Trastuzumab deruxtecan

Enhertu · ATC-Code L01FD04

Steckbrief
Wirkstoff
Trastuzumab deruxtecan
ATC-Code
L01FD04
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Enhertu 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zulassungsinhaber
Daiichi Sankyo Europe GmbH
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Trastuzumab deruxtecan ist ein gegen HER2 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat mit einem Topoisomerase-I-Hemmer (DXd). Es wird bei HER2-positivem, HER2-low/-ultralow Mammakarzinom, HER2-mutiertem NSCLC, Magenkarzinom und weiteren HER2-positiven soliden Tumoren eingesetzt.

Anwendung

  • HER2-positives inoperables oder metastasiertes Mammakarzinom: Erstlinie mit Pertuzumab oder als Monotherapie nach anti-HER2-Vortherapie
  • HR-positives HER2-low/-ultralow bzw. HER2-low Mammakarzinom nach endokriner Therapie oder Chemotherapie (Details im Volltext)
  • Fortgeschrittenes NSCLC mit aktivierender HER2-Mutation nach platinbasierter Chemotherapie
  • Fortgeschrittenes HER2-positives Adenokarzinom des Magens oder gastroösophagealen Übergangs nach Trastuzumab-basierter Therapie
  • Andere HER2-positive (IHC3+) solide Tumoren ohne zufriedenstellende Behandlungsoptionen

Dosierung

  • Mammakarzinom, NSCLC und andere solide Tumoren: 5,4 mg/kg als i.v.-Infusion alle 3 Wochen (21-Tage-Zyklus), auch in Kombination mit Pertuzumab
  • Magenkarzinom: 6,4 mg/kg alle 3 Wochen
  • Erste Infusion über 90 Minuten, bei guter Verträglichkeit danach über 30 Minuten
  • Bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität; Dosisreduktion bzw. Unterbrechung bei ILD, Neutropenie oder LVEF-Abfall gemäß Volltext
  • Nicht mit Trastuzumab oder Trastuzumab emtansin verwechseln oder austauschen; HER2-Status vorab nachweisen

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile

Wichtige Warnhinweise

  • Interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis, auch tödlich; Husten, Atemnot und Fieber sofort melden und abklären
  • Neutropenie einschließlich febriler Neutropenie
  • Abnahme der linksventrikulären Ejektionsfraktion; LVEF überwachen
  • Embryo-fetale Toxizität
  • Verwechslungsgefahr mit anderen Trastuzumab-Präparaten

Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Übelkeit, Müdigkeit, Erbrechen, Neutropenie, Anämie, Alopezie, Verstopfung, Diarrhö, Appetitminderung
  • Ebenfalls häufig: erhöhte Transaminasen, muskuloskelettale Schmerzen, Thrombozytopenie, Leukopenie
  • Schwer: interstitielle Lungenerkrankung

Wechselwirkungen

  • Ritonavir oder Itraconazol erhöhen die Exposition nicht klinisch relevant; keine Dosisanpassung bei CYP3A-, OATP1B- oder P-gp-Hemmern

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Kann den Fötus schädigen; Frauen verhüten während und mindestens 7 Monate nach der letzten Dosis, Männer mindestens 4 Monate
  • Nicht stillen während der Behandlung und 7 Monate nach der letzten Dosis

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • EnhertuDaiichi Sankyo Europe GmbH · EMEA/H/C/005124

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • EnhertuDAİİCHİ SANKYO İLAÇ TİC. LTD. ŞTİ. · 1 Registereintrag

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Enhertu
Liechtenstein
Enhertu
Norwegen
Enhertu

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Enhertu – EPAR, Product Information ({TT. Monat JJJJ} Ausführliche Informationen zu diesem Arznei). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/enhertu-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.