Rituximab

MabThera · ATC-Code L01XC02

Handelsnamen: MabThera, Novex, Redditux, Rixathon, Ruxience, Truxima

Steckbrief
Wirkstoff
Rituximab
ATC-Code
L01XC02
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
MabThera 100 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung / MabThera 500 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung · MabThera 1 400 mg Lösung zur subkutanen Injektion · MabThera 1 600 mg Lösung zur subkutanen Injektion
Zulassungsinhaber
Roche Registration GmbH
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Rituximab (MabThera) ist ein monoklonaler Anti-CD20-Antikörper. Er wird bei Non-Hodgkin-Lymphomen und chronischer lymphatischer Leukämie sowie intravenös bei rheumatoider Arthritis, GPA/MPA und Pemphigus vulgaris eingesetzt.

Anwendung

  • Follikuläres Lymphom (Stadium III–IV): Erstlinie mit Chemotherapie, Erhaltungstherapie nach Ansprechen, Monotherapie bei Chemoresistenz oder Rezidiv
  • CD20-positives diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom in Kombination mit CHOP
  • Kinder ab 6 Monaten (i.v.): unbehandeltes fortgeschrittenes DLBCL, Burkitt-Lymphom/-Leukämie, Burkitt-ähnliches Lymphom mit Chemotherapie
  • CLL (unbehandelt oder rezidiviert/refraktär) mit Chemotherapie
  • Schwere aktive rheumatoide Arthritis mit Methotrexat nach Versagen anderer DMARD inkl. TNF-Hemmer
  • Schwere aktive GPA und MPA (mit Glukokortikoiden), mittelschwerer bis schwerer Pemphigus vulgaris
  • Subkutane Form: nur onkologische Indikationen bei Erwachsenen

Dosierung

  • Gabe nur unter enger Aufsicht mit sofort verfügbarer Reanimationsausrüstung; vor jeder Gabe Prämedikation mit Antipyretikum und Antihistaminikum
  • Follikuläres Lymphom, Monotherapie i.v.: 375 mg/m² einmal wöchentlich über vier Wochen; mit Chemotherapie 375 mg/m² pro Zyklus
  • CLL i.v.: 375 mg/m² am Tag 0 des ersten Zyklus, danach 500 mg/m² am Tag 1 jedes Folgezyklus
  • Rheumatoide Arthritis: 1.000 mg i.v., zweite Infusion 1.000 mg zwei Wochen später
  • Subkutan (1.400 mg bei NHL, 1.600 mg bei CLL): erst nach einer vollständigen intravenösen Dosis
  • Weitere Schemata (Erhaltung, GPA/MPA, Pemphigus, Kinder): siehe vollständige Fachinformation

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Mausproteine oder sonstige Bestandteile (subkutan auch Hyaluronidase)
  • Aktive, schwere Infektionen
  • Stark immungeschwächte Patienten

Wichtige Warnhinweise

  • Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML), sehr selten tödlich; bei Verdacht Therapie aussetzen
  • Infusionsbedingte Reaktionen bis zu Zytokinfreisetzungs- und Tumorlysesyndrom, teils tödlich
  • Erhöhtes Infektionsrisiko, auch schwere Infektionen
  • Hepatitis-B-Reaktivierung, auch tödlich: HBV-Screening vor Therapiebeginn
  • Kardiale Ereignisse (Angina, Arrhythmien, Herzinsuffizienz, Infarkt): Patienten mit Herzerkrankung engmaschig überwachen
  • Schwere Hautreaktionen (TEN, Stevens-Johnson-Syndrom); Lebendimpfstoffe nicht empfohlen

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: infusionsbedingte Reaktionen, meist bei der ersten Infusion
  • Infektionen (überwiegend bakteriell und viral) bei einem großen Teil der Patienten in Studien
  • Schwerwiegend: Infektionen, kardiovaskuläre Ereignisse, Hepatitis-B-Reaktivierung, PML
  • Subkutan: sehr häufig lokale Hautreaktionen an der Injektionsstelle (Erythem, Schmerz, Ödem)

Wechselwirkungen

  • Begrenzte Daten zu Wechselwirkungen
  • Keine Auswirkung auf die Pharmakokinetik von Fludarabin oder Cyclophosphamid; Methotrexat beeinflusst Rituximab nicht
  • Patienten mit HAMA- oder Anti-Drug-Antikörpern können auf andere monoklonale Antikörper allergisch reagieren

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter: wirksame Verhütung während und für 12 Monate nach der Behandlung; IgG ist plazentagängig, vorübergehende B-Zell-Depletion bei Neugeborenen berichtet
  • Stillen während der Behandlung und optimal 6 Monate danach nicht empfohlen

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • Blitzima · BiosimilarCelltrion Healthcare Hungary Kft. · EMEA/H/C/004723
  • Ituxredi · BiosimilarReddy Holding GmbH · EMEA/H/C/006224
  • MabTheraRoche Registration GmbH · EMEA/H/C/000165
  • Rixathon · BiosimilarSandoz GmbH · EMEA/H/C/003903
  • Riximyo · BiosimilarSandoz GmbH · EMEA/H/C/004729
  • Ruxience · BiosimilarPfizer Europe MA EEIG · EMEA/H/C/004696
  • Truxima · BiosimilarCelltrion Healthcare Hungary Kft. · EMEA/H/C/004112

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • MabtheraROCHE MÜSTAHZARLARI SAN.A.Ş. · 3 Registereinträge
  • NovexABDİ İBRAHİM İLAÇ SAN. VE TİC. A.Ş. · 2 Registereinträge
  • ReddituxTRPHARM İLAÇ SAN. TİC. A.Ş. · 2 Registereinträge
  • RixathonSANDOZ İLAÇ SAN. VE TİC. A.Ş. · 4 Registereinträge
  • RuxiencePFİZER PFE İLAÇLARI A.Ş. · 2 Registereinträge
  • TruximaCELLTRİON HEALTHCARE İLAÇ SAN. VE TİC. LTD. ŞTİ. · 2 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Blitzima, Mabthera, Rixathon, Riximyo, Ruxience, Truxima
Liechtenstein
Blitzima, Mabthera, Rixathon, Riximyo, Ruxience, Truxima
Norwegen
Blitzima, Mabthera, Rixathon, Riximyo, Ruxience, Truxima

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. MabThera – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/mabthera-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.