Onasemnogen abeparvovec
Itvisma, Zolgensma · ATC-Code M09AX09
Auch bekannt als: onasemnogene abeparvovec
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Onasemnogen abeparvovec (INN: onasemnogene abeparvovec)
- ATC-Code
- M09AX09
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Itvisma 1,2 × 1014 Vektorgenome Injektionslösung · Zolgensma 2 × 1013 Vektorgenome/ml Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Novartis Europharm Limited
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Onasemnogen abeparvovec ist eine Gentherapie auf AAV9-Vektorbasis, die eine funktionsfähige SMN1-Genkopie einbringt. Sie wird einmalig bei 5q-spinaler Muskelatrophie (SMA) eingesetzt: Zolgensma als Infusion, Itvisma intrathekal.
Anwendung
- Zolgensma: 5q-SMA mit biallelischer SMN1-Mutation und klinischer Diagnose SMA Typ 1 oder bis zu 3 Kopien des SMN2-Gens
- Itvisma: 5q-SMA mit biallelischer SMN1-Mutation bei Patienten ab 2 Jahren
Dosierung
- Zolgensma: einmalige intravenöse Infusion, Dosis nach Körpergewicht (Tabelle in der Fachinformation)
- Itvisma: einmalige intrathekale Injektion mit fester Dosis; nicht bei vorheriger Behandlung mit Onasemnogen abeparvovec
- Vorab: AAV9-Antikörpertest, Leberwerte, Kreatinin, Blutbild (bei Zolgensma auch Troponin-I)
- Begleitende Kortikosteroide: Prednisolon 1 mg/kg/Tag ab 24 Stunden vorher und für 30 Tage, danach schrittweises Ausschleichen je nach Leberwerten
- Nur in spezialisierten Zentren; Behandlung bei akuter oder unkontrollierter Infektion verschieben
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Wichtige Warnhinweise
- Hepatotoxizität (erhöhte ALT/AST), daher Kortikosteroidgabe vor und nach der Behandlung und Leberwertkontrollen
- Thrombozytopenie, meist in der ersten Woche; Thrombozyten mindestens wöchentlich im ersten Monat kontrollieren
- Thrombotische Mikroangiopathie, potenziell lebensbedrohlich
- Schwere Immunreaktion möglich; Patienten sollen klinisch stabil und infektfrei sein
- Erhöhte Anti-AAV9-Antikörpertiter: Sicherheit und Wirksamkeit nicht belegt
Nebenwirkungen
- Zolgensma: am häufigsten Leberenzymerhöhung (24,2 %), Hepatotoxizität (9,1 %), Erbrechen (8,1 %), Thrombozytopenie (6,1 %), Troponinanstieg (5,1 %), Fieber (5,1 %)
- Itvisma: am häufigsten Infektion der oberen Atemwege (41,7 %), Fieber (36,2 %), Erbrechen (28,3 %), Kopfschmerzen (13,4 %), Leberenzymerhöhung (9,4 %)
- Selten anaphylaktische Reaktionen; gelegentlich thrombotische Mikroangiopathie
Wechselwirkungen
- Keine Interaktionsstudien; begrenzte Erfahrung mit lebertoxischen Substanzen
- Impfplan wegen Kortikosteroidgabe anpassen; RSV-Prophylaxe empfohlen; keine Lebendimpfstoffe (z. B. MMR, Varizellen) unter immunsuppressiver Steroiddosis
Schwangerschaft und Stillzeit
- Schwangerschaft: keine Daten; nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Stillzeit: keine Daten; Entscheidung über das Abstillen unter Abwägung von Nutzen und Risiko
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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Zulassung und Handelsnamen nach Land
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ItvismaNovartis Europharm Limited · EMEA/H/C/006498
- ZolgensmaNovartis Europharm Limited · EMEA/H/C/004750
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Itvisma, Zolgensma
- Liechtenstein
- Itvisma, Zolgensma
- Norwegen
- Itvisma, Zolgensma
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Itvisma – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/itvisma-epar-product-information_de.pdf
- European Medicines Agency. Zolgensma – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/zolgensma-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.