Golimumab

Simponi · ATC-Code L04AB06

Steckbrief
Wirkstoff
Golimumab
Wirkstoffgruppe
Immunsuppressivum
ATC-Code
L04AB06
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Simponi 45 mg/0,45 ml Injektionslösung im Fertigpen · Simponi 50 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze · Simponi 50 mg Injektionslösung im Fertigpen · Simponi 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze · Simponi 100 mg Injektionslösung im Fertigpen
Zulassungsinhaber
Janssen Cilag International NV
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Golimumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen den Tumornekrosefaktor alpha (TNF-Blocker) zur Behandlung entzündlicher rheumatischer Erkrankungen und der Colitis ulcerosa (Simponi, subkutane Injektion).

Anwendung

  • Erwachsene: rheumatoide Arthritis (mit Methotrexat), Psoriasis-Arthritis, ankylosierende Spondylitis, nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis sowie mittelschwere bis schwere aktive Colitis ulcerosa nach unzureichendem Ansprechen auf konventionelle Therapie.
  • Kinder ab 2 Jahren: polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis (mit Methotrexat) nach unzureichendem Ansprechen auf Methotrexat.
  • Kinder ab 2 Jahren mit mindestens 15 kg: mittelschwere bis schwere aktive Colitis ulcerosa nach unzureichendem Ansprechen auf konventionelle Therapie.

Dosierung

  • Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis: 50 mg einmal monatlich am selben Datum; bei über 100 kg ohne ausreichendes Ansprechen nach 3 oder 4 Dosen Erhöhung auf 100 mg möglich (erhöhtes Risiko bestimmter schwerer Nebenwirkungen).
  • Colitis ulcerosa bei Erwachsenen unter 80 kg: 200 mg, dann 100 mg in Woche 2, danach 50 mg ab Woche 6 alle 4 Wochen (bei unzureichendem Ansprechen 100 mg); ab 80 kg: 200 mg, 100 mg in Woche 2, dann 100 mg alle 4 Wochen.
  • Polyartikuläre JIA: ab 40 kg 50 mg einmal monatlich; unter 40 kg 30 mg/m² Körperoberfläche (maximal 40 mg) einmal monatlich mit dem 45-mg/0,45-ml-Fertigpen.
  • Colitis ulcerosa bei Kindern: gewichtsabhängige Induktions- und Erhaltungsdosen (z. B. 15 kg bis unter 40 kg: 100 mg in Woche 0, 50 mg in Woche 2, dann 50 mg alle vier Wochen); Einzelheiten: siehe Volltext.
  • Ansprechen meist innerhalb von 12 bis 14 Wochen; ohne Nutzen Fortsetzung überdenken.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Aktive Tuberkulose oder andere schwere Infektionen wie Sepsis sowie opportunistische Infektionen.
  • Mittelschwere oder schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse III/IV).

Wichtige Warnhinweise

  • Schwere Infektionen (Sepsis, Pneumonie, Tuberkulose, invasive Pilzinfektionen), auch tödlich; Überwachung vor, während und bis zu 5 Monate nach der Behandlung.
  • Reaktivierung einer Hepatitis B bei chronischen Trägern.
  • Möglicherweise erhöhtes Risiko für Lymphome, Leukämie und andere Malignome.
  • Demyelinisierende Erkrankungen, Herzinsuffizienz, hämatologische Reaktionen und schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wurden berichtet.
  • Keine Lebendimpfstoffe während der Behandlung.

Nebenwirkungen

  • Häufigste Nebenwirkung: Infektion der oberen Atemwege (12,6% unter Golimumab gegenüber 11,0% unter Kontrolle).
  • Schwerwiegend: schwere Infektionen, demyelinisierende Erkrankungen, HBV-Reaktivierung, Herzinsuffizienz, Lupus-ähnliches Syndrom, hämatologische Reaktionen, Anaphylaxie, Vaskulitis, Lymphom und Leukämie.

Wechselwirkungen

  • Kombination mit anderen Biologika für dieselben Erkrankungen (z. B. Anakinra, Abatacept) nicht empfohlen.
  • Lebendimpfstoffe und therapeutische infektiöse Agenzien nicht gleichzeitig geben.
  • Methotrexat erhöht die Talspiegel, eine Dosisanpassung ist jedoch nicht erforderlich.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen verhüten, bis mindestens 6 Monate nach der letzten Gabe; in der Schwangerschaft nur bei eindeutigem Bedarf. Bei im Mutterleib exponierten Säuglingen 6 Monate keine Lebendimpfstoffe.
  • Nicht stillen während und mindestens 6 Monate nach der Behandlung.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

Vollständige Fachinformation im Wortlaut →

Häufige Fragen – direkt an Medelix

Für Patientinnen und Patienten

Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut

Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • Gobivaz · BiosimilarAdvanz Pharma Limited · EMEA/H/C/006560
  • Gotenfia · BiosimilarStada Arzneimittel AG · EMEA/H/C/006621
  • SimponiJanssen Cilag International NV · EMEA/H/C/000992

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • SimponiJOHNSON AND JOHNSON SIHHİ MAL. SAN. VE TİC. LTD. ŞTİ. · 4 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Gobivaz, Gotenfia, Simponi
Liechtenstein
Gobivaz, Gotenfia, Simponi
Norwegen
Gobivaz, Gotenfia, Simponi

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.

Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe

Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.

Quellen

  1. European Medicines Agency. Simponi – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/simponi-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
  3. Wikidata (CC0): ATC L04AB.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.