Gustilo-Anderson-Klassifikation (offene Frakturen)

Unfallchirurgie und Orthopädie

Auch bekannt als: Gustilo-Anderson classification · Gustilo-Anderson sınıflaması (açık kırıklar) · Gustilo-Anderson classification (open fractures)

Worum es geht

Teilt offene Frakturen nach Wundgröße, Kontamination, Weichteilschaden und Gefäßverletzung ein. Der endgültige Grad wird bei der chirurgischen Exploration und dem Débridement festgelegt, nicht in der Notaufnahme.

Einteilung

KategorieBeschreibung
Typ Isaubere Wunde kürzer als 1 cm, geringer Weichteilschaden, einfaches Frakturmuster.
Typ IIRiss-Quetsch-Wunde länger als 1 cm ohne ausgedehnten Weichteilschaden, Lappen oder Ablederung.
Typ IIIausgedehnter Weichteilschaden, offene Etagenfraktur oder traumatische Amputation; Hochrasanzverletzungen, landwirtschaftliche Verletzungen und Schussfrakturen gelten unabhängig von der Wundgröße als Typ III.
IIIAausreichende Weichteildeckung des Knochens trotz ausgedehnter Riss-Quetsch-Wunde oder Lappen.
IIIBausgedehnter Weichteilverlust mit Periostablösung und freiliegendem Knochen, meist massive Kontamination; die Weichteildeckung des Knochens ist unzureichend.
IIICoffene Fraktur mit einer rekonstruktionspflichtigen arteriellen Verletzung.

Quelle

Prevention of infection in the treatment of one thousand and twenty-five open fractures of long bones: retrospective and prospective analyses

J Bone Joint Surg Am 1976;58:453–458 (Gustilo RB, Anderson JT); type III subtypes: J Trauma 1984;24:742–746

PMID: 773941

Fassung
Gustilo & Anderson 1976 (Typen I–III); Typ III unterteilt in IIIA–IIIC durch Gustilo, Mendoza & Williams 1984
Stand

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Zusammenfassung der veröffentlichten Klassifikation in eigenen Worten. Kein Ersatz für die Originalpublikation.

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