Nusinersen
Spinraza · ATC-Code M09AX07
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Nusinersen
- ATC-Code
- M09AX07
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Spinraza 12 mg Injektionslösung. / Spinraza 28 mg Injektionslösung / Spinraza 50 mg Injektionslösung
- Zulassungsinhaber
- Biogen Netherlands B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Nusinersen ist ein Antisense-Oligonukleotid, das intrathekal per Lumbalpunktion gegeben wird. Es ist zur Behandlung der 5q-assoziierten spinalen Muskelatrophie (SMA) zugelassen.
Anwendung
- 5q-assoziierte spinale Muskelatrophie (SMA)
- Behandlungsbeginn so früh wie möglich nach der Diagnose, durch in SMA erfahrene Ärzte
Dosierung
- Niedrigdosis-Schema: 12 mg an Tag 0, 14, 28 und 63, danach 12 mg alle 4 Monate.
- Hochdosis-Schema: 50 mg an Tag 0 und Tag 14, danach 28 mg alle 4 Monate.
- Wechsel von 12 mg auf 50/28 mg: eine Aufsättigungsdosis von 50 mg mindestens 4 Monate nach der letzten 12-mg-Dosis, dann 28 mg alle 4 Monate.
- Verspätete oder vergessene Dosen nach den Tabellen der Fachinformation nachholen.
- Fortsetzung der Therapie regelmäßig individuell überprüfen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Wichtige Warnhinweise
- Risiken der Lumbalpunktion (z. B. Arachnoiditis, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Erbrechen); erschwert bei sehr jungen Patienten und Skoliose
- Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen bei anderen Antisense-Oligonukleotiden; ggf. vorher Labor prüfen
- Nierentoxizität bei anderen Antisense-Oligonukleotiden; ggf. Urinprotein bestimmen
- Kommunizierender Hydrozephalus nach Markteinführung berichtet
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Kopfschmerzen, Erbrechen, Rückenschmerzen (im Zusammenhang mit der Lumbalpunktion)
- Häufigkeit nicht bekannt: Meningitis, aseptische Meningitis, Arachnoiditis, Überempfindlichkeit
Wechselwirkungen
- Keine Interaktionsstudien; in vitro weder Induktor noch Hemmer des CYP450-Stoffwechsels
- Geringe Wahrscheinlichkeit von Wechselwirkungen über Plasmaproteinbindung oder Transporter
Schwangerschaft und Stillzeit
- Vorsorglich in der Schwangerschaft vermeiden.
- Stillen: Nutzen für Kind und Mutter abwägen; ein Risiko für Säuglinge ist nicht auszuschließen.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- SpinrazaBiogen Netherlands B.V. · EMEA/H/C/004312
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- SpinrazaBİOGEN TURKEY İLAÇ TİC. LTD. ŞTİ. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Spinraza
- Liechtenstein
- Spinraza
- Norwegen
- Spinraza
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Spinraza – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/spinraza-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.