Nivolumab

Opdivo · ATC-Code L01FF01

Steckbrief
Wirkstoff
Nivolumab
ATC-Code
L01FF01
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
OPDIVO 10 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. · OPDIVO 300 mg Injektionslösung / OPDIVO 600 mg Injektionslösung
Zulassungsinhaber
Bristol-Myers Squibb Pharma EEIG
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Nivolumab (Opdivo) ist ein humaner monoklonaler Antikörper (Immun-Checkpoint-Inhibitor). Er wird allein oder in Kombination bei zahlreichen Tumorarten eingesetzt, u. a. Melanom, Lungenkrebs und Nierenzellkarzinom.

Anwendung

  • Melanom: adjuvant nach vollständiger Resektion sowie fortgeschrittenes Melanom, allein oder mit Ipilimumab (Infusion auch ab 12 Jahren)
  • Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom: neoadjuvant mit Chemotherapie bei PD-L1-Expression, sowie fortgeschritten nach Chemotherapie
  • Nierenzellkarzinom, Hodgkin-Lymphom, Kopf-Hals-Karzinom, Urothelkarzinom, Speiseröhren- und Magenkarzinom u. a.
  • Vollständige Liste der Indikationen in der Fachinformation

Dosierung

  • Opdivo Infusionskonzentrat, Monotherapie: 240 mg alle 2 Wochen oder 480 mg alle 4 Wochen intravenös, je nach Indikation
  • Jugendliche ab 12 Jahren unter 50 kg (Melanom): 3 mg/kg alle 2 Wochen oder 6 mg/kg alle 4 Wochen
  • Opdivo Injektionslösung (subkutan), Monotherapie: 600 mg alle 2 Wochen oder 1.200 mg alle 4 Wochen
  • Adjuvante Therapie: höchstens 12 Monate
  • Kombinationen (z. B. mit Ipilimumab oder Chemotherapie) haben eigene Schemata, siehe vollständige Fachinformation

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile

Wichtige Warnhinweise

  • Immunvermittelte Nebenwirkungen, auch mehrere Organsysteme gleichzeitig; häufiger in Kombination mit Ipilimumab
  • Die meisten besserten sich unter Kortikosteroiden und Therapieanpassung
  • PD-L1- und MSI/MMR-Status mit validierten Tests bestimmen
  • Name und Chargennummer zur Rückverfolgbarkeit dokumentieren

Nebenwirkungen

  • Monotherapie am häufigsten: Müdigkeit (44 %), Muskel-Skelett-Schmerzen (28 %), Diarrhö (26 %), Hautausschlag (24 %), Husten (22 %), Übelkeit (22 %), Juckreiz (19 %)
  • Meist leicht bis mäßig; schwere Nebenwirkungen (Grad 3-5) bei 44 %
  • Immunvermittelte Nebenwirkungen (z. B. Lunge, Darm, Leber, Hormondrüsen)

Wechselwirkungen

  • Systemische Kortikosteroide und Immunsuppressiva vor Therapiebeginn vermeiden; nach Beginn zur Behandlung immunvermittelter Nebenwirkungen möglich
  • Keine Beeinflussung über CYP-Enzyme erwartet

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Keine Daten bei Schwangeren; Übergang auf den Fetus möglich; nicht empfohlen, außer wenn der Nutzen das Risiko überwiegt
  • Wirksame Verhütung bis mindestens 5 Monate nach der letzten Dosis

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • OpdivoBristol-Myers Squibb Pharma EEIG · EMEA/H/C/003985

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • OpdivoBRISTOL-MYERS SQUIBB İLAÇLARI INC. İSTANBUL ŞUBESİ · 2 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Opdivo
Liechtenstein
Opdivo
Norwegen
Opdivo

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Opdivo – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/opdivo-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.