Belimumab

Benlysta · ATC-Code L04AG04

Steckbrief
Wirkstoff
Belimumab
Wirkstoffgruppe
Immunsuppressivum
ATC-Code
L04AG04
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Benlysta 200 mg Injektionslösung im Fertigpen. · Benlysta 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. · Benlysta 120 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. / Benlysta 400 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Zulassungsinhaber
GlaxoSmithKline (Ireland) Limited
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Belimumab (Benlysta) ist ein monoklonaler Antikörper, der als Zusatztherapie beim aktiven systemischen Lupus erythematodes (SLE) und bei aktiver Lupusnephritis eingesetzt wird.

Anwendung

  • Zusatztherapie bei aktivem, autoantikörperpositivem SLE mit hoher Krankheitsaktivität (z. B. positive Anti-dsDNA und niedriges Komplement) trotz Standardtherapie – Infusion und Fertigpen ab 5 Jahren, Fertigspritze bei Erwachsenen.
  • In Kombination mit immunsuppressiven Basistherapien bei Erwachsenen mit aktiver Lupusnephritis.

Dosierung

  • Subkutan, SLE bei Erwachsenen (Fertigpen/Fertigspritze): 200 mg einmal wöchentlich, nicht gewichtsabhängig.
  • Subkutan, SLE bei Kindern und Jugendlichen von 5 bis unter 18 Jahren (Fertigpen): ≥ 50 kg 200 mg einmal wöchentlich; 30 bis < 50 kg 200 mg alle 10 Tage; 15 bis < 30 kg 200 mg alle 2 Wochen.
  • Subkutan, Lupusnephritis bei Erwachsenen (Neubeginn): 400 mg (zwei Injektionen zu 200 mg) einmal wöchentlich für 4 Dosen, danach 200 mg einmal wöchentlich.
  • Intravenös (SLE oder Lupusnephritis): 10 mg/kg an Tag 0, 14 und 28, danach alle 4 Wochen.
  • Bei SLE Absetzen erwägen, wenn nach 6 Monaten keine Besserung der Krankheitskontrolle eintritt. Ältere Patienten: keine Dosisanpassung, aber mit Vorsicht anwenden.
  • Erste subkutane Injektion unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal; Einzelheiten zur Umstellung von intravenös auf subkutan siehe Volltext.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Nicht untersucht und nicht empfohlen bei schwerem aktivem ZNS-Lupus, HIV, Hepatitis B oder C (aktuell oder in der Vorgeschichte), Hypogammaglobulinämie (IgG < 400 mg/dl) oder IgA-Mangel (IgA < 10 mg/dl) sowie nach größerer Organ-, Stammzell- oder Nierentransplantation.
  • Überempfindlichkeits- und Infusionsreaktionen, auch schwer und tödlich; das Risiko ist bei den ersten beiden Dosen am größten.
  • Depression und Suizidalität wurden häufiger berichtet; Risiko vor und während der Behandlung beurteilen.
  • Infektionen einschließlich progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML); bei Verdacht Therapie aussetzen.
  • Lebendimpfstoffe nicht 30 Tage vor oder gleichzeitig mit Belimumab geben; gemeinsame Gabe mit Rituximab wird durch die Daten nicht gestützt.

Nebenwirkungen

  • Bei SLE war die häufigste Nebenwirkung (≥ 5 % und ≥ 1 % häufiger als Placebo) Nasopharyngitis.
  • Bei aktiver Lupusnephritis am häufigsten (> 5 %): Infektion der oberen Atemwege, Harnwegsinfektion und Herpes zoster.
  • Reaktionen an der Injektionsstelle (6,1 % bei subkutaner Gabe), meist leicht bis mittelschwer.
  • Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) wurden berichtet; außerdem Überempfindlichkeitsreaktionen und psychiatrische Störungen.

Wechselwirkungen

  • Keine In-vivo-Studien; eine indirekte Verminderung der CYP-Aktivität ist nicht auszuschließen – bei CYP-Substraten mit enger therapeutischer Breite (z. B. Warfarin) bei Beginn oder Ende der Behandlung Überwachung erwägen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und mindestens 4 Monate danach wirksam verhüten.
  • In der Schwangerschaft nur anwenden, wenn der Nutzen das Risiko für den Fötus rechtfertigt.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • BenlystaGlaxoSmithKline (Ireland) Limited · EMEA/H/C/002015

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • BenlystaGLAXOSMİTHKLİNE İLAÇLARI SAN. VE TİC. A.Ş. · 2 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Benlysta
Liechtenstein
Benlysta
Norwegen
Benlysta

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Benlysta – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/benlysta-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
  3. Wikidata (CC0): ATC L04AG.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.