Lasmiditan

Rayvow · ATC-Code N02CC08

Steckbrief
Wirkstoff
Lasmiditan
ATC-Code
N02CC08
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
RAYVOW 50 mg Filmtabletten / RAYVOW 100 mg Filmtabletten / RAYVOW 200 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Eli Lilly Nederland B.V.
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Lasmiditan ist ein Serotonin-5-HT1F-Rezeptor-Agonist zur Akutbehandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen mit oder ohne Aura bei Erwachsenen (Rayvow, Filmtabletten).

Anwendung

  • Akutbehandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen mit oder ohne Aura bei Erwachsenen.

Dosierung

  • Empfohlene Anfangsdosis 100 mg; bei Bedarf Erhöhung auf 200 mg für bessere Wirksamkeit oder Senkung auf 50 mg für bessere Verträglichkeit.
  • Kehrt der Kopfschmerz innerhalb von 24 Stunden nach anfänglichem Ansprechen auf 50 mg oder 100 mg zurück, kann eine zweite Dosis gleicher Stärke eingenommen werden, frühestens 2 Stunden nach der ersten.
  • Nicht mehr als 200 mg innerhalb von 24 Stunden; mit oder ohne Nahrung.
  • Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten, bei Nierenfunktionsstörung oder bei leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung; bei schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen.

Gegenanzeigen

  • Siehe Volltext.

Wichtige Warnhinweise

  • ZNS-Wirkungen und eingeschränkte Fahrtüchtigkeit: mindestens 8 Stunden nach jeder Dosis kein Auto fahren und keine Tätigkeiten mit erhöhter Aufmerksamkeit; wer dies nicht einhalten kann, soll Lasmiditan nicht einnehmen.
  • Serotoninsyndrom möglich, besonders mit anderen serotonergen Arzneimitteln; bei Verdacht absetzen.
  • Vorsicht mit ZNS-dämpfenden Substanzen.
  • Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch möglich; dann Behandlung beenden.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Schwindel (19,9 %), Somnolenz (7,8 %), Müdigkeit (7,7 %), Parästhesie (6,8 %), Übelkeit (4,9 %), Vertigo (2,6 %), Hypästhesie (2,5 %) und Muskelschwäche (2,3 %); meist dosisabhängig.
  • Weitere: Überempfindlichkeit, Verwirrtheit, Halluzinationen, Palpitationen, Sehstörungen; selten Serotoninsyndrom.

Wechselwirkungen

  • Herzfrequenzsenkende Arzneimittel: mit Propranolol zusätzliche Senkung der Herzfrequenz.
  • Serotonerge Arzneimittel (z. B. SSRI, SNRI, trizyklische Antidepressiva) erhöhen das Risiko eines Serotoninsyndroms; begrenzte Erfahrung mit Triptanen in zeitlicher Nähe.
  • Erhöht die Exposition von P-gp-Substraten (Dabigatran etwa 25%); Vorsicht bei P-gp-Substraten mit enger therapeutischer Breite wie Digoxin.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • In der Schwangerschaft nicht empfohlen.
  • Stillzeit: Nutzen-Risiko-Abwägung; die Exposition des Kindes kann durch 24 Stunden Stillpause nach der Einnahme minimiert werden.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

Vollständige Fachinformation im Wortlaut →

Häufige Fragen – direkt an Medelix

Für Patientinnen und Patienten

Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut

Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • RayvowEli Lilly Nederland B.V. · EMEA/H/C/005332

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Rayvow
Liechtenstein
Rayvow
Norwegen
Rayvow

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.

Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe

Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.

Quellen

  1. European Medicines Agency. Rayvow – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/rayvow-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.