Isavuconazol

Cresemba · ATC-Code J02AC05

Auch bekannt als: isavuconazole, İsavukonazol

Steckbrief
Wirkstoff
Isavuconazol (INN: isavuconazole)
ATC-Code
J02AC05
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
CRESEMBA 200 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung · CRESEMBA 40 mg Hartkapseln / CRESEMBA 100 mg Hartkapseln
Zulassungsinhaber
Basilea Pharmaceutica Deutschland GmbH
Stand der Information
2026-10-29

Das Wichtigste in Kürze

Isavuconazol (Cresemba) ist ein Azol-Antimykotikum zur Behandlung der invasiven Aspergillose und der Mukormykose, wenn Amphotericin B nicht geeignet ist.

Anwendung

  • Invasive Aspergillose sowie Mukormykose bei Patienten, für die Amphotericin B nicht angemessen ist.
  • Infusionslösung ab 1 Jahr; Hartkapseln bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren (40-mg-Kapseln für Kinder vorgesehen).

Dosierung

  • Infusion, Erwachsene: Aufsättigung 200 mg (eine Durchstechflasche) alle 8 Stunden in den ersten 48 Stunden (sechs Gaben), dann 200 mg einmal täglich, Beginn 12 bis 24 Stunden nach der letzten Aufsättigungsdosis.
  • Infusion, Kinder von 1 bis unter 18 Jahren: ab 37 kg wie Erwachsene; unter 37 kg 5,4 mg/kg für Aufsättigung und Erhaltung; Einzeldosis höchstens 200 mg.
  • Kapseln, Erwachsene: zwei Kapseln zu 100 mg alle 8 Stunden an Tag 1 und 2, danach zwei Kapseln zu 100 mg einmal täglich. Kinder ab 6 Jahren: Kapselzahl nach Körpergewicht (siehe Volltext).
  • Wegen hoher oraler Bioverfügbarkeit (98 %) ist ein Wechsel zwischen intravenöser und oraler Gabe möglich. Behandlung über 6 Monate hinaus nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Erwachsene: keine Anpassung bei Nierenfunktionsstörung oder leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung; bei Child-Pugh C nicht empfohlen, außer der Nutzen überwiegt.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Gleichzeitige Gabe von Ketoconazol oder hoch dosiertem Ritonavir (>200 mg alle 12 Stunden).
  • Gleichzeitige Gabe starker CYP3A4/5-Induktoren (z. B. Rifampicin, Rifabutin, Carbamazepin, langwirksame Barbiturate, Phenytoin, Johanniskraut) oder mäßiger Induktoren (Efavirenz, Nafcillin, Etravirin).
  • Familiäres Short-QT-Syndrom.

Wichtige Warnhinweise

  • Überempfindlichkeitsreaktionen bis zur Anaphylaxie; Vorsicht bei Überempfindlichkeit gegen andere Azole.
  • Infusionsbedingte Reaktionen (Hypotonie, Atemnot, Schwindel, Parästhesien) – Infusion dann abbrechen.
  • Schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom möglich – dann absetzen.
  • Konzentrationsabhängige QTc-Verkürzung; Vorsicht mit anderen QT-verkürzenden Arzneimitteln (z. B. Rufinamid).
  • Erhöhte Lebertransaminasen oder Hepatitis möglich; Leberwerte überwachen.

Nebenwirkungen

  • Häufigste behandlungsbedingte Nebenwirkungen bei Erwachsenen: erhöhte Leberwerte (7,9 %), Übelkeit (7,4 %), Erbrechen (5,5 %), Atemnot (3,2 %), Bauchschmerzen (2,7 %), Durchfall (2,7 %), Reaktion an der Injektionsstelle (2,2 %), Kopfschmerzen (2,0 %), Hypokaliämie (1,7 %) und Ausschlag (1,7 %).
  • Zum Abbruch führten am häufigsten Verwirrtheit, akutes Nierenversagen, Bilirubinanstieg, Krampfanfälle und Atemversagen.

Wechselwirkungen

  • Isavuconazol ist Substrat von CYP3A4/5: Hemmer erhöhen, Induktoren senken die Spiegel (siehe Gegenanzeigen).
  • Weitere Wechselwirkungen mit zahlreichen Arzneimitteln siehe Volltext.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • In der Schwangerschaft nur bei schweren oder lebensbedrohlichen Pilzinfektionen, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt; nicht empfohlen bei Frauen im gebärfähigen Alter ohne Verhütung.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • CresembaBasilea Pharmaceutica Deutschland GmbH · EMEA/H/C/002734

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Cresemba – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/cresemba-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

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