Gartland-Klassifikation (suprakondyläre Humerusfraktur)
Unfallchirurgie und Orthopädie
Auch bekannt als: Gartland classification · Gartland sınıflaması (suprakondiler humerus kırığı) · Gartland classification (supracondylar humerus fractures in children)
Worum es geht
Teilt suprakondyläre Humerusfrakturen vom Extensionstyp bei Kindern nach der Dislokation im seitlichen Röntgenbild ein; Frakturen vom Flexionstyp werden gesondert klassifiziert.
Einteilung
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Typ I | nicht oder minimal disloziert; die vordere Humeruslinie verläuft weiterhin durch das Capitulum humeri; ein hinteres Fettpolsterzeichen kann das einzige Zeichen sein. |
| Typ II | disloziert bei intakter dorsaler Kortikalis (Scharnier); die vordere Humeruslinie verläuft vor dem Capitulum humeri. IIA: keine Rotation oder Translation; IIB: mit Rotation oder Translation, Fragmente noch in Kontakt. |
| Typ III | vollständig disloziert, kein kortikaler Kontakt. |
| Typ IV (Leitch) | vollständiger Verlust des Periostscharniers, instabil sowohl in Flexion als auch in Extension; meist erst bei der Reposition in Narkose erkannt. |
Quelle
Management of supracondylar fractures of the humerus in children
Surg Gynecol Obstet 1959;109:145–154 (Gartland JJ)
PMID: 13675986
- Fassung
- Gartland 1959, modifiziert von Wilkins 1984 (IIA/IIB) und Leitch 2006 (Typ IV)
- Stand
Zusammenfassung der veröffentlichten Klassifikation in eigenen Worten. Kein Ersatz für die Originalpublikation.
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