Zanubrutinib

Brukinsa · ATC-Code L01EL03

Steckbrief
Wirkstoff
Zanubrutinib
ATC-Code
L01EL03
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
BRUKINSA 80 mg Hartkapseln · BRUKINSA 160 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
BeOne Medicines Ireland Limited
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Zanubrutinib (BRUKINSA) ist ein oraler Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor. Es wird bei Erwachsenen mit Morbus Waldenström, Marginalzonenlymphom, CLL und follikulärem Lymphom eingesetzt.

Anwendung

  • Morbus Waldenström nach mindestens einer Vortherapie oder in der Erstlinie bei Ungeeignetheit für Chemoimmuntherapie
  • Marginalzonenlymphom nach mindestens einer Anti-CD20-basierten Vortherapie
  • Chronische lymphatische Leukämie (Monotherapie)
  • Rezidiviertes oder refraktäres follikuläres Lymphom nach mindestens zwei systemischen Vortherapien, mit Obinutuzumab

Dosierung

  • Tagesdosis 320 mg: einmal täglich (vier 80-mg-Kapseln bzw. zwei 160-mg-Tabletten) oder 160 mg zweimal täglich
  • Behandlung bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität
  • Mit Obinutuzumab: Zanubrutinib vor der Infusion einnehmen
  • Starke CYP3A-Inhibitoren: 80 mg einmal täglich; weitere Anpassungen bei mäßigen Inhibitoren und Induktoren laut Fachinformation
  • Schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C): 80 mg zweimal täglich
  • Bei Toxizität ab Grad 3 unterbrechen und gestuft reduziert fortsetzen

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile

Wichtige Warnhinweise

  • Schwere und tödliche Blutungen; keine Vitamin-K-Antagonisten, Vorsicht mit Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern; 3 bis 7 Tage Pause um Operationen erwägen
  • Infektionen, Zytopenien; Blutbild monatlich kontrollieren
  • Zweitmalignome, vor allem Hautkrebs; Sonnenschutz
  • Vorhofflimmern und -flattern; Tumorlysesyndrom

Nebenwirkungen

  • Monotherapie am häufigsten: Infektion der oberen Atemwege (36 %), Hämatome (32 %), Blutung (30 %), Neutropenie (30 %), Muskel- und Skelettschmerzen (27 %), Ausschlag (25 %), Pneumonie (24 %)
  • Grad ≥ 3: Neutropenie (21 %), Pneumonie (14 %), Hypertonie (8 %)
  • Mit Obinutuzumab: Thrombozytopenie (37 %), Neutropenie (31 %), Müdigkeit (27 %)

Wechselwirkungen

  • Starke und mäßige CYP3A-Inhibitoren (z. B. Itraconazol, Voriconazol, Clarithromycin) erhöhen die Exposition
  • Wirkung auf hormonelle Kontrazeptiva unbekannt; zusätzliche Barrieremethode

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Kann den Fötus schädigen; hochwirksame Verhütung während und bis 1 Monat nach der Behandlung, Schwangerschaftstest vor Beginn

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • BrukinsaBeOne Medicines Ireland Limited · EMEA/H/C/004978

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 2 weiteren europäischen Ländern
Island
Brukinsa
Norwegen
Brukinsa

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Brukinsa – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/brukinsa-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.