Imlunestrant
Inluriyo · ATC-Code L02BA
Auch bekannt als: İmlunestrant
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Imlunestrant
- Wirkstoffgruppe
- Antiestrogen
- ATC-Code
- L02BA
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Inluriyo 200 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Eli Lilly Nederland B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Imlunestrant (Inluriyo) ist ein oraler selektiver Estrogenrezeptor-Degrader zur Behandlung des ER-positiven, HER2-negativen fortgeschrittenen Brustkrebses mit aktivierender ESR1-Mutation.
Anwendung
- Monotherapie bei Erwachsenen mit ER-positivem, HER2-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit aktivierender ESR1-Mutation nach Progression unter einer endokrinen Vortherapie.
- Bei prä- oder perimenopausalen Frauen und bei Männern in Kombination mit einem LHRH-Agonisten.
- Die ESR1-Mutation wird in Tumor- oder Plasmaproben mit einem validierten Test nachgewiesen.
Dosierung
- 400 mg (zwei Tabletten zu 200 mg) einmal täglich, nüchtern, solange ein klinischer Nutzen besteht.
- Dosisreduktion jeweils um 200 mg; bei Unverträglichkeit von 200 mg einmal täglich absetzen. Anpassung bei erhöhten Leberwerten und anderen Nebenwirkungen siehe Volltext.
- Mittelschwere oder schwere Leberfunktionsstörung: 200 mg einmal täglich; Vorsicht bei schwerer Nierenfunktionsstörung.
- Starke CYP3A-Hemmer: Dosis um 200 mg senken; starke CYP3A-Induktoren: Dosis um 200 mg erhöhen, falls die Kombination unvermeidbar ist.
- Versäumte Dosis bis zu 6 Stunden später nachholen, sonst auslassen.
Gegenanzeigen
- Stillzeit.
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Einnahme nüchtern, da mit Nahrung höhere Spiegel auftreten können.
- ALT und AST während der Behandlung überwachen.
- Schwangerschaftsstatus vor Beginn prüfen.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: ALT-Erhöhung (34,3 %), AST-Erhöhung (33,2 %), Müdigkeit (25,7 %), Durchfall (22,5 %), Übelkeit (20,1 %) und Erbrechen (9,0 %).
- Weitere: verminderter Appetit, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Husten, venöse Thromboembolie.
Wechselwirkungen
- Starke CYP3A-Induktoren (z. B. Carbamazepin) und starke CYP3A-Hemmer (z. B. Itraconazol) vermeiden.
- Vorsicht mit empfindlichen CYP2D6-Substraten und P-gp-Substraten (z. B. Digoxin).
- Omeprazol hat keinen klinisch relevanten Einfluss.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Hochwirksame Verhütung für Frauen und Männer während der Behandlung und mindestens 1 Woche danach.
- In der Stillzeit kontraindiziert.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
Vollständige Fachinformation im Wortlaut →
Häufige Fragen – direkt an Medelix
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.
Zulassung und Handelsnamen nach Land
Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.
EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- InluriyoEli Lilly Nederland B.V. · EMEA/H/C/006184
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Inluriyo
- Liechtenstein
- Inluriyo
- Norwegen
- Inluriyo
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.
Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe
Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.
Quellen
- European Medicines Agency. Inluriyo – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/inluriyo-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC L02BA.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.