Pembrolizumab
Keytruda · ATC-Code L01FF02
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Pembrolizumab
- ATC-Code
- L01FF02
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- KEYTRUDA 25 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung · KEYTRUDA 395 mg Injektionslösung / KEYTRUDA 790 mg Injektionslösung
- Zulassungsinhaber
- Merck Sharp & Dohme B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Pembrolizumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen den PD-1-Rezeptor (Immuncheckpoint-Inhibitor). Er wird allein oder in Kombination bei zahlreichen Krebserkrankungen angewendet, u. a. Melanom und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom.
Anwendung
- Melanom: fortgeschritten (inoperabel oder metastasiert) sowie adjuvant nach vollständiger Resektion im Stadium IIB, IIC oder III, bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren
- Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC): neoadjuvant/adjuvant bei resezierbarem NSCLC, adjuvant nach Resektion, Erstlinie metastasiert (Monotherapie bei PD-L1 TPS ≥ 50 % oder in Kombination mit Chemotherapie)
- Zahlreiche weitere Tumorentitäten (u. a. klassisches Hodgkin-Lymphom, Nierenzellkarzinom, Kopf-Hals-Tumoren); vollständige Liste in der Fachinformation
Dosierung
- Intravenös (Erwachsene): 200 mg alle 3 Wochen oder 400 mg alle 6 Wochen als Infusion über 30 Minuten
- Subkutan (Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren über 40 kg): 395 mg alle 3 Wochen über 1 Minute oder 790 mg alle 6 Wochen über 2 Minuten
- Kinder ab 3 Jahren mit cHL bzw. ab 12 Jahren mit Melanom (intravenös): 2 mg/kg (maximal 200 mg) alle 3 Wochen
- Behandlung bis Progression oder inakzeptabler Toxizität; adjuvant bis zu einem Jahr
- Wechsel zwischen intravenöser und subkutaner Gabe zur nächsten geplanten Dosis möglich
Gegenanzeigen
- Die Gegenanzeigen stehen in der vollständigen Fachinformation (Abschnitt 4.3).
Wichtige Warnhinweise
- Immunvermittelte Nebenwirkungen, auch schwer und tödlich, auch nach der letzten Dosis: u. a. Pneumonitis, Kolitis, Hepatitis, Nephritis, Endokrinopathien
- Bei Verdacht Pembrolizumab je nach Schweregrad pausieren und Kortikosteroide geben; Ausschleichen über mindestens 1 Monat
- Schwere Hautreaktionen einschließlich seltener SJS und TEN
- Schwere infusionsbedingte Reaktionen
- PD-L1-Status mit validierter Methode bestimmen
Nebenwirkungen
- Monotherapie am häufigsten: Fatigue (31 %), Durchfall (22 %), Übelkeit (20 %); überwiegend Grad 1 oder 2
- Schwerwiegendste: immunvermittelte Nebenwirkungen und schwere infusionsbedingte Reaktionen
- Subkutane Form: zusätzlich Reaktionen an der Injektionsstelle
Schwangerschaft und Stillzeit
- Keine Daten bei Schwangeren; mögliche fetale Schädigung aufgrund des Wirkmechanismus; Verhütung während und mindestens 4 Monate nach der letzten Dosis
- Unbekannt, ob Pembrolizumab in die Muttermilch übergeht; Entscheidung über Abstillen oder Therapieverzicht
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- KeytrudaMerck Sharp & Dohme B.V. · EMEA/H/C/003820
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- KeytrudaMERCK SHARP DOHME İLAÇLARI LTD. ŞTİ. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Keytruda
- Liechtenstein
- Keytruda
- Norwegen
- Keytruda
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Keytruda – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/keytruda-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.