Ibrutinib

Imbruvica · ATC-Code L01EL01

Steckbrief
Wirkstoff
Ibrutinib
ATC-Code
L01EL01
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
IMBRUVICA 140 mg Hartkapseln · IMBRUVICA 140 mg Filmtabletten / IMBRUVICA 280 mg Filmtabletten / IMBRUVICA 420 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Janssen-Cilag International NV
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Ibrutinib (IMBRUVICA) ist ein oraler Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor. Es wird bei Erwachsenen mit B-Zell-Malignomen eingesetzt: Mantelzell-Lymphom, chronischer lymphatischer Leukämie und Morbus Waldenström.

Anwendung

  • Mantelzell-Lymphom (MCL): unbehandelt (in Kombination mit Chemoimmuntherapie) sowie rezidiviert oder refraktär (Monotherapie)
  • Chronische lymphatische Leukämie (CLL), als Monotherapie oder in Kombination
  • Morbus Waldenström (WM), als Monotherapie oder in Kombination
  • Genaue Indikationsstellung siehe vollständige Fachinformation

Dosierung

  • MCL: 560 mg einmal täglich; bei unbehandeltem MCL im Wechsel mit R-CHOP/R-DHAP, danach täglich über 24 Monate
  • CLL und WM: 420 mg einmal täglich, bis zur Progression oder Unverträglichkeit
  • CLL mit Venetoclax: 3 Zyklen Ibrutinib allein, dann 12 Zyklen mit Venetoclax
  • Mit mäßigen CYP3A4-Inhibitoren auf 280 mg reduzieren; mit starken auf 140 mg reduzieren oder bis zu 7 Tage pausieren
  • Bei schweren kardialen oder anderen Toxizitäten unterbrechen und nach Erholung gemäß Fachinformation fortsetzen

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Johanniskraut-haltige Präparate

Wichtige Warnhinweise

  • Blutungen, teils tödlich; keine Vitamin-K-Antagonisten, Vorsicht mit Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern; vor und nach Operationen 3 bis 7 Tage pausieren
  • Tödliche und schwere Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz; Vorhofflimmern
  • Hepatotoxizität, Hepatitis-B-Reaktivierung, Leberversagen; Leberwerte und Virusstatus vor Beginn prüfen
  • Leukostase, Tumorlysesyndrom, Infektionen
  • Nicht-melanozytärer Hautkrebs häufiger

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten (≥ 20 %): Diarrhö, Neutropenie, Muskel- und Skelettschmerzen, Blutungen (z. B. Hämatome), Hautausschlag, Übelkeit, Thrombozytopenie, Arthralgie, Infektion der oberen Atemwege
  • Grad 3/4 am häufigsten: Neutropenie, Lymphozytose, Thrombozytopenie, Hypertonie, Pneumonie

Wechselwirkungen

  • Starke und mäßige CYP3A4-Inhibitoren erhöhen die Ibrutinib-Exposition; starke möglichst vermeiden
  • Warfarin und andere Vitamin-K-Antagonisten nicht gleichzeitig; Fischöl- und Vitamin-E-Präparate meiden

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Nicht in der Schwangerschaft anwenden; Frauen müssen während und drei Monate nach Behandlung hochwirksam verhüten

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • ImbruvicaJanssen-Cilag International NV · EMEA/H/C/003791

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • ImbruvicaJOHNSON AND JOHNSON SIHHİ MAL. SAN. VE TİC. LTD. ŞTİ. · 6 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Imbruvica
Liechtenstein
Imbruvica
Norwegen
Imbruvica

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Imbruvica – EPAR, Product Information. 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/imbruvica-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.