Pertuzumab
Perjeta · ATC-Code L01FD02
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Pertuzumab
- ATC-Code
- L01FD02
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Perjeta 420 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Roche Registration GmbH
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Pertuzumab (Perjeta) ist ein gegen HER2 gerichteter monoklonaler Antikörper zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs im frühen und metastasierten Stadium, jeweils kombiniert mit Trastuzumab und Chemotherapie.
Anwendung
- Früher Brustkrebs: neoadjuvante Behandlung bei HER2-positivem lokal fortgeschrittenem, inflammatorischem oder frühem Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko sowie adjuvante Behandlung bei HER2-positivem frühem Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko, jeweils mit Trastuzumab und Chemotherapie.
- Metastasierter Brustkrebs: mit Trastuzumab und Docetaxel bei HER2-positivem metastasiertem oder lokal rezidivierendem, nicht resezierbarem Brustkrebs ohne vorherige Anti-HER2- oder Chemotherapie der metastasierten Erkrankung.
- Voraussetzung: HER2-positiver Tumorstatus (IHC 3+ und/oder ISH-Ratio ≥ 2,0).
Dosierung
- Initiale Aufsättigungsdosis 840 mg als 60-minütige intravenöse Infusion, danach alle 3 Wochen 420 mg über 30 bis 60 Minuten; Beobachtung 30 - 60 Minuten nach jeder Infusion.
- Neoadjuvant: 3 bis 6 Zyklen; adjuvant: insgesamt ein Jahr (bis zu 18 Zyklen).
- Metastasiert: bis zur Progression oder nicht beherrschbarer Toxizität, auch wenn Docetaxel abgesetzt wird.
- Mit Taxan: Perjeta und Trastuzumab vor dem Taxan geben; bei Anthrazyklin-Schema erst nach dessen Abschluss.
- Bei verspäteter oder versäumter Dosis (weniger als 6 Wochen) 420 mg so bald wie möglich; sonst siehe Volltext.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Linksventrikuläre Dysfunktion einschließlich Herzinsuffizienz; LVEF vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung kontrollieren. Nicht untersucht bei LVEF < 50% oder Herzinsuffizienz in der Vorgeschichte.
- Infusionsbedingte Reaktionen und Überempfindlichkeit, auch tödlich; Patienten engmaschig beobachten.
- Febrile Neutropenie, besonders zusammen mit Docetaxel.
- Schwerer Durchfall möglich; frühzeitig behandeln.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten (≥30%): Durchfall, Haarausfall, Übelkeit, Müdigkeit, Neutropenie und Erbrechen.
- Häufigste Nebenwirkungen Grad 3-4 (≥10%): Neutropenie und febrile Neutropenie.
- Weitere: Ausschlag, Schleimhautentzündung, periphere Neuropathie, interstitielle Lungenerkrankung, linksventrikuläre Dysfunktion.
Wechselwirkungen
- Keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit Trastuzumab, Docetaxel, Paclitaxel, Gemcitabin, Capecitabin, Carboplatin oder Erlotinib.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Nicht empfohlen in der Schwangerschaft; wirksame Verhütung während der Behandlung und 6 Monate nach der letzten Dosis.
- Stillzeit: Abwägung zwischen Stillen und Therapie.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- PectunaYERLİKA İLAÇ SANAYİ VE TİCARET ANONİM ŞİRKETİ · 1 Registereintrag
- PerjetaROCHE MÜSTAHZARLARI SAN.A.Ş. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Perjeta, Poherdy
- Liechtenstein
- Perjeta, Poherdy
- Norwegen
- Perjeta, Poherdy
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Perjeta – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/perjeta-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.