelkeit, Müdigkeit, Muskel-Skelett-Schmerzen, Blutungen, Kopfschmerzen, erhöhte Transaminasen, Thrombozytopenie und periphere Neuropathie; meist Grad 1 oder 2.
- Häufigste Nebenwirkungen Grad ≥ 3: Thrombozytopenie, erhöhte Transaminasen, Anämie, Neutropenie, Müdigkeit und Hypokaliämie.
- Häufigste schwerwiegende Nebenwirkungen: Blutungen, Fieber, Thrombozytopenie, Dyspnoe, Bauchschmerzen, Muskel-Skelett-Schmerzen und Erbrechen.
Wechselwirkungen
- Starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Ritonavir, Voriconazol) vermeiden, da die DM1-Exposition und Toxizität steigen können.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Frauen: wirksame Verhütung während und mindestens 7 Monate nach der letzten Dosis; Männer mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter: mindestens 4 Monate.
- Schwangerschaft: siehe Volltext.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- KadcylaRoche Registration GmbH · EMEA/H/C/002389
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- KadcylaROCHE MÜSTAHZARLARI SAN.A.Ş. · 2 Registereinträge
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Kadcyla
- Liechtenstein
- Kadcyla
- Norwegen
- Kadcyla
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Kadcyla – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/kadcyla-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.