Pauwels-Klassifikation (Schenkelhalsfraktur)
Unfallchirurgie und Orthopädie
Auch bekannt als: Pauwels classification · Pauwels sınıflaması · Pauwels classification (femoral neck fractures)
Worum es geht
Biomechanische Einteilung der Schenkelhalsfrakturen nach der Steilheit der Frakturlinie des distalen Fragments in der anteroposterioren Aufnahme; je steiler die Linie, desto mehr Scherkräfte und desto weniger Druckkräfte wirken auf sie.
Einteilung
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Pauwels I | Winkel der Frakturlinie unter 30°: Druckkräfte überwiegen. |
| Pauwels II | 30° bis 50°: Scherkräfte treten auf. |
| Pauwels III | über 50°: Scherkräfte überwiegen, mit Varustendenz. |
| Messung | Klassisch der Winkel zwischen Frakturlinie und der Horizontalen; der modifizierte Pauwels-Winkel verwendet stattdessen eine Senkrechte zur Femurschaftachse. Pauwels selbst gab keine Zahlen an; die oft zitierte 70°-Grenze für Typ III ist eine spätere Fehlinterpretation. |
Quelle
Der Schenkelhalsbruch, ein mechanisches Problem
Monograph, Ferdinand Enke, Stuttgart 1935 (Pauwels F)
- Fassung
- Pauwels 1935 (biomechanisch; Grenzwerte 30° und 50° wie heute verwendet)
- Stand
Zusammenfassung der veröffentlichten Klassifikation in eigenen Worten. Kein Ersatz für die Originalpublikation.
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