Etanercept

Enbrel · ATC-Code L04AB01

Steckbrief
Wirkstoff
Etanercept
Wirkstoffgruppe
Immunsuppressivum
ATC-Code
L04AB01
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Enbrel 25 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung · Enbrel 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung · Enbrel 25 mg Injektionslösung in Fertigspritze / Enbrel 50 mg Injektionslösung in Fertigspritze · Enbrel 25 mg Injektionslösung im Fertigpen / Enbrel 50 mg Injektionslösung im Fertigpen · Enbrel 10 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung zur Anwendung bei / Kindern und Jugendlichen · Enbrel 25 mg Injektionslösung in einer Patrone für ein Dosiergerät / Enbrel 50 mg Injektionslösung in einer Patrone für ein Dosiergerät
Zulassungsinhaber
Pfizer Europe MA EEIG
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Etanercept ist ein TNF-Alpha-Hemmer (Fusionsprotein), ein biologisches Immunsuppressivum. Es wird bei rheumatoider Arthritis, juveniler idiopathischer Arthritis, Psoriasis-Arthritis, axialer Spondyloarthritis und Plaque-Psoriasis eingesetzt.

Anwendung

  • Mittelschwere bis schwere aktive rheumatoide Arthritis bei Erwachsenen (mit Methotrexat oder als Monotherapie); auch schwere, nicht mit Methotrexat vorbehandelte RA
  • Juvenile idiopathische Arthritis (Polyarthritis, erweiterte Oligoarthritis u. a.)
  • Psoriasis-Arthritis, ankylosierende Spondylitis und nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis
  • Mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen nach Versagen anderer systemischer Therapien
  • Chronische schwere Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen (Altersgrenzen im Volltext)

Dosierung

  • Rheumatoide Arthritis: 25 mg zweimal wöchentlich oder 50 mg einmal wöchentlich subkutan
  • Psoriasis-Arthritis und axiale Spondyloarthritis: 25 mg zweimal wöchentlich oder 50 mg einmal wöchentlich
  • Plaque-Psoriasis: 25 mg zweimal oder 50 mg einmal wöchentlich; alternativ 50 mg zweimal wöchentlich für bis zu 12 Wochen
  • Juvenile idiopathische Arthritis: 0,4 mg/kg (maximal 25 mg) zweimal wöchentlich oder 0,8 mg/kg (maximal 50 mg) einmal wöchentlich
  • Ansprechen meist innerhalb von 12 Wochen; Fortsetzung bei fehlendem Ansprechen sorgfältig überdenken
  • Einleitung und Überwachung durch erfahrene Fachärzte; Patientenpass aushändigen

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
  • Sepsis oder Sepsisrisiko
  • Aktive Infektionen, einschließlich chronischer oder lokalisierter Infektionen (kein Therapiebeginn)

Wichtige Warnhinweise

  • Schwere Infektionen, Sepsis, Tuberkulose und opportunistische Infektionen (z. B. invasive Pilzinfektionen, Listeriose) berichtet, teils tödlich; vor, während und nach der Behandlung auf Infektionen untersuchen
  • Hepatitis-B-Reaktivierung möglich; vor Behandlungsbeginn auf HBV testen
  • Malignome, u. a. Lymphome und Hautkrebs, berichtet
  • Seltene schwere hämatologische, neurologische (Demyelinisierung) und autoimmune Reaktionen

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerz, Schwellung, Juckreiz, Rötung, Blutung)
  • Infektionen (obere Atemwege, Bronchitis, Harnblase, Haut), Kopfschmerzen, allergische Reaktionen, Autoantikörper, Juckreiz, Fieber
  • Schwere Infektionen bei weniger als 1 von 100 Behandelten; selten Panzytopenie, sehr selten aplastische Anämie

Wechselwirkungen

  • Anakinra: höhere Rate schwerer Infektionen und Neutropenie; Kombination nicht empfohlen
  • Abatacept: vermehrt schwerwiegende unerwünschte Ereignisse; Kombination nicht empfohlen
  • Sulfasalazin: Hinweise im Volltext

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie und drei Wochen danach eine Verhütung erwägen; eine Beobachtungsstudie zeigte eine höhere Rate schwerer Geburtsfehler
  • Stillen: Anwendung unter Abwägung von Nutzen des Stillens und der Therapie möglich; geringe Mengen in der Muttermilch

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • Benepali · BiosimilarSamsung Bioepis NL B.V. · EMEA/H/C/004007
  • EnbrelPfizer Europe MA EEIG · EMEA/H/C/000262
  • Erelzi · BiosimilarSandoz GmbH · EMEA/H/C/004192
  • Fubelv · BiosimilarBiosimilar Collaborations Ireland Limited · EMEA/H/C/006738
  • Nepexto · BiosimilarBiosimilar Collaborations Ireland Limited · EMEA/H/C/004711

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • EnbrelPFİZER PFE İLAÇLARI A.Ş. · 7 Registereinträge
  • EnerceptanCENTURİON İLAÇ SAN. VE TİC. A.Ş. · 8 Registereinträge
  • ErelziSANDOZ İLAÇ SAN. VE TİC. A.Ş. · 9 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Enbrel, Erelzi, Fubelv, Nepexto
Liechtenstein
Enbrel, Erelzi, Fubelv, Nepexto
Norwegen
Enbrel, Erelzi, Fubelv, Nepexto

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Enbrel – EPAR, Product Information. 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/enbrel-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
  3. Wikidata (CC0): ATC L04AB.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.