Tirzepatid
Mounjaro · ATC-Code A10BX16
Auch bekannt als: Tirzepatide
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Tirzepatid (INN: tirzepatide)
- Wirkstoffgruppe
- Antidiabetikum
- ATC-Code
- A10BX16
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Mounjaro 2,5 mg Injektionslösung in einem Fertigpen / Mounjaro 5 mg Injektionslösung in einem Fertigpen / Mounjaro 7,5 mg Injektionslösung in einem Fertigpen
- Zulassungsinhaber
- Eli Lilly Nederland B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Tirzepatid (Mounjaro) ist ein einmal wöchentlich subkutan injizierter GIP- und GLP-1-Rezeptor-Agonist. Es wird bei Typ-2-Diabetes und zum Gewichtsmanagement bei Adipositas oder Übergewicht mit Begleiterkrankung eingesetzt.
Anwendung
- Unzureichend kontrollierter Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen und Kindern ab 10 Jahren, ergänzend zu Diät und Bewegung, als Monotherapie oder in Kombination
- Gewichtsmanagement bei Erwachsenen mit BMI ≥ 30 kg/m² oder ≥ 27 kg/m² mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung, ergänzend zu kalorienreduzierter Ernährung und Bewegung
Dosierung
- Beginn mit 2,5 mg einmal wöchentlich, nach 4 Wochen 5 mg; weitere Steigerung in Schritten von 2,5 mg nach jeweils mindestens 4 Wochen
- Erwachsene: Erhaltungsdosen 5 mg, 10 mg oder 15 mg; Höchstdosis 15 mg pro Woche
- Kinder ab 10 Jahren (Typ-2-Diabetes): Erhaltungsdosen 5 mg oder 10 mg; Höchstdosis 10 mg pro Woche
- Mit Sulfonylharnstoff oder Insulin: deren Dosisreduktion erwägen (Hypoglykämierisiko)
- Vergessene Dosis innerhalb von 4 Tagen nachholen, sonst auslassen
- Keine Dosisanpassung bei Nieren- oder Leberfunktionsstörung; Vorsicht bei schwerer Niereninsuffizienz
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Wichtige Warnhinweise
- Akute Pankreatitis; bei Verdacht absetzen, bei Bestätigung nicht erneut beginnen
- Hypoglykämie in Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin
- Gastrointestinale Nebenwirkungen können zu Dehydratation und akutem Nierenversagen führen
- Vorübergehende Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie möglich
- Aspirationsrisiko bei Vollnarkose oder tiefer Sedierung beachten
Nebenwirkungen
- Am häufigsten gastrointestinal: Übelkeit, Diarrhö, Erbrechen, meist leicht bis mäßig und vor allem während der Dosissteigerung
- Verminderter Appetit, Gewichtsabnahme
- Hypoglykämie mit Sulfonylharnstoff oder Insulin
- Überempfindlichkeitsreaktionen; selten Anaphylaxie und Angioödem
Wechselwirkungen
- Verzögerte Magenentleerung kann die Aufnahme oraler Arzneimittel beeinflussen; Arzneimittel mit enger therapeutischer Breite (z. B. Warfarin, Digoxin) überwachen
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft nicht empfohlen; Verhütung empfohlen und mindestens 1 Monat vor geplanter Schwangerschaft absetzen
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- MounjaroEli Lilly Nederland B.V. · EMEA/H/C/005620
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- MounjaroLİLLY İLAÇ TİC. LTD. ŞTİ. · 24 Registereinträge
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Mounjaro
- Liechtenstein
- Mounjaro
- Norwegen
- Mounjaro
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Mounjaro – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/mounjaro-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
- Wikidata (CC0): ATC A10BX.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.