Durvalumab

Imfinzi · ATC-Code L01XC28

Steckbrief
Wirkstoff
Durvalumab
ATC-Code
L01XC28
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
IMFINZI 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zulassungsinhaber
AstraZeneca AB
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Durvalumab (Imfinzi) ist ein monoklonaler Antikörper gegen PD-L1 (Immun-Checkpoint-Inhibitor). Er wird bei Lungenkrebs, Gallenwegskarzinom, Leberzellkarzinom und weiteren Tumoren eingesetzt.

Anwendung

  • Resezierbares NSCLC mit hohem Rezidivrisiko: neoadjuvant mit platinbasierter Chemotherapie, danach adjuvant als Monotherapie
  • Lokal fortgeschrittenes, inoperables NSCLC mit PD-L1-Expression nach platinbasierter Radiochemotherapie
  • Metastasiertes NSCLC ohne EGFR-/ALK-Veränderungen: Erstlinie mit Tremelimumab und Chemotherapie
  • Kleinzelliges Lungenkarzinom: limitiertes Stadium nach Radiochemotherapie; ausgedehntes Stadium in der Erstlinie mit Etoposid und Platin
  • Inoperables oder metastasiertes Gallenwegskarzinom mit Gemcitabin und Cisplatin; Leberzellkarzinom
  • Weitere Indikationen (u. a. Endometriumkarzinom) in der vollständigen Fachinformation

Dosierung

  • Intravenöse Infusion über 1 Stunde; Beginn und Überwachung durch onkologisch erfahrene Ärzte
  • Lokal fortgeschrittenes NSCLC: 10 mg/kg alle 2 Wochen oder 1.500 mg alle 4 Wochen, höchstens 12 Monate
  • LS-SCLC: 1.500 mg alle 4 Wochen, höchstens 24 Monate; HCC: 1.500 mg alle 4 Wochen
  • Kombinationstherapien (z. B. mit Tremelimumab oder Chemotherapie) haben eigene Schemata, siehe vollständige Fachinformation

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile

Wichtige Warnhinweise

  • Immunvermittelte Nebenwirkungen (u. a. Pneumonitis): je nach Schweregrad Therapie unterbrechen oder dauerhaft absetzen, Kortikosteroide oder Hormonersatz einleiten
  • Kortikosteroide nach Besserung über mindestens 1 Monat ausschleichen
  • Handelsname und Chargennummer zur Rückverfolgbarkeit dokumentieren

Nebenwirkungen

  • Monotherapie sehr häufig: Husten (18,1 %), Diarrhö (15,1 %), Hautausschlag (15,0 %), Fieber (12,5 %), Arthralgie (12,4 %), Hypothyreose (11,6 %), Juckreiz (11,1 %)
  • Schwere Nebenwirkungen: Pneumonie (3,4 %), erhöhte Transaminasen (2,5 %)
  • Häufigste Abbruchgründe: Pneumonitis (1,1 %) und Pneumonie (0,8 %)

Wechselwirkungen

  • Systemische Kortikosteroide oder Immunsuppressiva vor Therapiebeginn nicht empfohlen (außer physiologischer Dosis); zur Behandlung immunvermittelter Nebenwirkungen nach Beginn möglich
  • Keine metabolischen Wechselwirkungen erwartet

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter: wirksame Verhütung während der Behandlung und mindestens 3 Monate nach der letzten Dosis
  • Keine Daten bei Schwangeren; aufgrund des Wirkmechanismus mögliche Beeinträchtigung der Schwangerschaft

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • ImfinziAstraZeneca AB · EMEA/H/C/004771

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • ImfinziASTRAZENECA İLAÇ SAN. VE TİC. LTD. ŞTİ. · 2 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Imfinzi
Liechtenstein
Imfinzi
Norwegen
Imfinzi

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Imfinzi – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/imfinzi-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.